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Kinect: Britischer Geheimdienst zog Massenüberwachung in Ewägung

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Kinect: Britischer Geheimdienst zog Massenüberwachung in Erwägung

03.03.2014, 10:48 Uhr | nic / jr

Kinect: Britischer Geheimdienst zog Massenüberwachung in Ewägung. Xbox 360 (Quelle: Microsoft)

Xbox 360 (Quelle: Microsoft)

Wie die britische Tageszeitung "The Guardian" berichtet, soll der britische Geheimdienst GCHQ ("Government Communications Headquarters") ausgewertet haben, ob die Kinect-Kamera der Xbox 360 zu Zwecken der Massenüberwachung von Privathaushalten genutzt werden kann. Das geht aus Dokumenten des Geheimdienstes aus den Jahren 2008 bis 2010 hervor, die von dem Whistleblower und Ex-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden offengelegt wurden. Tatsächlich wurden in diesem Zeitraum im Rahmen des Programm "Optic Nerve" Webcam-Daten von Yahoo-Nutzern abgegriffen und gespeichert. Während Millionen Yahoo-Nutzer tatsächlich über ihre Webcam ausspioniert wurden, dachte man bei dem Xbox 360-Zubehör offenbar lediglich nur über den möglichen Nutzen und das Potential als Überwachungsinstrument nach.

Kinect: Der Geheimdienst war interessiert

In dem offengelegten Dokument beschreibt der Geheimdienst GCHQ, dass die Kinect den handelsüblichen Webcams sehr ähnlich sei und während dieser Zeit auf ihre Nützlichkeit geprüft wurde. Ob der Geheimdienst sich tatsächlich Zugriff auf die Microsoft-Server verschafft hat und möglicherweise auch Bilder aus Privathaushalten mit Hilfe der Kinect sammeln konnte, ist aber unklar. Anders ist das bei den 1,8 Millionen Bildern, die 2008 innerhalb einer Testphase von sechs Monaten von Yahoo-Usern über ihre Webcams gesammelt wurden. Den Dokumenten zufolge, die dem Guardian vorliegen, sollen die Kameras dabei alle fünf Minuten ein Foto aufgenommen und an die GCHQ-Datenbank verschickt haben.

"Die Gesichtserkennung hat das Potential, bei der Auswahl von Bildern für Fahndungsfotos oder sogar für Gesichts-Identifizierung hilfreich zu sein, indem der Winkel des Gesichts ausgewertet wird", zitiert der Guardian aus den Papieren. "Die besten Bilder dazu sind die, in denen die Person mit dem Gesicht gerade in die Kamera schauen." Das Optic Nerve Programm soll 2008 als Prototyp gestartet sein, blieb aber bis 2012 aktiv.

Microsoft: Spionage gegen die Firmenrichtlinien

Hersteller Microsoft gibt in seinen Privatsphäre-Richtlinien klar zu verstehen, dass man Kinect nicht dazu nutzen wird, um seine User auszuspionieren, oder mit der Regierung zusammenzuarbeiten, indem man ihr Zugang zur Kinect-Technologie verschafft. Vor der Veröffentlichung der neuen Konsole Xbox One versuchte das Unternehmen zu kommunizieren, dass es der neuen Kinect nicht einmal möglich sei, Audio oder Videoaufnahmen zu machen, wenn der User in den Privacy-Einstellungen seine Zustimmung nicht gibt. Das Mikrofon reagiere nur auf spezielle Sprachbefehle der Konsole, nicht auf normale Gespräche.

Gegenüber "Polygon" erklärte ein Microsoft-Sprecher, dass man von dem Optic Nerve-Programm keine Kenntnis hatte: "Microsoft hat von diesem Programm niemals etwas gehört. Allerdings sind wir beunruhigt über alle Berichte über Regierungen, die heimlich private Kundendaten sammeln. Deshalb haben wir im Dezember ein weitgehendes Projekt gestartet, die Verschlüsselung unserer Dienste zu erweitern."

Lauschaktion bei den wütenden Vögeln

Von einer ähnlichen Lauschaktion wurde kürzlich im Zusammenhang mit dem prominenten Mobile Game Angry Birds berichtet. Hier sollen sowohl GCHQ als auch NSA Nutzerdaten von einer unsicheren Angry Birds-App gesammelt haben soll. In einem Statement stellte Entwickler Rovio klar, dass man keine Daten teile und nicht mit Regierungseinrichtungen zur Spionage wie NSA oder GCHQ zusammenarbeite. Wenn die Geheimdienste die Werbenetzwerke anzapfen würden, die auch Angry Birds nutzt, dann sei aber keine einzige Website, keine App und kein Programm mit entsprechenden Werbeeinblendungen vor der Überwachung durch Geheimdienste sicher.

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