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Vorschau zu Lego: Der Hobbit - Die Rückkehr ins Klötzchen-Mittelerde

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Vorschau Lego: Der Hobbit | Action-Adventure | PS3, PS4, Xbox One, Xbox 360, Wii U, PC, PS Vita, 3DS  

Die Rückkehr ins Klötzchen-Mittelerde

24.03.2014, 16:41 Uhr | Benjamin Kratsch (nic / ams), Medienagentur plassma

Vorschau zu Lego: Der Hobbit - Die Rückkehr ins Klötzchen-Mittelerde. Lego: Der Hobbit - Action-Adventure für PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U, PC, PS Vita und 3DS (Quelle: Warner Bros. Interactive Entertainment)

Lego: Der Hobbit (Quelle: Warner Bros. Interactive Entertainment)

"Dieser Spieltrieb ist einfach so in uns drin. Egal ob fünf oder 50, man sieht Lego und will direkt losbasteln", erklärt ein gut gelaunter James Norton an einem sonnigen Tag in Hamburg. Als Produzent von "Lego: Der Hobbit" erinnert er sich daran, wie er im Kino saß und sich vor seinem inneren Auge fast schon automatisch "Smaugs Einöde" in Lego-Form zusammenbaute. Genau so fühlt sich dieses Spiel an, das am 04. April 2014 für alle gängigen Plattformen - PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U, PC, PS Vita und 3DS - erscheint. Es vermischt die wunderschönen Landschaftsaufnahmen von "Der Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson mit tausenden Lego-Steinen und untermalt die Szenerien mit dem gleichen süß-frechen Humor, der zuletzt "Lego: Marvel Super Heroes" groß gemacht hat.

Kreativität erwünscht

"Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" und "Smaugs Einöde" sind sehr dankbare Werke für die Lego-Entwickler von TT Games, denn schon die "Der Hobbit"-Filme sprühen vor Gags und witzigen Szenen. Etwa als Bilbo Beutlin sich gerade sein Abendmahl zubereiten will – und plötzlich immer mehr Zwerge in seine Hobbit-Hütte stolpern. Die ungebetenen Gäste haben alle mächtig Hunger, und so müssen wir mit Hilfe der neuen Baufunktion einen Tisch zimmern. "Wir wollen Lego als kreativen Baukasten mehr in den Vordergrund stellen", erörtert Norton. "Bislang ging es in unseren Spielen immer stark darum, Lego-Steine zu sammeln. Hatte man genug zusammen, baute sich daraus automatisch ein Turm, Schiff oder einfach nur eine Brücke."

Tischlein deck ich!

Im neuesten Ableger blendet das Spiel hingegen ein, welche Teile Sie benötigen, danach erst wird das Objekt zusammengebaut. So zerstören wir einen Bücherschrank, um die Deckplatte für den Esstisch zu organisieren und sammeln Holzkeile, die eigentlich für den Kamin gedacht waren. Sind alle Elemente im übersichtlichen Inventar gelandet, wechselt das Spiel in den Bau-Modus. Der fühlt sich an wie eine Anleitung aus einer echten Lego-Box: Links werden alle Elemente gelistet, rechts entsteht langsam auf einer Platte der Tisch. Das benötigte Teil wird dabei gläsern aufgelistet. Wir suchen das richtige Objekt aus dem Inventar aus, drücken aufs Knöpfchen – und schon bekommt der Tisch vier Tischbeine, eine Platte, fertig. Im späteren Verlauf warten auch noch komplexere Aufgaben auf den Spieler, darunter die Konstruktion eines mittelalterlichen Katapults.

Let's Dance

Generell richtet sich "Lego: Der Hobbit" natürlich an die jüngere Fraktion. Die Entwickler sind redlich bemüht, den Spieler permanent zu belohnen. So gibt’s für besonders flinke Bastler noch ein paar Bonussteine extra. Außerdem warten immer wieder kleine Minigames, etwa eine lustige Tanzeinlage der Zwerge. Wer das richtige Knöpfchen zum rechten Zeitpunkt drückt, sorgt dafür, dass die Zwerge Ori, Nori, Kili und Fili durch die Wohnung tanzen, Teller fangen und von der Spüle in der Küche ins Regal jonglieren. Toll: Stimmen und der Gesang stammen auch in der deutschen Version zu 100 Prozent von den Originaldarstellern – ergo kommentiert Ian McKellen alias Gandalf mit seinem trockenen britischen Humor das Treiben und Christopher Lee (Saruman) erzählt die Hintergrundgeschichte aus dem Off.

Für große und kleine Kinder

Auch sonst wird schnell die Liebe zum Detail sichtbar: Das Spiel bietet eckige Zwergenbärte, atmosphärisch ausstaffierte Szenerien – und jeder von Bilbos Tellern hat den berühmten Lego-Knubbel an der Unterseite, der nötig ist, um ihn auf die Hand einer Klötzchen-Figur zu stecken. Für Kinder und verspielte Erwachsene außerdem interessant: Fast alle Szenen lassen sich auch mit echtem Lego nachspielen, wie der Produzent verrät. "Lego schickt uns nicht nur die digitalen Versionen der Spielzeuge, sondern auch die Baukästen selbst. Da wird der Entwickler schnell zum Kind und experimentiert mit Szenerien, aus denen sich oft auch neue Gameplay-Ideen entwickeln."So geschehen beispielsweise beim neuen "Buddy-Up-System".

