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Project Spark: Einmal Gott spielen

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Preview Project Spark | Spiele-Baukasten | PC, Xbox 360, Xbox One  

Einmal Gott spielen

07.02.2014, 16:48 Uhr | (jr / nic) , Richard Löwenstein

Project Spark: Einmal Gott spielen. Project Spark Spiele-Baukasten für PC, Xnox 360 und Xbox One von Microsoft (Quelle: Microsoft)

Microsoft nimmt seinen Spielbaukasten "Project Spark" im August 2016 vom Netz. (Quelle: Microsoft)

Und noch ein Open World-Sandboxspiel für kreative Menschen, die mit möglichst wenig Aufwand PC- und Videospiele erschaffen wollen. Microsofts "Project Spark" will - der Name trägt es in sich - einen kreativen Funkenflug in allen auslösen, die eigenhändig und ohne Programmierkenntnisse Action-Abenteuer und Fantasy-Rollenspiele kreieren und kreuzen wollen. Das Vorhandensein eines Spiele-PC, einer Xbox One oder Xbox 360 soll alles sein, was es zur Schöpfung des nächsten Independent-Game oder Millionensellers braucht: Die Free-to-Play-Software kostet zunächst nur den Download.

Mehr Baukasten als Videospiel

Baukasten-Spiele sind beinahe so alt wie das Video- und Computergame an sich. Mithilfe von unzähligen "Construction Kits" wurden bereits in den 80er-Jahren in Heimarbeit unzählige Spielideen für den Commodore C64-Heimcomputer in die Tat umgesetzt. Moderne Editoren haben mit diesen Software-Sauriern aber nicht mehr viel gemeinsam, sind komfortabler zu bedienen und bringen schnell hübsche Ergebnisse hervor. Jedoch - wer wirklich vorzeigbare Hingucker aus der Taufe haben will, der muss nach wie vor viele Abende an Zeit investieren - das hat sich nicht geändert.

"Project Spark" knüpft an den erfolgreichen Ansatz von "Little Big Planet" auf der Playstation 3 an: Eine knallbunte, übersichtlich strukturierte und sehr einladende Benutzeroberfläche lädt zum Ausprobieren ein. Fixfertig entwickelt Minispiele belegen, dass "Project Spark" Ego-Shooter genauso hinkriegt wie Adventures oder Puzzle-Games.

Kinderleichte Bedienung

Der Schöpfungsakt verteilt sich auf mehrere, klar gegliederte Baukasten-Systeme. Mithilfe des Biome-Editor entstehen Landschaften. Ein Pinsel schürft mühelos Flüsse und Seen aus bestehenden Wiesenlandschaften. Auch Bäume oder Wälder sind in Windeseile in unbelebte Steppen gepflanzt. Per "Sculpt"-Editor und Mauscursor wachsen Hügel aus dem Boden und graben sich Täler in den Fels, so als wäre man der Herr über das Land. Simple Kamerafahrten über selbstgestaltete Landschaften entstehen so in Minutenschnelle.

Eine Fülle vielfältiger Vorlagen lädt zu Experimenten mit Kameraführung und Spielideen ein. Das integrierte Hilfesystem nimmt die Angst vor dem "weißen Blatt Papier". Viele Automatismen greifen auf Wunsch ein und platzieren beispielsweise Tiere vollautomatisch.

Gib ihm Hirn

Andere Vorhaben sind anspruchsvoller. Das "Brain"-System zur Steuerung von KI-Verhalten beispielsweise hat Facetten einer echten Programmiersprache an sich. Die grundsätzliche Idee dahinter ist, dass man einem beliebigen Objekt gewisse Verhaltensmuster zuordnet und diese dann mit "Wenn-dann"-Regeln beeinflusst. Man erstellt beispielsweise ein Objekt, das wie ein Vogel ausschaut. Dann ordnet man ihm Flugeigenschaften zu. Simple Symbole stehen für unterschiedliche Verhaltensmuster, zum Beispiel "Fliege zu Ort A". Durch Kombination von Symbolen lassen sich Verhaltensmuster verketten.

Durch Verknüpfung mit "Wenn" und "Dann"-Symbolen entstehen situationsabhängige Manöver und Reaktionen. "Wenn Held im Umkreis von zehn Metern und nicht in Deckung, dann verändere die Flugbahn" - ein solches Fluchtszenario lässt sich mithilfe des "Brain"-Editors grundsätzlich schnell umsetzen. In der Menge nehmen diese Details allerdings dann doch wieder viel Zeit in Anspruch.

Was uns gefällt

Der Download des Baukastens kostet keinen Cent. Man kann eigene Einzelspieler-Schöpfungen auch mit Freunden teilen oder Mehrspieler-Erlebnisse erschaffen. Kleine Bei-Spiele helfen einem beim ersten Kontakt mit Microsofts Spiele-Baukasten. 

Was uns nicht gefällt

Der Download des Free-to-Play-Programms mag gratis sein, Geschenke verteilt Microsoft aber nicht. Die Freischaltung vieler Inhalte kostet. Wer beispielsweise sein Game in einer Wüstenlandschaft ansiedeln möchte, muss für diese Kulisse zahlen. Und falls man sein Desert Storm-Szenario seinen Freunden zugänglich machen will, müssen diese die Freischaltung der Wüste erneut erkaufen. 

Fazit

Auch "Project Spark" lässt Spiele keineswegs von selbst entstehen. Für ernsthafte Ergebnisse muss man sich in die Bedienung reinfuchsen, kann dann aber mithilfe etlicher versteckter Hebel, Schalter und Möglichkeiten seiner Fantasie freien Lauf lassen. Dabei tut "Project Spark" einiges, damit Weltenerschaffer ihre Kreativität entfalten können. Eine neuerschaffene Umgebung mal eben zur Probe begehen, das klappt mit einem simplen Kommando und ohne Ladepause. Der Download ist kostenlos. Also warum nicht einfach mal Gott spielen.

Infos zum Spiel

Titel: Project Spark
Genre: Spiele-Baukasten
Publisher: Microsoft
Hersteller: Team Dakota
Release-Termin: Frühjahr 2014
Preis: Free-to-Play
System: PC, Xbox One, Xbox 360
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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