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Mittelerde - Mordors Schatten: Vom Ritter zum Rächer

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Preview Mittelerde: Mordors Schatten | Action-Adventure | PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, PC  

Vom Ritter zum Rächer

03.04.2014, 14:03 Uhr | Sabine Schischka (jr / nic) , Richard Löwenstein

Mittelerde - Mordors Schatten: Vom Ritter zum Rächer. Mittelerde: Mordors Schatten Action-Adventure von Monolith Productions für PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One und PC (Quelle: WB Games)

Mittelerde: Mordors Schatten (Quelle: WB Games)

Mittelerde als Schauplatz eines Action-Adventures mit Rollenspiel-Facetten, das Schattenreich Mordor als wildes und ungezähmtes Land voller Abenteuer und Überraschungen: In diesem Kontext spielt "Mittelerde: Mordors Schatten", die Videospiel-Adaption von J.R.R. Tolkiens Fantasy-Büchern, an der US-Hersteller WB Games und das Entwicklerstudio Monolith aktuell arbeiten. Die Chancen stehen ziemlich gut, dass dabei etwas Vernünftiges herauskommt, denn die Psychoshooter aus Monoliths "F.E.A.R."-Reihe haben gezeigt, dass das Studio die Verknüpfung von dramatischen Geschichten und packendem Gameplay beherrscht. Voraussichtlich ab Jahresmitte könnte Besitzern von PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One ein vergleichbarer Action-Höhepunkt bevorstehen.

Reise durch ein ungezähmtes Land

Die Handlung setzt zwischen den Abenteuern des Hobbits Bilbo Beutlin und der großen Reise seines Neffen Frodo ein - also zwischen dem "Hobbit" und der "Herr der Ringe"-Trilogie. Monolith bedient sich aus Tolkiens Büchern, mischt Elemente aus Peter Jacksons filmischen Umsetzungen hinzu und ergänzt das Ganze um eigene Ideen. Die Idee dahinter: Man will das Schattenreich Mordor aus einer neuen Perspektive zeigen. Kurz vor Saurons Wiederkehr, noch nicht völlig zerstört. Eben als wildes und ungezähmtes Land, bevölkert von den unterschiedlichsten Rassen. Doch auch ohne Sauron gilt Mordor bereits als Gefahr. Morannon, das "Schwarze Tor" hält die Bestien des Schattenland in Schach. Damit das so bleibt, hat eine Gruppe von Rangern das Tor im Auge. Talion, der Held des Spiels - ein furchtloser Kämpfer, liebender Vater und treusorgender Ehemann - ist einer von ihnen.

Mittelerde wie nie zuvor

Ohne zu viel zu verraten: Die Handlung will es so, dass ein dramatischer Schicksalsschlag Talions Leben komplett umstülpt. Der Ritter wird zum Rächer, den es nach Vergeltung dürstet. In Gestalt von Talion soll der Spieler in das Herz von Mordor vordringen. Während seiner langen Suche nach Antworten soll sich um ihn herum eine facetten- und wandlungsreiche Story entfalten.

Mordor als offene Spielwelt ist dabei nicht das düstere Höllenloch, wie man es aus den "Herr der Ringe"-Verfilmungen kennt. Das Spiel zeichnet Mordor als Reich im Wandel, das sich von einer gesetzlosen Wildnis in eine Landschaft aus Tod und Schwefel verwandelt. Talion gelangt zwar auch an namhafte Schauplätze aus Filmen und Büchern, diese sind jedoch kaum wiederzuerkennen. So erhebt sich der Schicksalsberg zwar bereits, doch der Vulkan schläft noch, und die Felsen an seinen Flanken sind voller üppiger Vegetation. Der hohe Turm von Barad-dûr - später die vom allsehendem Auge gekrönte Festung Saurons - liegt zu Beginn des Spiels in Trümmern.

Eine Mischung aus Batman und Assassin's Creed

Der Schwerpunkt des Spiels liegt auf der Action. Laufen, klettern und kämpfen, so sieht Talions Tagesgeschäft aus. Die Steuerung macht in einer ersten Probierversion von "Mordors Schatten" einen geschmeidigen Eindruck. Behände erklettert Talion eine Wand und pirscht sich an einen Wachposten heran. Wie die Meuchelmörder aus der Assassin's Creed-Reihe entledigt sich Talion hinterrücks eines Postens, der einen Ausguck bewachte. Dieser nunmehr vakant gewordene Aussichtspunkt sichert einen guter Überblick über das Geschehen.