Ein Buddy für alle Fälle

Bei der Suche nach neuen Spielideen hat das britische Entwicklerteam viel experimentiert. Eines Tages steckte dann ein Designer ein Lego-Männchen auf den Kopf des anderen. Durch den Knubbel auf der Birne hielt die Figur und es ließen sich mehr Männer zu einem Turm aufstapeln. Daraus entwickelte sich das Buddy-System – quasi eine Art Koop-Feature für Solospieler. Prinzipiell kann sich in "Lego: Der Hobbit" jederzeit ein Freund einen weiteren Controller schnappen, einen Helden auswählen und ins Spiel springen. Ist gerade kein Kumpel zu Besuch, lassen sich die Spezialfähigkeiten von jeweils zwei Helden kombinieren.

Tod dem Ork-König!

Um beispielsweise dem hünenhaften Ork-König in seiner unterirdischen Barrikaden-Anlage zu entkommen, müssen wir über das Wählrad des Spiels zunächst auf Óin schalten und im richtigen Moment auf eine Holzkiste zielen, die der Ork gerade schleudern will. Wer das zwei Mal geschafft hat, verwirrt den Mini-Boss für einige Sekunden, läuft dann zu Anführer Thorin Eichenschild, drückt "B" und lässt ihn so auf Óins Kopf springen. So kann der Zwerg seinen Größennachteil ausgleichen und dem Chef-Ork mal ordentlich die Rübe polieren.

Zwergen-Räuberleiter

Einige kleinere Rätsel werden ebenfalls auf diese Weise gelöst. Diese spielen sich in der Vorab-Version allerdings noch etwas sperrig. So gelingt es uns erst nach einigen Anläufen eine Räuberleiter aus Zwergen zu bauen, damit einer hochkraxeln und ein Tor für die anderen öffnen kann. Die Atmosphäre hingegen stimmt: Die Höhle ist herrlich ausladend, überall erinnern Fresken an die Herrschaft des Ork-Königs und die Gänge werden von Fackeln beleuchtet.

Was uns gefällt

"Lego: Der Hobbit" fängt die beiden Filme großartig ein, übernimmt die Stimmung aus dem Kino, schafft es aber in jeder noch so kleinen Szene dieses schöne Gefühl zu erzeugen, gerade virtuell mit Lego zu spielen. Zum Beispiel in jener bezaubernden Kamerafahrt, als Bilbo gerade auf einer Lichtung steht, die Sonne auf ihn scheint und hunderte Schmetterlinge mit Lego-Knubbeln und Plastikfühlern aufsteigen. Auch der Ork-König gleicht seinem Lego-Pendant aus dem Spielzeugladen bis aufs kleinste Detail. Die Kletter-und Kampfeinlagen dürften zwar für Profis zu leicht ausfallen, dafür erleben "Herr der Ringe"-Fans überall nette Anspielungen und Parodien auf die Filme. Warner und TT Games bemühen sich spürbar, der Marke ihren eigenen Stempel aufzudrücken – sei es mit interessanten Gameplay-Ideen oder auch dem Bausatz-System, mit dem Sie Katapulte bauen, Hängebrücken reparieren oder Verteidigungsvorrichtungen gegen Drache Smaug basteln.

Was uns nicht gefällt

Technisch ist die gespielte Playstation-4-Version wenig ausgereift: Dynamische Licht- und Schatteneffekte und exzellente Kantenglättung sollten im Next-Gen-Zeitalter eigentlich Standard sein, doch leider vermisst man das hier. Da muss der Entwickler nochmal dringend seine Technik-Hobbits ranlassen.

Fazit

Die "Hobbit"-Filme in Lego-Manier: An allen Ecken und Enden warten kleine Anspielungen, Anekdoten und Gags, und die Original-Schauspieler sorgen als Synchronsprecher für reichlich Film-Flair. Spielerisch richtet sich der Titel zwar klar an eine jüngere Zielgruppe, dennoch kommen hier auch große Lego-Nostalgiker auf ihre Kosten. Die Rückkehr ins Mittelerde aus Lego-Klötzchen könnte durchaus gut gut werden.

Infos zum Spiel

Titel: Lego: Der Hobbit
Genre: Action-Adventure
Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment
Hersteller: TT Games
Release-Termin: 04. April 2014
Preis: zirka 30 Euro (PC), zirka 40 Euro (3DS, PS Vita), zirka 50 Euro (PS3, Xbox 360, Wii U), zirka 60 Euro (PS4, Xbox One)
Systeme: PS3, PS4, Xbox One, Xbox 360, Wii U, PC, PS Vita, 3DS
USK-Freigabe: Noch keine Einstufung
Eindruck: Gut

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