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Wii U-Krise: Nintendo sucht nach Strategie für Smartphone- und Tablet-Games

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Mobile Games  

Wii U-Krise: Nintendo sucht nach Strategie für Smartphone- und Tablet-Games

20.01.2014, 12:36 Uhr | jr / nic

Wii U-Krise: Nintendo sucht nach Strategie für Smartphone- und Tablet-Games. 3DS Handheld von Nintendo (Quelle: Nintendo)

3DS (Quelle: Nintendo)

Nachdem Nintendo wegen des unverändert schwachen Wii U -Geschäfts Ende letzer Woche eine Gewinnwarnung herausgab und für das ablaufenden Geschäftsjahr vermutlich einen Verlust in Höhe von umgerechnet zirka 180 Millionen Euro verbuchen muss, denkt der japanische Spiele-Multi über eine Ausweitung des bisher auf Spielkonsolen und Handhelds basierenden Geschäftsmodells nach. Laut Präsident Satoru Iwata ist aber keine simple Portierung von Spiele-Klassikern wie Super Mario oder Zelda geplant.

Mobile Games: Nintendo sucht nach neuen Geschäftsmodellen

Die Wii U ist für Nintendo aktuell alles andere als eine Erfolgsgeschichte: Statt wie prognostiziert neun Millionen Konsolen zu verkaufen, wird der Hersteller Branchenschätzungen zufolge im laufenden Geschäftsjahr unterhalb der drei Millionen-Schwelle hängenbleiben. Mit gravierenden Folgen für das Softwaregeschäft, bei dem Nintendo angeblich nur 19 Millionen statt der erwarteten 38 Millionen Verkäufe schafft. Die ursprüngliche Jahresprognose für das im März endende laufenden Geschäftsjahr (390 Millionen Euro Gewinn waren vorhergesagt) hat das Unternehmen angesichts des Negativtrends inzwischen offiziell kassiert und trotz der guten Geschäfte mit den Handhelds DS und 3DS eine Gewinnwarnung publiziert.

Nintendo ist in der Zwickmühle: Bei den stationären Konsolen hängen Sony mit der PS4 und Microsoft mit der Xbox One am oberen Ende der Pyramide die technisch limitierte und mit einer mangelhaften Third-Party-Spieleversorgung kämpfende Wii U ab, und selbst im traditionellen starken Casual Games / Mobile Games-Segment knabbern Smartphones und Tablets immer größere Stücke an den traditionellen Nintendo-Handheld-Besitzständen ab.

"Angesichts der Expansion smarter Geräte studieren wir natürlich, wie man das Geschäft auch in diese Richtung ausdehnen kann", erklärte Nintendo-Präsident Satoru Iwata jetzt. Allerdings gehe es dabei nicht um das simple Portieren von bekannten eigenen Spiele-Marken. Welche Strategie man genau verfolgen will, teilte Iwata noch nicht mit - doch die noch 2013 von ihm verteidigte Position des Ignorierens von Handy- und Tablet-Gamern kann sich Nintendo nicht mehr lange leisten.

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