Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

"Call of Duty: Ghosts - Onslaught": Shooter-DLC mit wechselndem Niveau

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Test zu Call of Duty: Ghosts - Onslaught | Ego-Shooter-DLC | PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One  

Shooter-Nachschub mit wechselndem Niveau

27.02.2014, 16:53 Uhr | Olaf Bleich (jr / nic), Medienagentur plassma

"Call of Duty: Ghosts - Onslaught": Shooter-DLC mit wechselndem Niveau. Call of Duty Ghosts - Onslaught Add-on zum Ego-Shooter von Infinity Ward für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One (Quelle: Activision)

Call of Duty Ghosts - Onslaught (Quelle: Activision)

Die große Download-Welle rollt: Erst kürzlich erschien das Zusatzpaket "Second Assault" für "Battlefield 4". Nun zieht Activisions "Call of Duty: Ghosts" mit seinem ersten echten DLC "Onslaught" auf PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One nach. Onslaught besteht zunächst einmal aus den vier Mehrspielerkarten "Fog", "Containment", "Ignition" und "Bayview". Die gute Nachricht vorweg: Keine dieser Maps ist unspielbar oder misslungen. Dennoch schwankt die Qualität stark. Stellt sich die Frage: Braucht man den Zusatzinhalt wirklich, und stimmt angesichts des nicht unbedingt schnäppchenverdächtigen Preises von rund 15 Euro die Qualität? 

Baller-Alltag

Die vielleicht gewöhnlichste Karte in dem Quartett ist "Ignition" - eine Neuinterpretation der "Modern Warfare"-Map "Scrapyard". Wie in "Call of Duty" fast schon üblich kämpfen sich die Spieler hier durch ein Trümmerfeld vor einer Raumfahrtbasis. Das Gelände mischt dabei allerlei Verstecke und Innenräume mit offenen Flächen, die speziell für Scharfschützen ein ideales Arbeitsumfeld bieten. Trotz des startenden Shuttles ist "Ignition" allerdings weder sonderlich kreativ noch atemberaubend hübsch. Halt eine solide Map für zwischendurch, aber sicher nicht mit dem Potenzial zum Publikumsliebling.

Bombenstimmung

"Containment" gefällt da schon eine Spur besser. Zwar liefert die in einem mexikanischen Dorf angesiedelte Kampfstätte nur Grafik-Durchschnitt. Allerdings ist der klare Aufbau der Stadt mit einem netten Twist versehen: Die beiden Ufer des Orts werden nämlich durch eine Brücke verbunden, auf der ein Militärfahrzeug samt Atombombe liegen geblieben ist. In der Nähe des Sprengsatzes funktionieren elektronische Hilfsmittel nicht mehr, zudem befindet sich unweit der Pannenstelle ein Kirchturm, von dem aus Sniper neugierige Katastrophentouristen aufs Korn nehmen. Per Field-Order lässt sie die Bombe natürlich auch hochjagen, was wiederum alle Gadgets freischaltet.

Die guten Seiten

Allerdings fährt "Onslaught" nicht nur Standard- ,sondern auch Premium-Ware auf. Insbesondere die Maps "Fog" und "Bayview" sind erstklassig gelungen und überzeugen mit tollem Layout und frischen Szenarien. "Bayview" setzt sich optisch merklich von allen bisherigen Karten für Call of Duty: Ghosts ab, denn es spielt an einer typisch amerikanischen Küstenpromenade inklusive Buden, langen Wegen und einer im Kreis fahrenden Touristenbahn.

"Bayview" sieht dank des hellen und freundlichen Settings deutlich hübscher aus als die meist finsteren Maps aus Call of Duty. Doch die Karte bietet auch spielerischen Mehrwert: Die Bahn ist eine tolle Möglichkeit für Schützen, um schnell einige Abschüsse zu landen. Zudem bietet die Promenade schöne Duellmöglichkeiten für Scharfschützen und Soldaten.