Unten im Tal sind ein paar Orks zugange. Talion nutzt ein quergespanntes Seil. Er hangelt sich über die Gruppe und lässt sich im richtigen Moment ins Getümmel fallen. Die frappierende Ähnlichkeit des Kampfsystems mit dem von "Batman: Arkham City" lässt sich nicht leugnen. Im Rhythmus werden die Angriffstasten bearbeitet, so dass Talion über das Schlachtfeld tänzelt und einen Ork nach dem anderen ausschaltet. Er teilt Faustschläge und Fußtritte aus und nutzt seinen Dolch als Überlebens-Werkzeug.

Herausforderung: Jeder Gegner ist anders

Durch Antippen der Schultertasten auf dem Controller wechselt Talion in den sogenannten Wraith-Modus: Die Zeit friert ein, und man kann in aller Ruhe den Bogen spannen und den Gegner anvisieren. Jeder Etappensieg treibt den Kombozähler in die Höhe. Hat dieser eine bestimmte Punktezahl erreicht, lassen sich weitaus mächtigere Angriffe starten - etwa eine vernichtende Terror-Schockwelle, die alle Gegner in der Umgebung taumeln lässt.

Bemerkenswert: Jeder einzelne Gegner in "Mordors Schatten" verfügt über einen Namen, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen, seinen Platz in der Hierarchie und ein Erinnerungsvermögen. Angreifer sollen sich daran erinnern, wenn Talion sie verschont - und werden dadurch bei einer eventuellen zweiten Begegnung vielleicht zum Verbündeten.

Jeder kann zum Bossgegner werden

Die Action in Mittelerde: Mordors Schatten wurzelt in einem reichhaltigen Humus aus Rollenspiel-Facetten. Ein Beispiel dafür schimpft sich "Nemesis-System": Nahezu jeder Gegner soll durch Weiterentwicklung theoretisch zum Bossgegner werden können. "Der Feind entwickelt sich dynamisch. Stärken, Schwächen, Fähigkeiten, Sprüche, letzte Worte, Missionen und sogar Größe und Struktur seiner Truppen sind abhängig von den Aktionen des Spielers", erklärt Monoliths Designchef Michael de Plater.

Bei soviel Veränderung mag es der eine oder andere als tröstlich empfinden, dass sich nicht die gesamte Welt im Fluss befindet. Teile der Handlung beispielsweise sind mit vordefinierten Situationen fest verknüpft. Es steht von der ersten Minute an fest, dass der Held im Verlauf seiner Reise bestimmte vertraute Figuren aus dem "Herr der Ringe"-Universum trifft. Gollum zum Beispiel. Beide sind auf der Suche. Beide wollen die Geheimnisse der Schattenwelt entschlüsseln. Ob sie zu Verbündeten werden und als Koop-Team durch Mordor wandern - diese Frage lässt der Hersteller vorläufig unbeantwortet.

Was uns gefällt

Das Spiel will uns das Schattenreich Mordor auf eine Weise zeigen, wie wir es bisher weder aus Filmen noch Büchern kennen. Das verspricht große Abenteuer und spannenden Entdeckungen. Das Kampfsystem macht bereits einen geschmeidigen und vielseitigen Eindruck

Was uns nicht gefällt

Es bleibt abzuwarten, wie gut sich die Geschichte des Helden Talion in den Kanon vertrauter Figuren wie zum Beispiel Gollum einfügt. Bisher stehen außerdem noch jede Menge Fragezeichen hintern Merkmalen wie Spieldauer und Multiplayer-Modi.  

Fazit

Der Hersteller WB Games hat durchaus Erfahrung mit Lizenz-Spielen. Speziell die "Batman"-Games sind gut gelungen. Und dass Entwickler Monolith Actiongames klug und spannungsreich inszenieren kann, das belegt die "F.E.A.R."-Reihe. Außerdem stimmt die Basisidee hinter "Mordors Schatten": Wer würde auf einem gigantischen Spielplatz wie Mittelerde nicht gerne neue Geschichten abseits von Bilbo, Frodo und Co. erleben?

Infos zum Spiel

Titel: Mittelerde - Mordors Schatten
Genre: Action-Adventure
Publisher: WB Games
Hersteller: Monolith Productions
Release-Termin: 2014
Preis: Noch nicht bekannt
System: PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, PC
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Sehr gut

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