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"Das Schwarze Auge Blackguards" im Test: Die finstere Seite Aventuriens

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Test zu Das Schwarze Auge: Blackguards | Rollenspiel | PC  

Die finstere Seite Aventuriens

29.01.2014, 19:03 Uhr | Olaf Bleich (jr), Medienagentur plassma

"Das Schwarze Auge Blackguards" im Test: Die finstere Seite Aventuriens. Das Schwarze Auge: Blackguards Rollenspiel von Daedalic für PC (Quelle: Daedalic Entertainment)

Das Schwarze Auge: Blackguards (Quelle: Daedalic Entertainment)

Daedalic Entertainment auf Abwegen: Das Hamburger Entwicklerteam ist sonst bekannt für feine Adventures wie "Deponia", "Edna bricht aus" oder "Memoria". Mit "Das Schwarze Auge Blackguards" versucht man sich nun an einem düsteren Taktik-Rollenspiel für PC frei nach dem Regel-System der bekannten Brettspiel-Vorlage "Das Schwarze Auge" (DSA).

DSA: Blackguards - Tage für Diebe

Es ist schon beinahe lieb gewonnene Tradition, dass man in Rollenspielen von jetzt auf gleich in ein Abenteuer hineinschlittert. So auch in "Das Schwarze Auge: Blackguards": Nichtsahnend finden Sie sich Momente nach dem Spielstart Auge in Auge mit einem wütenden Wolf wieder, der zuvor Prinzessin Eleanor von Neetha umgebracht hat. Doch die Begegnung mit dem Vierbeiner ist ein Klacks, denn es kommt noch viel schlimmer: Die eigene Spielfigur wird des Königsmords bezichtigt, übel gefoltert und landet schließlich im Kerker. Blackguards zeichnet ein finsteres Bild der Fantasy-Welt Aventurien, in der Egoismus, Betrug und Mord an der Tagesordnung sind.

Gut bestückter Rollenspiel-Baukasten

Obwohl sich das taktisch geprägte Rollenspiel deutlich anders positioniert als die übrigen Titel aus dem Hause Daedelic, so spielt es sich dennoch sehr konservativ. Zu Beginn wählen Sie aus den gewohnten Klassen Magier, Jäger oder Krieger. Experten bauen sich Talente und Fähigkeiten selbst zusammen. Die Flucht aus dem besagten Verlies ist nach der Charaktererstellung ein riesiges Tutorial, das einen unter anderem mit dem speziellen Kampfsystem vertraut macht Gekämpft wird in "Blackguards" nämlich auf einem Hexfeld-Kampfgebiet. Abwechselnd zieht man hier seine Truppen über die Felder, setzt Fähigkeiten ein oder greift an.

Klasse: Die Steuerung der bis zu fünf Spielfiguren starken Truppe ist dank eines Rad-Menüs durchdacht und intuitiv. Ein Rechtsklick auf den Feind genügt, und schön öffnet sich das Menü, in dem man aus Angriffs- und Defensivaktionen oder sogar Zaubern - abhängig von der eigenen Spielfigur - auswählt. Blackguards setzt dabei auf ein vereinfachtes Regelwerk aus dem DSA-Universum.

Talente, Kämpfe und Fähigkeiten

Die unzähligen taktischen Kämpfe sind daher ausgesprochen anspruchsvoll und nehmen einen Großteil der 30 bis 40 Stunden Spielzeit ein. Durch Kämpfe und das Erledigen von Aufgaben sammeln man Abenteuerpunkte, die Sie wiederum in das Verstärken der eigenen Truppen investieren. Ein Jäger beispielsweise richtet dann mit seiner Spezialaktion "Gezielter Schuss" mehr Schaden an.

So präsentiert sich Blackguards als gelungener Mix aus Rollenspiel und Runden-Taktik. Schließlich rüstet man zwischen den Gefechten seine Mannen auch mit frischer Ausrüstung aus oder lässt sie neue Fähigkeiten erlernen. Zauberer beispielsweise benötigen für fortgeschrittene Aktionen Lehrbücher oder eine Lektion von Meistern. Der Schwierigkeitsgrad des Fantasy-Spiels ist fordernd, kann aber glücklicherweise jederzeit geändert werden. Auf diese Weise passen Einsteiger die Duelle an ihre Fähigkeiten an.

Aventurien als Fotoroman

Entgegen dem aktuellen Trend ist Blackguards ein vergleichsweise lineares Rollenspiel. So lässt sich die Spielwelt nicht im Sandbox-Stil auf eigene Faust bereisen. Vielmehr klicken Sie sich wie auf einem Spielbrett über die Weltkarte. Selbst die Städte sind nicht frei begehbar, sondern werden in Form von interaktiven Standbildern dargestellt, auf denen man Läden oder andere Lokalitäten besuchen kann. Nebenmissionen gibt es dann aber doch, und kleinere moralische Entscheidungen sind in Blackguards das Salz in der Rollenspiel-Suppe, da sie sich durchaus auch langfristig auf das Spielgeschehen auswirken.

Was uns gefällt

Aventurien ist immer eine Reise wert! Das Schwarze Auge: Blackguards begeistert mit einer neuen, finsteren Seite der Fantasy-Welt. Außerdem wissen speziell die Taktik-Kämpfe und die darin verarbeiteten Regeln des Brettspiels zu gefallen. Die Gefechte sind stets fordernd und motivieren zum Weiterspielen.

Was uns nicht gefällt

Für ein modernes Rollenspiel ist das hier eine ungewohnt lineare Angelegenheit, obendrein bietet das Spiel nur wenige Auswahlmöglichkeiten. Zudem wirken Charakterdarstellung und Grafikdesign insgesamt altbacken und nicht auf der Höhe der Zeit. Das "Schwarze Auge"-Abenteuer von Daedalic hat speziell auf technischem Gebiet einige Schwächen. Die Schlachtfelder sind zwar mit unterschiedlichen Szenarien und Hotspots angenehm abwechslungsreich, trotzdem wirkt die Umgebung durch den Einsatz von zu viel Weichzeichnern arg verwaschen. Und auch die kantigen Charaktermodelle locken im Jahr 2014 niemandem hinter dem Ofen hervor

Fazit

"Das Schwarze Auge: Blackguards" ist kein Innovationswunder, alles in allem aber ein gelungenes Taktik-Rollenspiel der alten Schule. Die Hexfeld-Gefechte fordern selbst Profis, die Geschichte ist stimmig, und die Spielzeit reicht mit über 30 Stunden mehr als aus. Trotz kleinerer Schwächen: Klare Kaufempfehlung für Fantasy-Strategen.

Infos zum Spiel

Titel: Das Schwarze Auge - Blackguards
Genre: Rollenspiel
Hersteller / Publisher: Daedelic Entertainment
Release: Im Handel
Preis: zirka 35 Euro
System: PC
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut

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