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"Nintendo-Abstieg könnte der Industrie schaden"

04.02.2014, 15:58 Uhr | nic / jr

"Nintendo-Abstieg könnte der Industrie schaden". Mario wird wohl doch nicht auf Smartphones springen. (Quelle: Samsung/Nintendo - Montage: t-online.de)

Mario wird wohl doch nicht auf Smartphones springen. (Quelle: Samsung/Nintendo - Montage: t-online.de)

Spiele-Titan Nintendo steckt in der Krise und macht nun drei Jahre in Folge bereits Verluste, weil vor allem die Geschäfte mit der Wii U hinter den Erwartungen zurückbleiben. Das Unternehmen sucht deshalb händeringend nach neuen Strategien (wir berichteten). Aber auch bei der Konkurrenz sieht man Nintendos Entwicklung kritisch und hofft, dass das japanische Traditionsunternehmen noch die Kurve kriegt. Sony UK-Manager Fergal Gara sagt im Interview mit "Trusted Reviews", dass die negative Entwicklung von Nintendo letztlich die gesamte Industrie negativ beeinflussen könne. Doch allzusehr in Trauer verharren will Gara nicht, sondern bläst zugleich zum Angriff auf Nintendos Kerngeschäft.

Nintendo: Nummer eins im Familien-Segment

Sollte Nintendo tatsächlich untergehen, dann sei es an Unternehmen wie Sony [und Microsoft, Anmerkung der Redaktion], den familienorientierten Markt zu besetzen, auf den sich Nintendo hauptsächlich konzentriert hat, so Gara. "Der Abstieg Nintendos könnte zum Nachteil des Marktes werden, wenn nicht Leute wie wir unseren Einsatz steigern und in den Markt der jungen Konsumenten einsteigen, den sie gerade gut bedienen. Das ist die Herausforderung an uns. Wir sollten mehr familienfreundliche, mehr zwanglose [Casual-, Anmerkung der Redaktion] Erfahrungen auf den Markt bringen. Ich glaube es gibt dort ein großes Marktsegment, dessen Herausforderung wir uns stellen sollten, und ich sehe jede Menge Potential das zu tun."

Sony Worldwide Studios Präsident Shuhei Yoshida hatte sich bereits im November 2013 über die Situation von Nintendo geäußert und eine zutreffendere Einschätzung der Lage vorgenommen als sein Kollege. Er beschrieb, dass Nintendo wichtig für den Markt sei, weil das Unternehmen junge Spieler an das Konzept von Videospielen und Controllern heranführe und somit auch die Zukunft von Playstation-Produkten sichere (wir berichteten).

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