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Riesenaffe ohne Biss: Test zum Jump'n'Run Donkey Kong Country Tropical Freeze für Wii U

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Test Donkey Kong Country: Tropical Freeze | Jump'n'Run | Wii U  

Riesenaffe ohne Biss

19.02.2014, 15:11 Uhr | (jr / nic), Richard Löwenstein

Riesenaffe ohne Biss: Test zum Jump'n'Run Donkey Kong Country Tropical Freeze für Wii U. Donkey Kong Country: Tropical Freeze Jump'n'Run für Wii U (Quelle: Nintendo)

Donkey Kong Country: Tropical Freeze (Quelle: Nintendo)

Rückkehr des Riesenaffen: Seinen allerersten Auftritt hatte Donkey Kong im Jahr 1981. Während die meisten Videospiel-Figuren aus dieser Ära längst dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen sind, hält sich der nach King Kong zweitberühmteste Gorilla der Welt wacker. Wie andere Videospiel-Klassiker aus dem Hause Nintendo schafft er das, indem er sich alle paar Jahre mit Gameplay nach dem Motto "Genial einfach – einfach genial" in Erinnerung ruft. So ganz frisch ist der jüngste Ableger "Donkey Kong Country: Tropical Freeze" allerdings nicht geraten. Denn wie der Meister dieses Mal über die Wii U-Konsole springt und sprintet, das wirkt etappenweise doch ziemlich eingerostet.

Knapp ein Vierteljahrhundert später

Bei seinem Debüt in der Spielhalle trommelte Donkey Kong wild auf seiner Brust herum und machte einen auf Riesenaffe, der unschuldige Prinzessinnen entführt. Einige Zeit später entwickelte sich der böse Primat aber zum populären Helden zahlreicher Jump'n'Run-Herausforderungen. Erster Hingucker war das 1991 erschienene "Donkey Kong Country" aus dem Hause Rare.

Knapp 23 Jahre später macht das unter den Fittichen der Retro Studios entstandene "Tropical Freeze" gar nicht so viel anders. Donkey Kong rennt erneut durch kunterbunte Kulissen, hüpft über tiefe Schluchten und schwingt an Lianen durch den Dschungel. Der Spieler beeinflusst das Tempo, löst Sprünge aus und lenkt Donkey Kong an beißwütigen Haien und polterenden Felsbrocken vorbei. Die Kamera zeigt die Ereignisse von der Seite. Alles sehr retro.

Bekannte Ideen neu verpackt

Aber während das erste Hüpfspiel aus der "Donkey Kong Country"-Reihe im Jahr 1991 mit seiner für damalige Verhältnisse überwältigenden Grafik die Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte, fehlen "Tropical Freeze" solche einzigartigen Aha-Momente. Das Ganze fühlt sich ein bisschen zu sehr nach einem Remake vertrauter Ideen an. Dass Plattformen unter den Pfoten des Helden bersten und Plattformpflanzen unter Belastung zu wachsen beginnen und einen in luftige Sphären tragen - all das hat man als Kenner des Genres schon etliche Male erlebt. Und dass Donkey Kong den kleinen Diddy Kong auf seinem Rücken tragen und dadurch etwas weitere Sprünge schaffen kann, ist auch nicht unbedingt neu.

Action durch Perspektivwechsel

Höhepunkte basieren in "Tropical Freeze" weniger auf dem Gameplay als vielmehr auf der hübschen Inszenierung. Wenn Sammelbananen dutzendweise über den Bildschirm taumeln und Bäume im Hintergrund zum Rhythmus der fröhlichen Musik tanzen, dann verbreitet sich unweigerlich gute Laune.

Mitreißende Effekte ergeben sich beispielsweise dann, wenn die Kamera aus der üblichen 2D-Perspektive ausbricht und die Achterbahnfahrt des Affen durch eine stillgelegte Mine aus der Ich-Perspektive zeigt. Im Anschluss haben die Entwickler die Kamera übrigens nicht in die Seitenperspektive zurück bugsiert, sondern sie verharrt in einer schräggestellten Position. Warum, wieso, wozu? Ganz einfach - durch diese Perspektive blickt man tiefer in die Mine hinein und kann flotter auf gebrochene Gleise, kullernde Felsen und andere Hindernisse reagieren.

Mehr Spaß im Koop-Modus

Man zuckt schon mal zusammen, wenn ein bildfüllender Oktopus mit gewaltigen Tentakeln den Weg des Affen kreuzt, und fühlt eine herrlich Zufriedenheit in sich, nachdem man dessen Fang- und Ramm-Attacken mit Hilfe von nahezu übermenschlichen Reflexsprünge entkommen ist. Was übrigens nur ein schwieriges Unterfangen von vielen ist. "Tropical Freeze" reiht eine heftige Herausforderung an die andere, verlangt nach ungewöhnlich guter Reaktion und viel Nachsicht.

Im Fall eines Heldentodes tritt Donkey Kong an Rücksetzpunkten in Aktion, die mitunter weit von der fatalen Stelle entfernt sein können. Mehrmaliges Wiederholen ein- und derselben Passage ist daher an der Tagesordnung. So mancher Einzelspieler könnte das als allzu strapaziös empfinden. Aber wenn man die Herausforderung im Koop-Modus zu zweit an einer Konsole angeht, verliert sich der Frust und löst sich in gemeinsamem Wohlgefallen auf.

Was uns gefällt

Die Aneinanderreihung etlicher Reaktions- und Geschicklichkeitstests in sechs kunterbunten Kapiteln fühlt sich flüssig und gut kontrollierbar an. Die Bosskämpfe sind in Etappen gestaffelt und bilden einen denkwürdiges Finale für jedes Kapitel. Witzig: Man kann Levels im Speedrun-Stil spielen und seine Ergebnisse per Online-Rangliste mit anderen vergleichen.

Was uns nicht gefällt

Das Gameplay verlässt sich auf einfallslose Variationen vertrauter Geschicklichkeits- und Reaktionstests. Ohne neue Kopfnüsse oder andere Überraschungen wirkt "Tropical Freeze" weniger motivierend und geistreich als beispielsweise ein "Rayman Legends" oder ein "Super Mario 3D World".

Fazit

So ganz leicht fällt die Beurteilung von "Tropcial Freeze" nicht. Das Jump'n'Run-Erlebnis wird getragen durch eine charmante Inszenierung und viele visuelle Höhepunkte. Besonders viel Spaß macht "Tropical Freeze" zu zweit an einer Konsole. Allerdings verlässt sich das Gameplay allzu sehr auf Elemente, die bereits seit den 90er-Jahre-Produktionen "Donkey Kong Country" und "Sonic" gang und gäbe sind. Genrekenner werden daher in acht Stunden Spieldauer kaum Überraschungen erleben und wenig Drang zum wiederholten Durchspielen in sich spüren.

Infos zum Spiel

Titel: Donkey Kong Country - Tropical Freeze
Genre: Jump'n'Run
Publisher: Nintendo
Hersteller: Retro Studios
Release-Termin: 21. Februar 2014
Preis: zirka 45 Euro
System: Wii U
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Gut

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