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"Diablo 3: Reaper of Souls" im Test: Diablo, wie es sein soll

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Test Diablo 3: Reaper of Souls | Action-Rollenspiel | Add-On | PC  

Diablo, wie es sein soll

27.03.2014, 11:07 Uhr | Benjamin Kratsch (nic / ams), Medienagentur plassma

"Diablo 3: Reaper of Souls" im Test: Diablo, wie es sein soll. Diablo 3: Reaper of Souls - Add-On zum Action-Rollenspiel für PC von Blizzard Entertainment (Quelle: Blizzard Entertainment)

Diablo 3: Reaper of Souls (Quelle: Blizzard Entertainment)

Das Action-Rollenspiel "Diablo 3" hatte bislang ein großes Problem: Wer im Charakter- und Paragonlevel klettern und die richtig mächtigen Waffen sein Eigen nennen wollte, der musste sich hunderte Stunden durch die immer gleichen Schauplätze metzeln. Für viele Spieler ist hier Langeweile vorprogrammiert – und genau da setzt Blizzard Entertainment mit der heute für PC und später auch für PS4 im Zuge der "Ultimate Evil Edition" erscheinenden Erweiterung "Reaper of Souls" an. Die bietet nämlich nicht nur einen frischen Akt für die Kampagne, sondern vor allem den neuen Abenteuer-Modus. Der Clou: Blizzard überlässt hier alles dem Zufall. Das sorgt für viel Staunen, aber auch jede Menge Spaß.

Die Kampagne: Schlacht gegen Malthael

Eine komplett neue Kampagne bietet "Reaper of Souls" nicht, vielmehr wird die Geschichte des Hauptspiels um einen weiteren Akt erweitert. In dessen Zentrum steht Erzengel Malthael, der mit seinen dunklen Horden durch Dämonentore die kaiserliche Stadt Westmark angreift. Die zahllosen Untoten schlachten Zivilisten und Soldaten des Königs dahin. Höchste Zeit, dem Gesindel mit den altbekannten Helden, aber auch mit der neuen Klasse des Kreuzritters Respekt beizubringen!

Kampfmaschine auf zwei Beinen

Der Kreuzritter ist eine wahre Kampfmaschine in dicker Rüstung, der sich aber erstaunlich dynamisch und taktisch spielt. Entweder führt er das Breitschwert und schlägt mit voller Wucht zu, muss aber jedes Mal länger ausholen. Oder er wirbelt mit zwei Klingen normaler Länge durch die unendlichen Feindeshorden, startet Blitzangriffe und zieht sich per Rollfunktion schnell wieder zurück. Wer sich hingegen einen Defensivbonus einverleiben will, setzt auf die Kombination aus Schwert und Schild. Insbesondere legendäre Schilde, wie sie einer der Endbosse nach gewonnenem Kampf fallen lässt, sind äußerst effizient, um auch größere Kreaturen zurückzustoßen und sich etwas Raum für Angriffe zu schaffen. Durch die Macht Gottes lässt man als Kreuzritter zudem Hämmer aus heiligem Donner kreisen – die sind besonders nützlich, wenn Sie mal wieder von Malthaels Armeen umzingelt werden.

Der Engel des Todes als neuer Bösewicht

Der Cinematic-Trailer zum Diablo 3 Add-On Reaper of Souls in gewohnter Blizzard-CGI-Video-Qualität.

Der Cinematic-Trailer zum Diablo 3 Add-On Reaper of Souls.


Der Abenteuer-Modus: Der Zufall entscheidet

Mit rund acht Stunden ist der Kampagnen-Zusatz deutlich kürzer als beispielsweise Blizzards sehr umfangreiches Add-On "Heart of the Swarm" zum Echtzeitstrategie-Hit "Starcraft 2". Allerdings sorgt der neue Abenteuer-Modus für zig Stunden Spielspaß. Statt sich stumpf durch vorgegebene Gemäuer zu schlagen, wird hier beliebig ausgewürfelt, wie es weitergeht, puzzeln sich willkürlich Level-Elemente zusammen. Und das funktioniert so: Es sind 15 Kopfgeld-Quests in der Welt verteilt. Beispielsweise warten auf einer Insel in den Feuerbergen drei riesige Dämonen mit Armen, die an die Bohrköpfe im Bergbau erinnern. Wer die erledigt, wird mit einer besonderen Waffe, Rüstung oder einem Zauberstab sowie einem Riss-Schlüssel belohnt. Mit dem stolzieren wir zu einem Obelisken in der nächstgelegenen Stadt und öffnen ein magisches Nephalem-Portal. Hier wird es dann richtig spannend: In dieser Portalwelt stößt man auf eine gigantische Festung mit bis zu zehn Stockwerken, allerdings ist jedes davon zufällig generiert.

