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Test zu Yoshi's New Island für Nintendo 3DS: Bunter geht's nimmer

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Test Yoshi's New Island | Jump'n'Run | 3DS  

Bunter geht´s nimmer

18.03.2014, 08:59 Uhr | (jr / nic), Richard Löwenstein

Test zu Yoshi's New Island für Nintendo 3DS: Bunter geht's nimmer. Yoshi's New Island Jump'n'Run für Nintendo 3DS (Quelle: Nintendo)

Yoshi's New Island (Quelle: Nintendo)

Als wäre ein Farbmalkasten in der 3DS-Konsole explodiert: So sieht "Yoshi's New Island" aus. Im neuen Jump'n'Run aus dem Hause Nintendo grinsen Blumen vom Himmel, Bäume wippen im Wind, und die Kulissen tanzen im Takt zur Musik. Kann ein Videospiel bessere Laune verbreiten als das neue Jump'n'Run mit Yoshi? Erfreulicherweise macht auch das Gameplay des Mobile Games viel Spaß: Die Nintendo-Produktion für die 3DS-Konsole kombiniert visuellen Charme über weite Strecken mit ordentlicher Spieltiefe.

Zu Hilfe: Baby entführt!

In knallbunten Bilder und von herrlich einlullender Musik unterlegt erzählen die ersten paar Intro-Minuten von einem friedlichen Land aus dem die Babys kommen. Nennen wir es mal Storchhausen, denn gleich in den ersten Augenblicken fängt die Kamera einen Storch ein. Er soll Baby Mario und Baby Luigi zu seinen Eltern transportieren. Leider hat eine böse Koopa-Schildkröte namens Kamek andere Pläne und interveniert bei der Zustellung. Und so kommt es, wie es kommen muss: Baby Luigi wird entführt, Baby Bowser treibt passend dazu noch etwas Schabernack, und Held Yoshi treibt es dazu, zur Rettung des kleinen Luigi aufzubrechen - mit Baby Mario auf dem Rücken.

Jump'n'Run alter Schule

Schade, dass nur Brabbelei anstelle einer echten, verständlichen Sprachausgabe das Rahmenprogramm illustriert. Man darf wohl getrost davon ausgehen, dass der kunterbunte Look vor allem auf ganz junge Gamer anziehend wirkt - und die dürften mit der Lektüre der begleitenden Bildtexte ihre liebe Not haben.

Viel verpassen tun sie andererseits nicht, denn das Gameplay von Yoshi's New Island lebt weder von raffinierten Charakteren noch von einer ausgefeilten Handlung, sondern ganz und gar von seinen Qualitäten als Jump'n'Run. Mit Baby Mario auf dem Rücken eilt Yoshi durch wechselnde Kulissen, springt über Schluchten, springt auf Plattformen herum und hüpft Angreifern auf den Kopf. Die sehr geradlinig inszenierten Geschicklichkeits- und Reaktionstests erinnern stark an den DS-Vorgänger "Yoshi's Island DS" aus dem Jahr 2006.

Gut und flüssig spielbar

Durch vorbildlichen Spielfluss und häufige Variationen vertrauter Gameplay-Elemente baut Yoshi´s Island eine starke Sogwirkung auf. Manchmal kommt es einem so vor, als hätte man ein Spielelement schon tausendmal gesehen - schwupps bildet es reizvolle Facetten aus, die das Ganze schwungvoll aufbereiten. Baby Mario zum Beispiel: Er wirft auf Kommando mit Eiern um sich. In der Praxis heißt das: Yoshis Lauf stoppen, kleines Fadenkreuz aktivieren, es in Richtung eines Angreifers ausrichten und Aktionstasten antippen - und schon startet der Beschuss.

Eierlegender Wollmilch-Yoshi

Im weiteren Spielverlauf gewinnt die Sache an Pfiff, weil es die Eier in zig Variationen gibt. Manche Eier schleudern Angreifer aus dem Bild. Andere wachsen auf Bildgröße heran und wühlen sich wie ein Bulldozer durch die Landschaft, legen Felsen, Steine und Gegner in Schutt und Asche. Manchmal kommen dabei Geheimkammern oder Goldmünzen zum Vorschein, ein andermal machen sie den Weg zum nächsten Etappenziel gangbar.

