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Ein strahlender Held: Test zum Action-Rollenspiel Fable Anniversary für Xbox 360

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Test Fable Anniversary | Action-Rollenspiel | Xbox 360  

Ein strahlender Held

05.02.2014, 16:01 Uhr | Michael Förtsch (jr / nic) , Richard Löwenstein

Ein strahlender Held: Test zum Action-Rollenspiel Fable Anniversary für Xbox 360. Fable Anniversary Action-Rollenspiel von Microsoft für Xbox 360 (Quelle: Microsoft)

Fable Anniversary Action-Rollenspiel von Microsoft für Xbox 360 (Quelle: Microsoft)

Endlich mal einen Helden spielen, der einem wirklich gefällt. Diese Möglichkeit war's, die Peter Molyneuxs Rollenspiel "Fable" vor zehn Jahren so besonders gemacht hat. Seinerzeit war das Action-Rollenspiel neben dem SciFi-Shooter "Halo" eines der spielbaren Argumente schlechthin für den Kauf der original Xbox-Konsole. Denn Fable entführt eben nur Besitzer der allerersten Microsoft-Konsole und später auch PC-Spieler in die Spielwelt Albion. Jetzt erscheint für die Xbox 360 mit "Fable Anniversary" eine überarbeitete Fassung, die belegt, dass das fantasievolle Gameplay auch heute noch bezaubert.

Lang ist's her

Die Rahmenhandlung von "Fable Anniversary" ist die gleiche wie vor einer Dekade. Zu Beginn spurtet man als halbwüchsiger Knabe aus Third-Person-Sicht durch das eigene Heimatdorf. Leute anquatschen, kleine Aufträge erledigen - etwa ein Geschenk für die Schwester besorgen, darum geht's. Plötzlich überfallen jedoch Banditen das mittelalterliche Örtchen, töten den Vater des Knaben und entführen Mutter und Schwester. Ein Magier findet den Kleinen und nimmt ihn in die sogenannte Heldengilde auf. Eine Schule für Heroen quasi, die zugleich Kampf, Magie, Dialog und alles weitere im Spiel erklärt und mit kleinen Prüfungen abschließt. Sind die alle bestanden, wird der namenlose Held als Teenager in die offene Spielwelt Albion entlassen. Aufgabe: Diejenigen finden, die einst sein Dorf überfielen - und beim Wiederbeschaffen der verlorenen gegangenen Verwandtschaft zum strahlenden Helden werden.

Klein, aber vielfältig

Von da an lenkt der Spieler den Halbwüchsigen frei zwischen der Akademie, der Festungsstadt Bowerstone, dem Dorf Oakvale, der Waldstadt Knothole Glade, den sie verbindenden Pfaden und Straßen und weiteren Orten umher. Antrieb geben dabei die stets vorhandenen Missionen, die zum einen die Gilde, aber auch diverse Dörfler bereithalten. Da darf man beispielsweise eine Obstfarm von fiesen Gnoll-Gnomen befreien, Räuberlager ausräuchern oder Pilze für ein Heilmittel suchen. Dabei laufen einem Wegelagerer, Giganto-Wespen und anderes Getier in die Quere, das dank handlicher Steuerung zügig mit Schwert, Magie, Pfeil oder Bogen unter blitzenden Effekten niedergestreckt wird. Hierbei entscheidet sich auch, in welche Richtung sich das Alter-Ego entwickelt. Wo andere Rollenspiele Klassen wie Kämpfer, Magier und Dieb vorgeben, richtet sich "Fable" nach dem Stil des Spielers.

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Teaser-Trailer von zum HD-Remake von Fable.


Gut-Böse-Waage

Wird viel mit Schwertern und Äxten gekämpft, sammelt man Stärkepunkte. Zaubert der Heroe, kassiert er Magie, und schießt er, dann gibt’s Geschicklichkeitspunkte. Die lassen sich in neue Sprüche, Kampftechniken, Stärke, Schnelligkeit und Gesundheit investieren. So formt man aus dem Roh-Held einen individuellen Charakter, der zur eigenen Spielweise passt. Das motiviert. Doch mehr noch: immer wieder wird der Spieler vor Entscheidungen gestellt. Statt einen Banditenangriff zu verhindern, kann man sich den Räubern anschließen oder gestohlenes Gold behalten, statt es zurückzugeben. Stetig wägt das Spiel die Taten auf einer Gut-Böse-Waage ab. Folge? Fieslinge bekommen andere Aufgaben als Gutmenschen. Und mag ein Händler einen nicht leiden, verlangt er mehr Gold für einen Heiltrank.

