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Independent Games: Geheimtipps 2014 - Faszinierende Spiele aus der Garage

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Independent Games  

Faszinierende Spiele aus der Garage

03.04.2014, 14:33 Uhr | (jr / nic), Richard Löwenstein

Independent Games: Geheimtipps 2014 - Faszinierende Spiele aus der Garage. Reportage: Independent-Games - Spiele-Geheimtipps 2014 (Quelle: Redaktionsbüro Löwenstein)

Reportage: Independent-Games - Spiele-Geheimtipps 2014 (Quelle: Redaktionsbüro Löwenstein)

Independent Games werden Jahr für Jahr populärer. Kleine Spielproduktionen wie "Minecraft" oder "Angry Birds" haben sich in jüngster Vergangenheit zu Megasellern entwickelt. Nun schreibt auch das Jahr 2014 seine ersten Erfolgsgeschichten: "Flappy Bird" und "Luftrausers" zählen bereits zu den Download-Millionären. Beides Spiele, die von Studententeams und Garagenentwicklern geschaffen wurden. Mit ihrer attraktiven Mischung aus funktionierenden Ideen, guter Spielbarkeit und kleinen Verkaufspreisen werden Indiegames auch in den kommenden Monaten die Welt erobern. Wir blicken voraus auf die vielversprechendsten Minispiele 2014.

Frustrierender Flattervogel

Der Geschicklichkeitstest "Flappy Bird" nervt. Das Gameplay pendelt irgendwo zwischen flatterhaft und frustrierend schwer. Was hat sich der Vietnamese Nguyen Ha Dong bloß gedacht, als er diese, seine Schöpfung Ende Mai vergangenen Jahres via iTunes Store das Fliegen beibrachte. Bestimmt nicht, dass sein Werk weltweit eine solche Resonanz auslösen würde. Immerhin macht das Gameplay nichts grundsätzlich neu oder anders als andere Spiele. Einen bunten Flattervogel durch Antippen des Touchscreen in der Luft halten und an Hindernissen vorbei lotsen: Endless Runner gab es schon vorher. Ein "Jetpack Joyride" zum Beispiel ist besser umgesetzt, schöner anzuschauen und weit weniger frustbeladen.

Zu viel Erfolg

Schwer zu sagen, warum und wieso gerade "Flappy Bird" so die Welle machte. Tatsache ist: Ab Mitte Januar setzte sich das Spiel weltweit an die Spitze der iTunes-Download-Charts. Die nachgelegte Umsetzung für Android schoss den Vogel ab: Über 50 Millionen Installationen binnen weniger Tage sagt man "Flappy Bird" nach. In dieser Phase, heißt es, soll Nguyen Ha Dong am Tag bis zu 50.000 US-Dollar Umsatz mit Ingame-Werbung gemacht haben. Ein toller Ritt auf der Erfolgswelle? Jein. Via Twitter und E-Mail wurden dem Spieleautor Neid- und Hass-Nachrichten in seinen Alltag gespült. Anfang Februar wählte Nguyen Ha Dong den Notausgang. Er nahm "Flappy Bird" offiziell wegen des hohen Suchtfaktors offline, in der Hoffnung, dass mit dieser Maßnahme wieder Ruhe in sein Leben einkehren möge. Das Spiel ist seitdem nicht mehr erhältlich - tausende Klone allerdings schon.

Blitzkrieg zur Luft

Aber der nächste Indie-Knaller ist schon da. "Luftrausers" aus dem Hause Vlambeer schwingt sich seit dem 18. März auf PC, PS3, Mac OS X, Linux und Playstation Vita zum Höhenflug auf. Dabei fing auch hier alles eher klein an: Am 27. Juni 2011 veröffentlichten Rami Ismail und Jan Willem Nijman aus Utrecht in den Niederlanden eine simple Arcade-Ballerei namens "Luftrauser" - damals noch ohne den Buchstaben "s" im Titel. Zum Gratis-Download geht's übrigens hier. Das Game kostet nichts, startet auf jedem Browser mit Flash-Plugin und entfesselt vom ersten Augenblick an angenehme Erinnerungen an Konamis Arcade-Ballerei "Time Pilot" aus dem Jahr 1982.

Action mit Einschusslöchern

Wie bei beim Originalspiel schwebt auch in der modernisierten Variante ein kleines Jagdflugzeug mitten im Bildschirm und kämpft wacker um sein Überleben. Die Hütte brennt vom ersten Moment an: Schlachtschiffe feuern stakkato-artige Salven in Richtung des Spielers, angreifende Jagdflieger schrauben sich durch die Szene, Flakfeuer brennt Einschusslöcher quer durch das Bild. Die Aufgabe? Ausweichen, feuern, Abschüsse erzielen und den Highscore knacken. Leichter gesagt als getan, denn die Kombination aus Rotations- und Antischwerkraft-Steuerung setzt eine vorausschauende Spielweise voraus.

Indie-Charme mit Retrooptik

Das gilt erst recht für die erweiterte und dezent aufgehübschte Spielvariante namens "Luftrausers" (mit S), die Rami Ismail und Jan Willem Nijman jetzt startbereit haben. Die 8-Bit-Grafik sieht ein bisschen schmucker aus, der Chipsound klingt ein bisschen voller, außerdem lässt sich durch Tuning von Antrieb, Waffensystemen und Flugkörper einiges an Extrapunkten herausholen. Aber dennoch: Es bleibt bei einem Retroerlebnis mit modernem Spielfluss und aktueller Spieltiefe.

Indie-Games "Made in Germany"

Das hervorragende Minigame-Unterhaltung auch in deutschsprachigen Breiten entstehen kann, das will uns bald das kleine Münchner Team von Mimimi Productions beweisen. Seit 2011 arbeiten die Mädels und Jungs rund um die ehemaligen Gamedesign-Studenten Johannes Roth und Dominik Abé an ihrem kunterbunten Jump'n'Run-Abenteuer "The Last Tinker". Das Game konnte mit seinem charmanten Helden und dem pfiffigen Gameplay auf zahlreichen Insider-Zusammenkünften Anerkennung und Preise abräumen. Beim Entwickler-Treff "Game Connection Europe" beispielsweise setzte sich "The Last Tinker" gegen mehr als 100 Mitbewerber aus ganz Europa als "Bestes Projekt 2012" durch. In ein paar Wochen soll das Spiel via Steam weltweit endlich die Runde machen.

Fazit: In der Indie-Games-Szene tut sich was

Dass "The Last Tinker" und etliche andere Indiespiele vorerst nur für PC angekündigt sind, muss übrigens keine andauernde Ebbe an kleinen Alternativ-Produktionen für die großen Konsolensysteme bedeuten. In der Szene tut sich etwas. Sony, Microsoft und auch Nintendo haben in den letzten Monaten Kontakt zu unabhängigen Videospiel-Entwicklern aufgenommen. Einige Teams verfügen mittlerweile über die Software- und Hardware, die zur Games-Produktion für PS4, Xbox One und Wii U notwendig ist. Die Ergebnisse werden nicht lange auf sich warten lassen.

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