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Goat Simulator im Test: Dieses Spiel ist ein-zieg-artig

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Test Goat Simulator | Fun-/Geschicklichkeitsspiel | PC, iOS, Android, Xbox 360 und Xbox One  

Goat Simulator: Dieses Spiel ist ein-zieg-artig

07.04.2014, 12:03 Uhr | Jürgen Kroder (jr / nic), Medienagentur plassma

Goat Simulator im Test: Dieses Spiel ist ein-zieg-artig. Das Indie-Game Goat Simulator ist der richtige Zeitvertreib für Spieler mit ausgeprägt anarchistischer Ader. (Quelle: Coffee Stain Studios)

Das Indie-Game Goat Simulator ist der richtige Zeitvertreib für Spieler mit ausgeprägt anarchistischer Ader. (Quelle: Coffee Stain Studios)

Der "Goat Simulator" für PC ist in allen Belangen anders. Weder ist er eine Simulation eines Alltagsberufs, noch ein Spiel, das sich ernst nimmt. Das kuriose Programm hat nur ein Ziel: Spaß!. Nicht mehr und nicht weniger. Es sorgt für Schenkelklopfer am laufenden Band - und genau dafür wurde es programmiert.

Alles, nur kein typischer Simulator

Traktoren fahren, Reinigungsfahrzeuge lenken, Bäume fällen oder Gleise verlegen - diese und ähnliche Tätigkeiten kennen und lieben Fans von gängigen Simulationsspielen. Vom "Landwirtschafts-" und "Kehrmaschinen-" bis hin zum "Holzfäller-" und "Gleisbau-Simulator", kein Thema scheint den Herstellern zu kurios zu sein. Trotzdem sorgt der "Goat Simulator" für großes Aufsehen. Nicht nur wegen seines Namens, sondern vor allem wegen seines Spielprinzips. Hier geht es nämlich darum, möglichst viel Blödsinn anzustellen und die Programmfehler auszunutzen.

Abseits des Mainstreams

Schon in den ersten Minuten wird dem Spieler klar, dass der "Goat Simulator" komplett aus dem üblichen Simulations-Rahmen fällt. Das fängt damit an, dass man tatsächlich eine Ziege steuert. Und dass es keine Levels gibt. Stattdessen können Sie sich frei durch eine offene Welt bewegen und genau das anstellen, worauf Sie Lust haben. Zäune rammen, Menschen umstoßen oder ein Haus auf den Kopf stellen sind da nur der harmlose Anfang. Auch an die Tatsache, dass der unsterbliche Ziegenbock beim Überqueren einer Straße von Trucks überfahren und weit durch die Luft geschleudert wird, gewöhnt man sich schnell. Der Spaß fängt erst an, wenn man die Welt für sein Vergnügen nutzt. Im Freibad vom Zehn-Meter-Brett auf einen Trampolin hüpfen und dabei Stunts vollführen, zum Beispiel. Oder durch die Luft zu sausen, indem man einen Raketenrucksack benutzt.

Eine Ziege kann jede Menge Chaos stiften

Der Launch-Trailer zum Goat-Simulator.

Eine Ziege kann jede Menge Chaos stiften


Sturz in den Mähdrescher

Der besondere Reiz der Ziegen-Simulation sind der tierische Held und seine kuriose Spielwelt, in der man allerlei amüsante Dinge finden und anstellen kann. Keine Idee erscheint zu abwegig, als dass sie nicht ausprobiert werden kann. Vor allem, wenn man die besondere Ausstattung der Ziege ausnutzt: ihre klebrige Zunge. Mit ihr kann man von Kisten bis hin zu Menschen allerlei Objekte erfassen und mit sich herumtragen. Eine Ziege mit einer Gasflasche im Schlepptau, kombiniert mit einem laufenden Mähdrescher - das ergibt beispielsweise eine explosive und irrwitzige Kombination.