Was für Hörner

Die Gesinnung sieht man der Spielfigur an. Einem guten Kerl sprießen goldene Haare, er wird von Schmetterlingen umflattert, und über ihm leuchtet quasi der Heiligenschein. Einem Bösewicht wachsen Teufelshörner, und eine flammende Aura umgibt ihn. Dazu wächst und altert der Held sogar. Das ist immer noch ziemlich besonders. Auch sonst steht bei "Fable" das Individualisieren ganz oben: etliche Bärte, Frisuren und Tattoos lassen sich freischalten. Dazu locken kauf- und findbare Schwerter, Rüstungen, Schuhe und Handschuhe, die oft weniger dem spielerischen Vorteil als der Optik dienen. Daneben macht auch der britische Charme einen Teil des Erlebnis aus: Auf Knopfdruck kann man pöbeln, furzen und rülpsen oder bei Missionen Wetten eingehen - etwa einem Banditenkönig in der Unterhose entgegenzutreten. Das hat einen schon vor zehn Jahren zum Schmunzeln gebracht und schafft es auch heute noch.

Licht und Schatten

Was hat sich also nun gegenüber der Originalversion von "Fable" geändert? Neben neu gestalteten Menüs, eingebauten Erfolgen, einigen neuen Outfits und Waffen wäre vor allem die Grafik zu nennen. Durchweg sind alle Figuren neu modelliert. Gesichter wirken detailreich und lebendiger. Auf Kleidung sind Nähte und Verzierungen zu erkennen. Gebäude und die gesamte Umgebung scheint weniger flach, sondern wirken plastischer und wie zum Anfassen. Aus Mauern treten einzelne Ziegel hervor. Und Efeu, das an Wänden emporwächst, scheint nun nicht mehr wie aufgeklebt, sondern besteht tatsächlich aus einzelnen Blättern und Ranken. Vor allem das Licht gefällt, das sich als Strahlen durch Baumkronen schlägt, von Schnee reflektiert wird und Höhlen in einen sinisteren Schein taucht. Die gesamte Mittelalterwelt wirkt damit weich und bunt.

Zurück in die Vergangenheit?

Leider vermag die "Anniversary"-Fassung von Fable aber nicht durchgehend begeistern. Gelegentlich kommt es zu unangenehmen Rucklern. Im Kontrast zur sonst sehr hübschen Grafik wirken viele Animationen und vor allem die Mimik der Figuren unangenehm hölzern. Die deutsche Sprachausgabe passt absolut nicht zu den Lippenbewegungen.

Immer wieder unterbrechen auch kurze Ladepausen den Spielfluss, zum Beispiel wenn man Gebäude betritt oder in neue Gebiete wechselt. Zwar waren diese Zwangspausen ebenso im Original vorhanden, damals aber auch durch die technischen Begrenzungen der Konsole begründet. Mit der Xbox 360-Leistung hätten diese Geschichte sein müssen. Dennoch gefällt die überarbeitete "Fable"-Fassung und lässt erkennen, dass die Entwickler Hingabe und Mühe investierten. 

Was uns gefällt

Die überarbeitete Grafik gefällt und bleibt dem Look des Vorgängers trotzdem treu. Obendrein haben die Entwickler Erfolge, einige neue Rüstungen, Waffen und die Missionen aus der späteren "Fable"-Fassung, die mit dem Namenszusatz "The Lost Chapters" veröffentlicht wurde, integriert. Dazu wurden das damals oft bemängelte Inventar sowie der Charakterbildschirm neugestaltet. Bei der Steuerung darf zwischen der Tastenbelegung des Originals und der der Nachfolger gewechselt werden. Die Musik wurde kräftig aufpoliert und kann sich auch heute noch hören lassen. 

Was uns nicht gefällt

Ein Wechseln zwischen der überarbeiteten Optik und der Ursprungsgrafik ist nicht möglich. Schade. Man kann es originalgetreu nennen, doch viele der Animationen wirken einfach nicht zeitgemäß. Dazu kommt es gelegentlich zu Rucklern und nervenden Ladepausen. Die deutsche Synchronisation klingt klarer und deutlicher, ist sonst aber genauso ungewollt komisch wie vor zehn Jahren. 

Fazit

Einen ganz eigenen Helden erschaffen, heroische Taten verrichten und sich an jenen rächen, die einem die Familie nahmen: "Fable" ist damals wie heute ein spaßiges Abenteuer und ein wichtiges Stück Videospielgeschichte. Leider trüben einige Macken und technische Mängel bei der sonst recht gelungenen Frischzellenkur das Erlebnis, die bei einem Preis von 40 Euro nur schwer zu rechtfertigen sind. Wer "Fable" mag, jedoch den ersten Teil nie spielen konnte, sollte allerdings zuschlagen.

Infos zum Spiel

Titel: Fable Anniversary
Genre: Action-Rollenspiel
Publisher: Microsoft
Hersteller: Lionhead Studios
Release-Termin: 7. Februar 2014
Preis: zirka 40 Euro
System: Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Gut

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