Nebel des Grauens

Die kreativste Map im Onslaught-DLC ist allerdings "Fog" - denn hier weicht das Spiel von seinem üblichen Militär-Kontext ab und wird plötzlich zum Gruselspiel. Die Spieler bekriegen sich in einem nebeligen Sumpfgebiet mit allerlei typischem Grusel-Inventar wie verwaisten Zeltstätten und okkulten Schreinen. Die Sichtweite ist dadurch stark eingeschränkt, sodass es hier eher auf kurze Distanz zur Sache geht.

Der Clou: Per Field-Order verwandelt man sich - nach entsprechenden Abschussserien - in den Serienkiller Michael Myers. Bewaffnet mit einer blutigen Axt, regenerierender Energie und Dauersprints, geht man hier zur Musik von "Halloween" auf Beutefang. Verrückt, aber verdammt atmosphärisch!

Nur eine neue Waffe

Als kleinen Zusatz gibt es in "CoD: Ghosts - Onslaught" die Maverick, eine Mischung aus Sturm- und Scharfschützengewehr. Die Funktionalität wählt man vor der Runde aus. Die Waffe ist eine prima Ergänzung zum bisherigen Arsenal, allerdings hätte Infinity Ward auch durchaus mehr als nur einen neuen Ballermann spendieren können.

Kampf den Aliens

Zudem erweitert der DLC den im Hauptprogramm zuletzt vernachlässigten Extinktion-Modus um das erste Kapitel "Nightfall". In diesem geht man in einer oberflächlich erzählten Geschichte den Ursprüngen einer Alien-Invasion auf den Grund. Der Plot ist nicht sonderlich aufregend, aber immerhin hält er die wilden Missionen lose zusammen. Spielerisch ist Extinktion ausgesprochen simpel: Mit bis zu vier Spielern kämpfen Sie hier gegen in Horden auftauchende Außerirdische.

Zwar lässt Ihnen das Spiel zumeist die Wahl, welche Knotenpunkte Sie zuerst aufsuchen wollen. Im Endeffekt aber wehrt man doch nur eine Gegnerwelle nach der anderen ab. Immerhin: Die auftauchenden Monster besitzen unterschiedliche Fähigkeiten. Das Phantom teleportiert sich beispielsweise über die Karte, und die Breeder sind turmhohe Kreaturen, die als Boss-Gegner ihren Nachwuchs auf die Soldaten hetzen und mit mächtigen Explosionen für Wirbel sorgen. Aber insgesamt mangelt es dem Extinktion-Modus leider etwas an Spieltiefe und Inspiration.

Was uns gefällt

In "Call of Duty: Ghosts - Onslaught" gibt es keinen Totalausfall: Alle Karten sind wenigstens solide, der Extinktion-Modus bietet einigermaßen kurzweilige Unterhaltung, und das Maverick-Gewehr mit seinen zwei Varianten ergänzt die bereits vorhandenen Waffen sinnvoll. Die beiden Maps "Fog" und "Bayview" haben es in Sachen Kreativität mächtig in sich und heben sich deutlich vom Rest des DLC ab. 

Was uns nicht gefällt

Insgesamt ist der Umfang des DLC von für einen Preis von 15 Euro dürftig. Von den vier Karten stechen nur zwei heraus. Dazu gibt es nur eine neue Waffe. So solide der Inhalt sein mag, für 15 Euro darf man einfach mehr erwarten. 

Fazit

"Call of Duty: Ghosts - Onslaught" ist ein durchwachsenes Zusatzpaket. Die Karten "Fog", "Bayview" und mit Abstrichen "Containment" überzeugen. Aber der Umfang und die Qualität des arg simplen Extinktion-Modus lassen zu wünschen übrig. Für 15 Euro ist der DLC daher nur für eingeschworene Call of Duty-Freaks vorbehaltlos zu empfehlen.

Infos zum Spiel

Titel: Call of Duty: Ghosts - Onslaught (Add-on / Hauptspiel erforderlich)
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Activision
Hersteller: Infinity Ward
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 15 Euro
System: PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Befriedigend

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal