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WoW-Add-On: Warlords of Draenor: Zeit für eine eigene Festung

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Preview WoW: Warlords of Draenor | Online-Rollenspiel | Add-On | PC  

Zeit für eine eigene Festung

10.04.2014, 13:35 Uhr | Benjamin Kratsch (nic / ams), Medienagentur plassma

WoW-Add-On: Warlords of Draenor: Zeit für eine eigene Festung. World of Warcraft: Warlords of Draenor - Add-On zum Online-Rollenspiel für PC von Blizzard Entertainment (Quelle: Blizzard Entertainment)

World of Warcraft: Warlords of Draenor (Quelle: Blizzard Entertainment)

Vor-Ort-Besuch in Versailles, Frankreich: T-Online folgt der Einladung von Blizzard, um ausführlich die kommende Erweiterung zum Online-Rollenspiel-Dauerbrenner "World of Warcraft" zu spielen. Und in "Warlords of Draenor" gibt es viel zu erleben und zu entdecken: Zwerge mit frisch designten Bärten, stolze Blutelfinnen, deren Lippenstift jetzt dank hübscherer Texturen verführerisch in der Sonne glänzt, und technologisch weiterentwickelte Ork-Horden, die mit mächtigen Kanonen aufwarten. Interessant sind auch die fliegenden Vogelwesen, die in Piratenschiff-ähnlichen Dörfern in den Wolken leben. Am spannendsten sind aber die neuen Garnisonen: Erstmals können "WoW"-Spieler ihr individuelles Dorf gründen und bis hin zu einer richtige Festung weiter entwicklen. Damit hält das von den Fans seit Jahren geforderte "Housing" hält endlich Einzug auf dem Fantasy-Kontinent Azeroth.

"Wir sind WoW"

Ion Hazzikostas, leitender Designer bei Blizzard, sagt dazu nur mit einem breiten Grinsen: „Wir sind WoW. Das Sofa von links nach rechts verrücken, den Waffenschrank in der ersten oder zweiten Etage positionieren und die Farbe des Tischdeckchens aussuchen, das können Sie gerne in anderen Spielen.“ Tatsächlich ist das Garnisons-System deutlich taktischer geprägt als ursprünglich angenommen - und dürfte "World of Warcraft" um einiges mehr Tiefe verleihen. T-Online erklärt, wie es funktioniert.

"Anno" lässt grüßen

Durch eine Quest erhält jeder Spieler ein Stück Land, das er bebauen darf. Jeder Gebäudetyp benötigt unterschiedlich viel Platz. Prinzipiell gibt es kleine Bauobjekte wie eine Schmiede, die Waffen veredelt, dann aber auch mittlere und große wie beispielsweise eine Mine. Schon in diesen ersten Schritten wird klar, dass sich Blizzard stark an deutscher Aufbaustrategie orientiert hat. Denn es ist durchaus eine tiefgreifende taktische Entscheidung, ob Sie lieber auf Veredelungs- oder reine Produktionsstätten setzen.

Eine neue Gefahr kommt aus der Vergangenheit

Der erste Gameplay- und Story-Trailer zur neuen WoW-Expansion "Warlords of Draenor".

Eine neue Gefahr kommt aus der Vergangenheit


Produzieren und Handeln

Eine Schmiede liefert schnelle Ergebnisse, eine Mine wiederum ist als langfristige Investition interessant. Die Arbeiter finden dort mit etwas Glück nämlich seltene Erze, die sich wiederum auf dem freien Markt verkaufen lassen. Außerdem ist die Idee der eigenen Basis global ausgerichtet: Gildenkollegen und Online-Freunde können jederzeit zu Besuch kommen und gegen Bares Ressourcen kaufen oder feil bieten. Der Handel ist ein großer Teil des Systems, denn es gibt deutlich mehr Baumöglichkeiten als zunächst gedacht. Alleine zehn kleine Bauplätze stehen zur Verfügung, darunter Alchemie-Labor, Leder-Gerberei, Schmiede-Werkstatt, Zauberer-Zelt oder Ställe. Und sogar ein Tanzstudio, in dem der Spieler seine Dancefloor-Künste aufbessern kann. Zu einem Tänzchen in der Online-Welt sagt schließlich niemand nein.