Flappy Goat

Steht man hingegen auf einem Baukran und sieht einen Paraglider an sich vorbeischweben, drängt sich einem der Gedanke auf, den Sportler für einen Ausflug zu nutzen. Gedacht, getan: Mit einem beherzten Sprung und etwas Zielwasser hängt man dank der Ziegen-Zunge im Schlepptau des Gleitschirms und erkundet das Level von oben. Herrlich. Genauso wie die Möglichkeit, in einem Wohnzimmer "Flappy Goat", eine humoristische "Flappy Bird"-Kopie, zu spielen.

Ufos und Satanisten

Ebenfalls witzig: Die Ziege kann das Opfer einer Alien-Entführung werden, wenn man in einem Feld mit Kornkreisen bestimmte Aktionen ausführt. Oder man verwandelt sich zum teuflischen Ziegen-Bock mit Superkräften, nachdem man in einem Pentagramm Menschenopfer gesammelt hat. Man merkt bis in den letzten Pixel, dass die Entwickler bei der kreativen Umsetzung ihrer abstrusen Ideen extrem viel Spaß hatten. Und das, obwohl "Goat Simulator" ursprünglich nie als Spiel gedacht war.

Nur ein Test

Die Entstehungsgeschichte des tierischen Spektakels ist fast so skurril wie das Spiel selbst: Entwickler Coffee Stain Studios nahm vor ein paar Monaten an einem "Global Game Jam" - also einem Programmierwettbewerb -teil. Um die Leistungsfähigkeit der "Unreal Engine", der Technologie hinter Top-Titeln wie beispielsweise "Gears of War 3", zu testen, entwickelten sie einen Dummy, in dem man zu Testzwecken mit einer Ziege durch eine dreidimensionale, vor allerlei Fehlern strotzende Welt marschierte.

Doch dieser vermeintliche Nachteil wurde schnell zum Erfolg: Ein Video der verbuggten Demo verbreitete sich in Windeseile und mauserte sich innerhalb weniger Tage zum viralen Internet-Hit. Tausende Bitten und Anfragen von begeisterten Gamern sorgten dafür, dass aus dem anfänglichen Scherz eines "Goat Simulator" schließlich ein reales Produkt resultierte. Die Coffee Stain Studios wurden quasi zu ihrem Glück gedrängt - das erlebt man auch nicht oft.

It’s not a bug, it’s a feature!

Der "Goat Simulator" ist zwar mittlerweile erschienen, aber richtig fertig ist er nicht: Der Titel weist immer noch Fehler über Fehler auf. Die Ziege bleibt in Objekten hängen, ihr Kopf verbiegt sich teilweise wie ein Gummiband oder verdoppelt sich, die Steuerung zickt gerne mal, und die Grafik ruckelt und zuckelt auf schwachbrünstigen Rechnern. Was für andere Spiele ein K.O.-Kriterium wäre, ist hier ein elementarer Bestandteil, den die Entwickler mit folgenden Worten anpreisen: "Millions of bugs! We're only eliminating the crash-bugs, everything else is hilarious and we're keeping it." (Sinngemäß: "Millionen Bugs! Wir entfernen nur die Absturzfehler, alles andere ist extrem lustig und bleibt drin.")

Fazit

Der "Goat Simulator" ist in allen Belangen anders - weder ist er eine Simulation eines Alltagsberufs, noch ein Spiel, das sich ernst nimmt, und er polarisiert: Die einen sehen das Spiel als totalen Blödsinn an, die anderen als echte Spaß-Granate. Beim Humor scheiden sich eben die Geister. Dabei soll das Spiel lediglich Spaß machen und liefert Schenkelklopfer am laufenden Band.

Da kann man auch die sehr eilige Entwicklung und zahlreiche Bugs mal verzeihen! Wer ein witziges Gamel für ein paar kurzweilige Stunden sucht, der macht bei einem Kaufpreis von rund zehn Euro definitiv nichts falsch. Mehr Lacher pro Minute kriegt man nirgends. Wer dagegen auf ernsthafte Simulationen steht, sollte um diesen herrlichen Unsinn einen großen Bogen machen.

Infos zum Spiel

Titel: Goat Simulator
Genre: Fun-/Geschicklichkeitsspiel
Hersteller / Publisher: Coffee Stain Studios
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 10 Euro
System: PC,iOS, Android, Xbox 360, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Gut

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