Feuer und Eis

Wo Sie also normalerweise im ersten Stock vielleicht eine Tafelrunde und im zweiten Unterkünfte für Soldaten vorfinden, gelten diese Regeln hier nicht. Stattdessen startet man beispielsweise an der erwähnten Tafel, geht ein Stockwerk höher – und findet sich plötzlich an einem Feuerfluss in einer Wüstengegend wieder. Ganz oben wartet dann schließlich eine Eiswelt auf Sie. Auch viele der so errungenen Fähigkeiten bekommen einen zufälligen Bonus. Es ist schon ein erhabenes Gefühl, mal nicht darauf warten zu müssen, bis sich die Zauberkräfte aufladen, sondern einfach einen Meteor nach dem anderen auf die Horden des Bösen herabregnen zu lassen.

Feinschliff der Items mit Hilfe der Mystikerin

Zwar ist es seit der Einführung des "Loot 2.0"-Systems im letzten großen Spieleupdate wesentlich einfacher geworden, legendäre Gegenstände zu finden und so mitunter starke Ausrüstung für den eigenen Helden zu sammeln. So gibt es auf allen Gegenständen immer wieder Attribute, die nicht so recht passen wollen. Damit räumt die Mystikerin nun auf. Die neue Händlerin folgt dem Helden wie Schmied und Juwelier durchs Abenteuer und kann Attribute auf Waffen austauschen, damit der Barbar die Intelligenz, die ihm seine mächtige Streitaxt beschert, mit der er aber nichts anfangen kann, durch Stärke austauschen darf.

Was uns gefällt

"Reaper of Souls" ist vor allem eine Erweiterung für Profis, die schon viel Zeit in der Spielwelt von "Diablo 3" verbracht haben, dennoch aber nicht genug davon bekommen können, mächtige Monster zu erledigen und immer bessere Ausrüstung zu ergattern. Seinen wahren Trumpf spielt das Add-On im neuen Abenteuer-Modus aus, weil es hier deutlich mehr Abwechslung bietet, die mehr als willkommen ist. Dass der Zufallsfaktor über Leveldesign, Beute und sogar Boni auf einige Zauberkräfte entscheidet, lässt den Titel nicht so schnell langweilig werden. Besonders die Nephalem-Dimensionstore haben es uns angetan. Schön, dass Blizzard noch weiß, wie man seine Kundschaft überrascht!

Was uns nicht gefällt

Der fünfte Akt, den "Reaper of Souls" dem Hauptspiel zufügt, wirkt etwas lahm inszeniert. Story und Charaktere bleiben unter dem von Blizzard gewohnten Niveau. Außerdem recyceln die Entwickler recht häufig alte Gegnermodelle. Für den Preis von knapp 35 Euro könnte man hier etwas mehr Liebe zum Detail erwarten.

Fazit

Spielerisch entwickelt "Reaper of Souls " den gleichen "Nur noch der eine Boss, nur noch diese legendäre Sichel"-Suchstrudel wie das Hauptspiel, überrascht aber im Abenteuermodus mit ausgefallenen und zufallsgenerierten Designs. Wer das Blizzard-Hack-&-Slay liebt, dürfte auch hier wieder hochmotiviert auf Beutejagd gehen können. In Verbindung mit den Änderungen des letzten Updates für das Hauptspiel könnte man sagen, dass Blizzard mit der Einführung von Reaper of Souls Diablo 3 endlich dahin gebracht hat, wo es bereits vor knapp zwei Jahren hätte sein sollen.

Infos zum Spiel

Titel: Diablo 3: Reaper of Souls
Genre: Action-Rollenspiel
Publisher: Activision Blizzard
Hersteller: Blizzard Entertainment
Release-Termin: 25. März 2014
Preis: zirka 35 Euro
Systeme: PC-Spiele
USK-Freigabe: ab 16 Jahren
Wertung: Gut

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