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First Look auf Heroes of the Storm Echtzeitstrategiespiel von Blizzard für PC und Mac

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First Look auf Heroes of the Storm | Echtzeit-Strategiespiel | PC, Mac  

Sturm und Drang der Blizzard-Helden

11.02.2014, 15:06 Uhr | Heinrich Lenhardt (jr / nic), Medienagentur plassma

First Look auf Heroes of the Storm Echtzeitstrategiespiel von Blizzard für PC und Mac. Heroes of the Storm Echtzeit-Strategiespiel (MOBA) von Blizzard für PC und Mac (Quelle: Blizzard)

Heroes of the Storm (Quelle: Blizzard)

Höllenchef Diablo verkloppt Ober-Orc Thrall, "Warcraft"-Arthas legt sich mit "Starcraft"-Kerrigan an: Ein wildes Sammelsurium von Helden und Bösewichten aus Blizzards beliebten Spiele-Reihen stürzt sich in "Heroes of the Storm" in die Schlacht. Die flotte Mischung aus Echtzeitstrategie und Online-Action verspricht einsteigerfreundliche Team-Wettkämpfe auf PC und Mac.

Cinematic Trailer zu Heroes of the Storm

Es kommt zum Clash der Titanen im Blizzard-Dota. Hier geben sich Jim Raynor, Diablo, Arthas und Co derbe auf die Mütze.

Cinematic Trailer zu Heroes of the Storm


MOBAs mobilisieren Millionen

Stürmisch hat eine zeitgenössische Spielart des Echtzeit-Strategie-Genres die Massen erobert: In der "Multiplayer Online Battle Arena" (kurz "MOBA") werden Taktik mit Rollenspiel-Elementen und einer Prise Action kombiniert. Das Resultat spielt sich straff und flott, eine typische Partie dauert selten länger als eine halbe Stunde bis Stunde.

Mitmachen kostet nichts, entsprechend astronomisch sind die User-Zahlen: Rund 67 Millionen aktive Spieler zocken mindestens einmal im Monat "League of Legends" von Riot Games. Der Marktführer kann sich nicht über Mangel an Konkurrenz beklagen: Valve ("Half-Life") betreibt "Dota 2" und WB Games schickt mit "Wächter von Mittelerde" die Prominenz aus Tolkiens "Der Herr der Ringe" in die Kampfarena. In Kürze beteiligt sich auch Blizzard an der MOBA-Schlacht. Na endlich, möchte man meinen - schließlich basiert das ganze Spielprinzip auf einer Modifikation für den Blizzard-Klassiker "Warcraft 3".

Es war einmal bei Warcraft

"Defense of the Ancients" nannten 2005 drei Fans ihren eigenen Warcraft-Multiplayer-Modus, in der Szene wurde daraus das Kürzel "Dota". Der Spieler kommandiert nicht verschiedene Truppen, sondern einen einzigen Helden, der über ganz bestimmte Spezialfähigkeiten verfügt. Deren Auswahl und Stärke wird durch die Vergabe von Punkten verbessert, welche bei jedem Level-Aufstieg spendiert werden. In Kämpfen gesammeltes Gold lässt sich zudem in den Kauf von Gegenständen investieren, um Heiltränke zu horten oder Boni auf die Kampfkraft zu erhalten. Die Fülle an taktischen Varianten bei Heldenausbau und Spielweise ist immens, zumal jeder Charakter über andere Fähigkeiten verfügt. Dauerhafte Fortschritte in Rollenspiel-Manier gibt es aber nicht, bei jeder Schlacht fangen alle Helden wieder ganz von vorne an.

Valve gegen Blizzard

Diese Kombination aus Rollenspiel- und Echtzeitstrategie-Elementen mit der Unberechenbarkeit dynamischer Mehrspieler-Begegnungen erwies sich als größter Überraschungshit seit "Counter-Strike". Dota wurde so beliebt, dass Valve einen seiner Erfinder anheuerte, um die Fortsetzung Dota 2 zu entwickeln. Blizzard liebäugelte zeitweilig mit einem Rechtsstreit, schließlich ging die Geburt des Spielmodus auf deren Warcraft 3 zurück. Doch die Titanen der PC-Spieleszene einigten sich gütlich, und Blizzard taufte sein eigenes MOBA-Projekt wiederholt um: von "Blizzard Dota" über "Blizzard All-Stars" in Heroes of the Storm.

Eine Chance für Neulinge

Während etablierte Titel wie Dota 2 sich primär an Fans und Kenner richten, soll Heroes of the Storm auch Einsteiger mit den Freuden der Online-Scharmützel vertraut machen. Blizzard bezieht sich auf das Firmenmantra "Leicht zu lernen, schwer zu meistern", beschwört Teamgeist und strebt kürzere Spielrunden an, bei denen eine Partie schon nach 15 bis 20 Minuten gelaufen ist.