Das können zum Beispiel auch Kämpfe gegen XXL-Bossgegner sein. Meistens denkt sich der böse Kamek verschiedene Angriffsmethoden aus. Das hat dann schon Charme, wenn er mit seinem regenbogenfarbenen Zauberhammer auf eine kleine Fledermaus drischt, diese daraufhin auf würdige Bossgegnergröße anschwillt und spannende Angriffs- und Ausweich-Taktiken anwendet. Gute Reaktion und ein kleines bisschen Mitdenken reichen zum Sieg über den Nachtjäger und andere Bossgegner aber in aller Regel aus.

Yoshis Maschinenkanone

Puzzles spart sich Yoshi's New Island und verlässt sich eher auf guten Spielfluss, flippigen Charme und witzige Ideen. Nehmen wir zum Beispiel das Melonenlevel. Während Yoshi fröhlich durch die Landschaft hüpft, mampft er nebenbei herumliegende Melonen und behält offenbar die Kerne bei sich. Warum? Weil er sie auf Kommando angreifenden Affen entgegen spuckt, als hätte er ein Maschinengewehr im Maul. Später feuert Yoshi mit Eiskristallen oder Feuerbällen um sich und räumt so den Weg frei; sprintet mit Laufstiefeln Verfolgern davon oder schwingt sich mit Schwebeflügeln über Lavaseen hinweg.

Die Steuerung: Keine Experimente

Kenner des Genres werden letztlich aber wenig Neues entdecken und könnten - so ganz ohne Puzzles und alles allzu geradlinig aneinander gereiht - nach einigen Spielstunden Ermüdungserscheinungen spüren. Daran ändern auch eher einfältige Minispiel-Intermezzi nichts, in denen sich Yoshi in einen Luftballon oder ein U-Boot verwandelt. Letzten Endes lenkt man den kleinen Saurier halt kurz mal durch Neigen der 3DS-Konsole statt per D-Pad durch die Landschaft.

Erfreulicherweise versucht sich Yoshi's New Island aber grundsätzlich nicht an Touchscreen-Bedienung und anderen Experimenten, was der missglückten DS-Produktion "Yoshi's Touch & Go" zum Nachteil gereichte. Das Gameplay verlässt sich auf die bewährte Steuerung per D-Pad plus Tasten für Sprung und Angriff. Gut so.

Was uns gefällt

Die Grafik hat Charme. Die kunterbunten Wälder, Paläste und Kerker wirken durch liebevolle Dekoration und Animation sehr lebendig. Außerdem legt das Spiel wechselnde Effektfilter über die Bilder, so dass sie nach Ölgemälde aussehen oder wie mit Wachsmalstiften gemalt. Sehr hübsch.

Was uns nicht gefällt

Der Zwei-Spieler-Modus beschränkt sich nur auf den Eiertanz, das Flatterfinale und ein paar andere Minispiele, die zudem nur lokal spielbar sind. Immerhin ist eine Download-Funktion integriert, so dass zumindest einige Minispiele das Vorhandensein von nur einem Modul voraussetzen.

Fazit

In Yoshi's New Island kommt zusammen, was zusammen gehört: Ein Yoshi in Bestform, Eier ohne Ende und knuffige Musik. Die visuelle und akustische Aufmachung ist allerdings selbst für Nintendo-Verhältnisse ziemlich infantil geraten. Die Jüngsten werden daran viel Spaß haben und sich voller Vergnügen dem Spielfluss hingeben. Die erhebliche Spieltiefe und viele versteckte Geheimnisse motivieren zum mehrfachen Durchspielen. Erfahrene Liebhaber des Jump'n'Run-Genres könnten allerdings Impulse vermissen. Wirklich überraschende Ideen hat Yoshi's New Island nicht zu bieten.

Infos zum Spiel

Titel: Yoshi's New Island
Genre: Jump'n'Run
Publisher: Nintendo
Hersteller: Arzest
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 40 Euro
System: Nintendo 3DS
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Gut

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