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Test Angry Birds Epic für iOS: Wutvögel in neuer Rolle

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Test Angry Birds Epic | Rollenspiel | iOS  

Wutvögel in neuer Rolle

07.04.2014, 14:31 Uhr | Heinrich Lehnhardt (jr / nic), Medienagentur plassma

Test Angry Birds Epic für iOS: Wutvögel in neuer Rolle. Angry Birds Epic Rollenspiel von Rovio für iOS (Quelle: Rovio)

Angry Birds Epic (Quelle: Rovio)

Wütende Vögel rächen sich an schweinischen Eierdieben und erobern damit die Mobilspiel-Welt: Laut Rovio-Manager Peter Vesterbacka bringt es die "Angry Birds"-Reihe inzwischen auf rund zwei Milliarden Downloads und 200 Millionen aktive Spieler. Die werden vom neuesten Spross der Serie ins Rollenspiel-Genre gelockt: Das kostenlose Helden-Epos "Angry Birds Epic" für iOS ist einfach zu lernen und erstaunlich fesselnd.  

Wie "Final Fantasy" light mit Federn

Der schweinische Prinz Porky hat fünf Eier aus dem Nest gemopst und geht im Geiste schon mal leckere Omelette-Rezepte durch. Doch er hat die Rechnung ohne den ausgesprochen wütenden Vogelschwarm gemacht, welcher der Entwendung des Nachwuchses nicht tatenlos zusehen will. Klingt bekannt? Kein Wunder, mit Download-Zahlen im Milliarden-Bereich dürfte es kaum einen Spiele-affinen Zeitgenossen geben, der nicht schon einmal bei einem "Angry Birds"-Titel zum Katapult gegriffen hat.

"Angry Birds Epic" ist freilich mal ganz was anderes. Die bewährte Kindergartencharme-Story dient als Aufhänger für ein Rollenspiel mit Rundenkämpfen, dessen Spielverlauf eher an klassische "Final Fantasy"-Folgen als die üblichen Physik-Shooter-Puzzles der Serie orientiert. Der Genrewechsel ist gut gelungen, "Angry Birds Epic" amüsiert, motiviert und wird nach sanftem Einstieg richtig knifflig. Zudem ist es ein relativ fairer Vertreter des Free-to-Play-Modells, bei dem man auch ohne Zuzahlung reichlich Spaß haben kann.

Erneut geht’s an die Eier

Bei der Jagd nach Prinz Porky und dessen Schergen kämpft sich Ihre Vogelschar über eine abwechslungsreiche Weltkarte. Jede Etappe auf dem Weg zur nächsten Ei-Befreiung besteht aus einer Schlacht gegen grüne Schweine. Die verschanzen sich nicht hinter instabiler Bausubstanz, sondern treten zum offenen Kampf an.

Auf der linken Seite des Schlachtfelds stehen Ihre drei Vögel, denen Sie der Reihe nach Kommandos geben. Entweder greift man einen bestimmten Gegner an oder wirkt eine Sonderfähigkeit auf die eigene Gruppe, um zum Beispiel für Heilung, Schutzschild oder Stärkung der Angriffskraft zu sorgen. Eine dritte besonders mächtige Sonderfähigkeit pro Vogel lässt sich einsetzen sobald die rote Pfefferschote am unteren Bildrand gefüllt ist. Haben Sie Ihren drei Vögeln Kommandos erteilt, kommen die Schweine an die Reihe und hauen ihrerseits zu. Schalten Sie alle Gegner aus, gilt die Etappe als gemeistert. Je souveräner der Sieg, desto reichhaltiger die Beute.

Flexible Rollenverteilung

Die Bedienung ist ebenso simpel wie das Spielprinzip, doch letzteres gewinnt rasch an Komplexität. Bald hat man fünf Vögel zur Auswahl, für die es jeweils fünf verschiedene Hüte gibt, die man im Spielverlauf erwerben kann. Jede Kopfbedeckung repräsentiert eine bestimmte Charakterklasse, die über individuelle Fähigkeiten verfügt, woraus sich neue Kampftaktiken ergeben.

Die Spezialisierungen orientieren sich an gängigen Rollenspiel-Kategorien. Der robuste rote Vogel ist der "Tank" und kann Schaden von seinen gefiederten Freunden abwehren. Der gelbe Chuck ist dagegen der Magier vom Dienst und brutzelt mehrere Gegner gleichzeitig. Die weiße Henne ist die heilende Mutter der Kompanie, das blaue Trio übernimmt die Schurken-Rolle und der schwarze Vogel macht besonders explosiven Schaden.

Die richtige Taktik führt zum Sieg

In späteren Levels wird der Schlagabtausch zum regelrechten Tüftelspiel, da Ihre Vogelgruppe auf die Eigenheiten der Gegner abgestimmt sein muss. Die Vielfalt an Schweinereien ist beachtlich: Die verschiedenen Kapitel bescheren grafisch höchst drollige Varianten wie Piraten-, Zombie- oder Dschungel-Schweine, die bestimmte Stärken und Resistenzen haben. Mancher Feind ignoriert Schaden unterhalb eines bestimmten Punktewerts, zaubert Verstärkung herbei oder heilt seine Kollegen.