Auf den ersten Blick hat der Ablauf die MOBA-übliche Wuseligkeit: Zehn auf zwei Mannschaften verteilte Helden flitzen zusammen mit vom Computer gesteuerten Mini-Einheiten umher. Im Gegensatz zu Dota 2 und League of Legends leveln alle Mitglieder eines Teams gemeinsam, wenn im Kollektiv genug Punkte gesammelt wurden. Zudem verzichtet Heroes of the Storm auf Gold und Charakter-Items, dafür darf man alle paar Levels zwischen ein paar Talenten wählen.

Gameplay-Trailer zu Heroes of the Storm

Erste Spielszenen vom heiß erwarteten Blizzard-Dota.

Gameplay-Trailer zu Heroes of the Storm


Die einzelnen Karten versprechen mehr Abwechslung als die typische Schlachtfeldaufteilung in drei umkämpfte Bahnen, welche die verfeindeten Hauptquartiere verbinden. Bei der "Schwarzherzbucht" schießt zum Beispiel ein Geisterschiffkapitän Salven aufs feindliche Lager, wenn man ihm aufgesammelte Golddublonen bringt.

Beim Blizzard-Personal bedienen

Dutzende von Spielfiguren sind geplant; zwei Jahrzehnte Blizzard-Spielegeschichte bescheren dafür einen reich bestückten Fundus an Heldentypen. Die einzelnen Charaktere lassen sich grob in vier Kategorien aufteilen, die für jeden Geschmack etwas bieten sollen: Assassinen teilen am meisten Schaden aus, Krieger stecken am meisten ein, Unterstützer und Spezialisten helfen der ganzen Gruppe mit Heilung und anderen Buffs.

In jeder Partie darf ein Held nur einmal vertreten sein, ansonsten gibt es keine Einschränkungen. Bei der Zusammenstellung der Teams wird wenig Rücksicht auf den Story-Hintergrund der einzelnen Spielserien genommen. Generell nimmt sich Blizzard nicht übertrieben ernst: Zum Beispiel inspirierte die Firmen-Hausband ETC den gleichnamigen Gitarre-bewehrten Tauren-Spielhelden, der mit der Fähigkeit "Moshpit" Gegner zum Tanzen zwingt.

Kostenlose Helden-Gaudi

Beim Bezahlmodell orientiert sich Heroes of the Storm an den etablierten MOBA-Hits: Das Spiel an sich ist kostenlos, aber man kann freiwillig Geld ausgeben, um bestimmte Helden-Spielfiguren und Skins zu kaufen, welche das Aussehen individualisieren. Dadurch wird ein Charakter nicht stärker, fällt aber mehr auf. "Sitzt Raynor da etwa auf einem Regenbogen-Pony?" fragt die Pressemitteilung nicht etwa im Scherz - ein solches Reittier lässt sich allen Ernstes kaufen. Der Diablo im Murloc-Kostüm fällt auch gut auf.

Was uns gefällt

Das MOBA-Genre könnte einen Einsteiger-freundlichen Vertreter gut vertragen und gegen ein kostenloses neues Blizzard-Spiel haben wir nie etwas einzuwenden - das US-Studio ist schließlich ein Garant für kurzweilige Freizeit-Killer. Das gemeinsame Teamkonto für Erfahrungspunkte betont das Zusammenspielen und belohnt Unterstützer-Rollen, bei denen man seltener an vorderster Front kämpft..

Was uns nicht gefällt

Das Team-Gewimmel erinnert doch sehr ans Spielgefühl von League of Legends oder Dota 2, die bereits riesige etablierte Communities haben. Der Eintopf aus Promi-Charakteren verschiedener Blizzard-Spielserien wirkt etwas eigentümlich: An Diablo als berittenen "Helden" oder Kämpfe zwischen Starcraft- und Warcraft-Figuren wird man sich gewöhnen müssen.

Fazit

Action-Taktik-Quickies für zwischendurch: Mit Blizzard knöpft sich eines der renommiertesten Strategiespiele-Studios das Trendgenre MOBA vor. Ausgeklügeltes Kartendesign, bekannte Helden, (relativ) leichte Zugänglichkeit und Nulltarif sind die Lockstoffe, mit denen Millionen Spieler in die Online-Arena gelockt werden sollen.

Infos zum Spiel

Titel: Heroes of the Storm
Genre: Echtzeitstrategie (MOBA)
Publisher: Activision Blizzard
Hersteller: Blizzard Entertainment
Release: 2014
Preis: Free-to-Play (optionale Mikrotransaktionen)
System: PC, Mac
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Gut

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