Massig Beute statt Massenschlachten

Etwas enttäuschend, wenn auch im MMORPG-Sektor wohl kaum anders umsetzbar: Echte Massenschlachten mit KI-Armeen wird es auch in "Warlords of Draenor" nicht geben. Sie rüsten ergo in Ihrer Basis keine Truppen aus, sondern sichern sich durch spezifische Gebäude lediglich interessante Boni. Wer beispielsweise seine Stallungen ausbaut, der darf mit einem schnelleren Reittier durch die Gegend springen. Schmiede sorgen für stärkere Rüstungen, und Zauberer können temporär Resistenzen gegen Feuer oder Eis auf den Held wirken. Allerdings gibt es die Möglichkeit, Computer-Kameraden – das sogenannte Gefolge – auf Beutezug zu schicken und sie so an Erfahrung gewinnen zu lassen. 

Zum Bierchen in die Taverne

Aber Achtung: Ihr Gefolge kann gefangen genommen werden. „Wird ein Anhänger, also ein Soldat Ihres Gefolges, geschnappt, können Sie losziehen und ihn befreien“, erklärt Ion Hazzikostas. Das Gefolge besteht dabei aus Anhängern, die jeweils eine eigene Charakterstufe, eine Gegenstandsstufe und Eigenschaften haben, die ihre Leistung beeinflussen. Das ist im Grunde vergleichbar mit Spezialeinheiten in Strategiespielen. Es gibt neben den Standardsoldaten aber auch noch ungewöhnliche, seltene und epische Anhänger. Generell gilt dabei: Je höher ihre Seltenheitsstufe ist, aus desto mehr Eigenschaften können Sie wählen. Und wie kann man die Chance auf seltene Anhänger steigern? „Das ist natürlich schon mit Glück verbunden, so wie generell die Chance auf seltene Items. Aber Sie können Ihr Gasthaus aufwerten, damit es mehr Anhänger anlockt“, so der Blizzard-Designer. 

Was uns gefällt

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Bei Blizzard dauert ja bekanntlich alles immer ein bisschen länger, aber nach zehn langen Jahren bekommen jetzt endlich alle Völker aus dem Hauptspiel neue Charaktermodelle spendiert. Bei den Zwergendamen kräuselt sich das Haar zu echten Locken, und bei ihren Männern lässt sich beinahe jeder Muskelstrang einzeln zählen. Den ikonischen Comic-Look des Spiels behält das Studio aber bei – das dürfte gerade für langjährige Fans wichtig sein. Toll: Das neue Garnisons-Feature ist überraschend umfangreich ausgefallen. Blizzard knausert ja sonst gerne mal mit neuen Funktionen, hat sich hier aber offensichtlich stark an deutscher Aufbaustrategie Marke "Die Siedler" sowie "Anno 1701" orientiert und deren Ideen mit dem eigenen "Warcraft 3"-Vermächtnis vermischt. Besonders die schiere Auswahl an Produktionsgebäuden ist bereits jetzt beeindruckend!

Was uns nicht gefällt

Blizzard recycelt recht stark bereits bekannte Gebiete, gibt ihnen einen älteren Anstrich und preist sie als völlig neu an. Das mag dem einen oder anderen Nostalgiker gefallen – ein komplett neuer Kontinent wie Pandaria aus dem aktuellen Add-On "Mists of Pandaria" wäre aber vermutlich interessanter gewesen.

Fazit

"Warlords of Draenor" dürfte frische und vor allem taktisch interessante Impulse für das in die Jahre gekommene Online-Rollenspiel bringen. Auch der Frühjahrsputz in Form von aufpolierten Charakteren tut dem Spiel gut. Ob das reicht, um alte und neue Fans in die fast zehn Jahre alte "World of Warcraft" zu locken, muss sich aber erst zeigen.

Infos zum Spiel

Titel: World of Warcraft: Warlords of Draenor
Genre: Online-Rollenspiel / Add-On
Publisher: Activision Blizzard
Hersteller: Blizzard Entertainment
Release-Termin: 2014
Preis: zirka 45 Euro
Systeme: PC, Mac
USK-Freigabe: ab 12 Jahren
Eindruck: Gut

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