Es macht Spaß herauszufinden, mit welchem Personal eine bestimmte Gegner-Kombination am besten geknackt werden kann. So manche gefühlt "unmögliche" Schlacht ist nach einem Wechsel von Personal, Klassen und Angriffstaktik plötzlich gewinnbar. Da das Schweinepersonal nicht schon vor Kampfbeginn verraten wird, bricht man öfters den ersten Versuch ab, um die eigene Truppe anzupassen und dann erneut sein Glück zu versuchen. Das geht flott von der Hand und ist nur geringfügig geduldsstrapazierend.

Mit witzigen harten Bandagen

Zu einem Rollenspiel gehört natürlich auch fette Beute. Erbeutete Rohstoffe werden zum Schmieden von drolligen Waffen und Schilden verwendet, Ihre Vögel kämpfen mit Bratpfannen, Papierschwertern oder Handtaschen. Die Ausrüstung wirkt sich direkt auf Angriffsstärke und Lebenspunkte aus. Dazu kommt eine Bonuswirkung, zum Beispiel eine Zehn-Prozent-Chance, das angegriffene Schwein für die nächste Runde zu betäuben. Silber- und Goldmünzen sind gefragt, um neue Baupläne oder Charakterklassen freizuschalten. Einmal am Tag taucht auch ein goldenes Schweinderl auf, dessen Bezwingung extra Spielgeld beschert.

Die über hundert Kampfetappen auf der Karte lassen sich beliebig oft wiederholen, um fehlende Rohstoffe zu verdienen. Die Spielwelt ist auch mit "Dungeons" bestückt, in denen der Spieler mehrere Gegnerwellen am Stück bezwingen muss, um am Ende einen Münzschatz zu kassieren. Ohne angeschlossene Facebook-Freunde, bei denen man sich einen Zusatzvogel zur Unterstützung ausleihen kann, sind diese Exkursionen allerdings sehr schwer.

Spaß haben, ohne Geld auszugeben

"Angry Birds Epic" ist in der Grundversion kostenlos: Man muss nicht Geld hinlegen, aber es besteht die grundsätzliche Versuchung, per Kreditkarte schnell mal den Goldmünzenvorrat aufzustocken. Zuzahler kommen schneller zu besserer Ausrüstung und zusätzlichen Klassen, aber "Angry Birds Epic" lässt sich auch ohne einen einzigen Cent durchspielen. Dann ist halt mehr Geduld gefragt, der Verzicht auf käufliche Erweiterungen steigert auch Herausforderung und Befriedigung. Wenngleich es einen schon juckt, zum Beispiel die mächtige Paladin-Klasse ein wenig früher freizuschalten - oder ein paar Goldmünzen mehr in den Ausrüstungsautomaten zu stecken. Also kein Spiel für willensschwache Naturen oder Kinder, die das elterliche iTunes-Passwort kennen.

Nach Abschluss der Hauptstory gibt es noch hammerharte Herausforderungen in Profi-Dungeons; hier steigen Schwierigkeitsgrad und Goldmünzen-Kaufdruck rapide an. Auf dieses happige Nachspiel kann man verzichten, vorher gibt’s genug Gratis-Spaß.

Was uns gefällt

Quietschvergnügte Comic-Grafik und leichte Bedienung erwartet man von "Angry Birds", Rollenspiel- und Rundentaktik-Elemente sind eine angenehme Überraschung. Auf den samtweichen Einstieg folgen bald knifflige Kämpfe, die prima für eine Runde zwischendurch sind - oder einen ganzen Abend fesseln. Das Freischalten von Regionen, Klassen und Ausrüstung motiviert und der Geldausgeb-Druck hält sich in moderaten Grenzen.

Was uns nicht gefällt

Eine Internet-Verbindung ist erforderlich, um zu spielen. Mitten im Kampf kann man die Party-Zusammensetzung nicht ändern, und gewisse Klassenkonfigurationen sind je nach Gegnertyp einfach chancenlos. Das Free-to-Play-Prinzip ist nicht so nervig wie in "Angry Birds Go", dennoch wäre eine Kaufversion der App ohne ständige Zuzahlversuchung wünschenswert.

Fazit

"Nur ein Viertelstündchen"-freundliches Casual-RPG mit erfreulich viel Substanz: "Angry Birds Epic" ist ein fröhlicher Spaß für Rollenspiel-Fans und solche, die es werden wollen. Die schweinischen Gegnerhorden durch clevere Personal- und Taktikwahl zu verkloppen ist ausgesprochen kurzweilig und befriedigend. Der Ingame-Shop wird dabei nicht zum Spielverderber - Zuzahlungs-Verweigerer können das Abenteuer ohne Zwangswartepausen erleben.

Infos zum Spiel

Titel: Angry Birds Epic
Genre: Rollenspiel
Hersteller / Publisher: Rovio
Release-Termin: 17. März 2014 (USA/Kanada) / Deutschland-Release in Kürze
Preis: Free-to-Play mit Ingame-Shop
System: iOS (Version 6.0 oder besser)
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Wertung: Gut

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