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Titanfall im Test: Krieg mit Robotern spielen

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Test Titanfall | Multiplayer-Egoshooter | PC, Xbox One, Xbox 360  

Titanfall: Krieg mit Robotern spielen

19.03.2014, 08:10 Uhr | Michael Förtsch (jr / nic) , Richard Löwenstein

Titanfall im Test: Krieg mit Robotern spielen. Titanfall Ego-Shooter von Respawn Entertainment für Xbox One und Xbox 360 (Quelle: Electronic Arts)

Titanfall (Quelle: Electronic Arts)

Schnell, gigantisch und verdammt explosiv: Mit "Titanfall" liefert Respawn Entertainment - ehemals als kreative Kraft für die "Call of Duty"-Reihe mitverantwortlich - einen Action-Kracher und zugleich einen echten Pluspunkt für die Xbox One ab. Der futuristische Multiplayer-Egoshooter macht auf der neuen Microsoft-Konsole richtig Dampf - das gilt allerdings auch für die Xbox 360 und den PC. Von einer Exklusivproduktion kann also keine Rede sein, von einem Experiment allerdings schon. Denn Entwickler Respawn und Publisher Electronic Arts verzichten komplett auf eine Einzelspieler-Kampagne. Ein Actiongame, das sich völlig auf den Mehrspieler-Modus fokussiert - kann das gut gehen? In der Tat - es kann.

Titanfall: Kein Internet, kein Spielspaß

In Titanfall stehen sich ein kompromissloser Konzern und die dazugehörige Widerstandsbewegung gegenüber. Beide kämpfen in Kolonien am Rande der Galaxis mit Soldaten und Kriegsrobotern um die Vorherrschaft. Eigentlich eine etwas matte Handlung für eines der meisterwarteten Games des Jahres 2014. Doch ist das bei "Titanfall" fast schon wieder konsequent. Denn das Game ist ein reiner Multiplayer-Shooter. Die Handlung spielt keine allzu wichtige Rolle. Schon eher die Internetverbindung, denn ohne läuft hier nichts.

Selbst im sogenannten "Online Story"-Modus steuert der Spieler seinen Soldat aus Ego-Sicht über Multiplayer-Karten und feuert mit Karabiner und Pistole auf Kontrahenten aus dem Netz. Nur, dass hier deutsche Audio-Einsprecher und Filmsequenzen die Hintergründe der einander in Abneigung verbundenen Spielparteien - also des Konzerns IMC und den Miliz-Widerständlern - erläutern. Doch dieser zweieinhalbstündige Modus dient sowieso eher als Aufwärmübung vor dem Kernspiel. Gemeint ist der umfangreiche Mehrspieler-Part. Und der fühlt sich ganz ähnlich an wie der Call of Duty-Ableger "Modern Warfare 3".

Titanfall: Revolution im Genre Ego-Shooter?

Die "Titan"-Mechs und die Bewegungsfreiheit im Gameplay-Trailer zum Story-Modus in Titanfall lassen uns staunend und mit dem Verlangen nach mehr zurück.

Mechs und die Bewegungsfreiheit lassen uns staunen.


Verdammt viel los

In fünf Spielmodi werden Flaggen geklaut, markierte Punkte erobert und gehalten, mehr Abschüsse als das Konkurrenzteam eingefahren, reine Robot-Schlachten ausgetragen und gezielt Titan-Piloten ausgeschaltet. Stets treten dabei sechs gegen sechs Spieler auf kompakten Karten an. Klar, verglichen mit 64 Kerls in "Battlefield 4" ist das wenig. Jedoch huschen auch etliche Computer-gesteuerte Soldaten umher: Kanonenfutter. Sie machen alles lebendiger und befriedigender. Rauscht man durch Gänge und über Dächer, um den nächsten Zielpunkt zu nehmen und schießt anbei einige KI-Krieger um, fühlt sich das einfach gut an. Zielen und feuern wird so rasant zum Automatismus.

Tatsächlich spielt sich "Titanfall" irrsinnig flüssig. Klassische Laufwege al á "Call of Duty" gibt's nicht, stattdessen springt man dank Raketengürtel meterhoch und flitzt an Wänden entlang, zieht sich an Absprüngen hinauf, hechtet über Balkone, Felsvorsprünge, Antennen … nichts scheint unerreichbar. Das macht "Titanfall" besonders.

Bewegung siegt

Nur wer auf den 15 Karten - ganz egal ob im Dschungel, in der Fabrikanlage oder in einer zerstörten Stadt - in Bewegung bleibt, überlebt. Rasant verinnerlicht man die handliche Steuerung und begreift, dass Dächer sicherer sind als Straßen. Nicht zuletzt, wenn die titelgebenden Titanen losmarschieren.

Jeder Spieler kann nach Ablauf eines Countdowns von wenigen Minuten seinen persönlichen Stahlkoloss rufen. Drei verschiedene Typen stehen dabei zur Verfügung: Der "Ogre" ist langsam, hält aber viel aus. Der "Stryder" ist schnell, dafür aber verletzlich, während der "Atlas" das solide Mittelmaß verkörpert. Der Spieler kann seinen Titan selbst steuern oder ihn im Automatik-Modus sich selbst überlassen. Als Robot-Pilot kann man enormen Schaden anrichten. Werden feindliche Krieger nicht gleich platt getreten, pustet man sie mit der 40-Millimeter-Kanone oder mit dem Mehrfachraketenwerfer weg. Fühlt sich verdammt kraftvoll an.

Der Fall der Titanen

Dennoch - die Mechs sind keine Superwaffen. Wenn die Piloten richtig zusammenarbeiten, können sie die Kampfanzüge flott zu Fall bringen. Springt ein Soldat ihnen auf den Kopf, dann kann er sich wie ein ein Rodeo-Reiter dort festkrallen und mit seiner Waffe gezielt die Elektronik des Kolosses zerstören.

Krachen zwei der Titanen aufeinander, kommt es zu einem wahren Schlachtfest. Hier zeigt auch die gute alte Source Grafik-Engine, was noch in ihr steckt. Funken fliegen, Rauch nimmt die Sicht, Stahl und Blech sausen umher. Das ist zwar nicht ganz so imposant wie das Feuerwerk, das der Römer-Schlachter "Ryse" oder der Playstation 4-Shooter "Killzone: Shadow Fall" abfackeln. Doch sind die Bilder hübsch, detailreich und vor allem flott. Der Bildaufbau mit 60 Frames pro Sekunde garantiert flüssiges Gameplay und unmittelbare Reaktionen auf das was, man am Controller tut. Nur im Spielmodus "Last Titan Standing", in dem alle Teilnehmer einer Partie mit Kolossen umher stapfen, ruckt die Grafik auf der Xbox One gelegentlich.

Belohnung, Belohnung, Belohnung

Was fesselt aber nun so an "Titanfall"? Die Antwort: Der simple Spielspaß und der stete Strom der Belohnungen. Denn das Krieger-Alter-Ego und sein Titan lassen sich immer weiter ausbauen. Sind zu Anfang nur kleine Anpassungen des eigenen Recken möglich, werden unter Einsatz der mit Abschüssen, durch das Einnehmen von Checkpoints und auf andere Weise erspielten Punkten weitere Level freigeschaltet. Insgesamt 50 gibt’s davon in der Basisversion des Spiels.

Mit ihnen werden zusätzlich zum Startarsenal immer neue Waffen wie die Spitfire-Maschinenpistole, das Kraber-Scharfschützengewehr oder die Charge-Elektro-Kanone verfügbar. Dazu erntet der Spieler mit jedem Match sogenannte "Burn-Cards": Fähigkeiten, aus denen er für das nächste Gefecht - beispielsweise "Schneller laufen", "mehr Punkte für Abschüsse", "mehr Schaden" und so weiter - auswählen darf. All das sorgt für Impulse, andere und frische Spielerfahrungen. Das motiviert über viele Stunden.

Was uns gefällt

Der Spielfluss von "Titanfall" ist intuitiv, schnell und motiviert für lange Zeit. Die KI-Gegner sichern einem rasche Erfolgserlebnisse, und die Titanen sorgen für ein David-gegen-Goliath-Gefühl. Dazu überzeugt die Steuerung, die schnell erlernt, aber erst nach vielen Stunden gemeistert ist. Obendrein motivieren Belohnungen zum Weiterspielen und lockern das persönliche Spielgefühl immer wieder auf.

Was uns nicht gefällt

Der "Online-Story"-Modus hat seinen Namen nicht unbedingt verdient. Das bisschen Handlungsrahmen wirkt lieb- und einfallslos. Die wenigen vorgestellten Charaktere bleiben kaum im Gedächtnis und ihren Funksprüchen und Erzählungen kann man innerhalb eines Gefechts kaum folgen. Dass Gamer ohne Internetverbindung "Titanfall" nicht spielen können, liegt wiederum in der Natur der Sache.

Fazit

Ist "Titanfall" nur ein "Call of Duty" mit Robotern? Nein. Der Mehrspieler-Shooter punktet mit gutem Spielfluss, eigenen Ideen und viel Aktionsfreiheit. "Titanfall" ist eines jener Spiele, bei dem man schlicht die Zeit vergisst und viele spannende Stunden verbringt. Dennoch schmerzt das Fehlen einer echten Kampagne oder zumindest einer liebevoll vorgetragenen Geschichte.

Infos zum Spiel

Titel: Titanfall
Genre: Ego-Shooter
Publisher: ElectronicArts
Hersteller: Respawn Entertainment
Release-Termin: 13. März 2014
Preis: zirka 50 Euro (PC) / zirka 65 Euro (Konsolen)
System: Xbox 360, Xbox One, PC
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Sehr gut

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