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The Crew für PS4 und Xbox One: Online-Racer mit Rollenspiel-Herz

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Hands-on-Preview The Crew | Rennspiel | PS4, Xbox One  

Aus Freude am Fahren

09.04.2014, 12:02 Uhr | Olaf Bleich (jr / nic), Medienagentur plassma

The Crew für PS4 und Xbox One: Online-Racer mit Rollenspiel-Herz. The Crew Rennspiel von Ivory Towers für PS4 und Xbox One (Quelle: Ubisoft)

The Crew (Quelle: Ubisoft)

Die Zukunft ist online. Und das nicht nur bei Ego-Shootern wie "Titanfall", "Plants vs. Zombies: Garden Warfare" oder "Destiny". Auch Rennspiele wie "The Crew" mischen Einflüsse des Rollenspiel-Genres mit actionreichen Rennerlebnissen in einer Mehrspieler-Umgebung. Publisher Ubisoft und Entwickler Ivory Tower präsentierten nun erstmals seit der Gamescom 2013 eine spielbare Fassung ihres MMO-Rennspiels "The Crew", das dieses Jahr für PC, PS4 und Xbox One erscheinen soll.

Wenn Need for Speed auf WoW trifft

"The Crew" ist ein gewagter Mix aus Rennspiel und Online-Rollenspiel. Auf der einen Seite bereisen die Spieler satte 5000 Quadratmeilen der Vereinigten Staaten. "Egal, ob es nun Bergpassagen in den Rocky Mountains oder Strände in Florida sind. Wir können alles einbauen und haben viele Freiheiten," führt ein gut gelaunter Julian Gerighty von Ivory Tower beim Presse-Event im Herzen von Paris aus. Auf der anderen Seite ist "The Crew" komplex wie "World of Warcraft" und bietet viele Elemente, die man sonst nur aus Rollenspielen kennt. Julian erklärt: "Verbessere ich in RPGs meinen Helden, bastle ich in unserem Spiel am Auto rum, erspiele mir Verbesserungen und gewinne durch Aufgaben an Erfahrung und Power-ups hinzu."

Schon wieder Online-Pflicht

"The Crew" ist ausschließlich mit einer Online-Verbindung spielbar, bietet aber gleichzeitig eine Gangster-Geschichte als roten Faden an. In den Story-Missionen versucht man, das Kriminellen-Syndikat der 510 als Undercover-Bulle zu untergraben. Julian ist sich sicher: "Wir werden keinen Oscar für die Story kriegen. Aber sie wird Spaß machen und mit Zwischensequenzen und Charakteren zum Weiterspielen motivieren." Da aber nicht jeder Spieler Zeit hat, ständig online zu sein, setzt "The Crew" neben klassischen Versus-Spielmodi auch auf ein asynchrones Gameplay. So stellt man in Wettbewerben Bestzeiten auf und kann damit seine Freunde herausfordern. Diese spielen dann gegen Ghosts und versuchen, den Rekord zu unterbieten.

The Crew: Open-World-Multiplayer-Rennspiel

Ubisoft verspricht mit The Crew einige coole Features.

Ubisoft verspricht mit The Crew einige coole Features.


Autos mit Klasse

Neben der riesigen Spielwelt steht in "The Crew" in erster Linie das eigene Fahrzeug im Mittelpunkt. Das Fahrerprofil wird im Spielverlauf durch Level-Aufstiege - wie in einem Rollenspiel - ständig verbessert. Parallel dazu werden immer neue, leistungsfähigere Bauteile für den eigenen Boliden freigeschaltet. Die Rolle des Charakterbildschirms übernimmt allerdings in diesem Fall die Werkstatt.

Hier rüsten Sie zunächst die eigentliche Spezialisierung - kurz: Spec - des Fahrzeugs aus. Der Street-Spec ist ideal für normale Straßen. Mit dem Dirt-Spec wird das Auto zum Offroader, der Perf-Spec steht hingegen für Protz-Karren wie in "The Fast & The Furious". Im späteren Spielverlauf bekommt man zudem Zugriff auf die Raid-Klasse für Querfeldeinfahrten und die Circuit-Specs für Rennstrecken.

Die Specs geben letztlich die Fahreigenschaften vor, die auch in den jeweiligen Rennen gefordert werden. Mit einem Straßenauto haben Sie auf Rallye-Pisten keine Chance, ganz egal, wie gut Sie den eigenen Boliden unter Kontrolle haben. Für einen schnellen Wechsel des eigenen Starter-Kits klickt man in "The Crew" kurzerhand auf das virtuelle Handy und bekommt blitzschnell die entsprechende Spezialisierung geliefert

Hohe Spezialisierung dank Baukastensystem

In Events schaltet man wiederum neue Bauteile für insgesamt elf Bereiche - darunter unter anderem die Benzineinspritzung, der Motorkern oder Reifen und Bremsen - des eigenen Fahrzeugs frei. Die eigene Erfahrungsstufe legt dabei fest, welche Bauteile tatsächlich verwendet werden können. Diese sind aufgeteilt in die Kategorien Bronze, Silber und Gold. Hinzu kommen besonders seltene Objekte mit speziellen Eigenschaften.

"The Crew" verfügt über zwei Währungen, mit denen man Ersatzteile und neue Wagen einkaufen kann. Diese Credits erspielt man sich entweder in den Missionen oder kauft sie per Bezahloption gegen Echtgeld. Wie dieser Ingame-Shop aussehen soll und wie teuer Autos oder Bauteile sein werden, ist bislang jedoch noch nicht bekannt.

Sprungschanzen, Slalomkurse und Skills

Erfahrungspunkte und Belohnungen erhält man wiederum in einfachen Rennen, die man wahlweise gegen andere Spieler oder KI-Fahrzeuge bestreitet. Die Kurse sind dabei stark abhängig von der aktuellen Umgebung. In der Testrunde fuhren wir beispielsweise querfeldein über Landstraßen und Highways, aber auch durch die Straßen von Miami.

Praktisch: Um beispielsweise von einer Hauptmission zur nächsten zu gelangen, nutzt der Spieler einfach das Schnellreisesystem und lässt sich an Zielorten abwerfen. Allerdings entgehen einem dann viele der unterhaltsamen Skill-Games, mit denen man ebenfalls Bauteile freispielt und Credits abstaubt. Diese Nebenmissionen sind wunderschön ins Spiel integriert und bieten und eine tolle Abwechslung zu normalen Rennen. Mal muss man beispielsweise über einen Fluss springen, mal einen Slalomkurs bewältigen oder durch immer enger werdende Tore fahren.

Wenn Fahren Freude macht

Die Spielwelt von "The Crew" wirkt bereits jetzt äußerst lebendig: Ziviler Verkehr und jede Menge Fußgänger in den Städten erzeugen in Kombination mit den immer wieder wechselnden Szenarien eine lebendige Atmosphäre in einer atmenden Umgebung. Dank verschiedener Fahrhilfen ist das Spiel sowohl für Einsteiger als auch Freunde der etwas gehobenen Rennspielkost geeignet. Auf normaler Schwierigkeitsstufe erinnert die Steuerung leicht an "Forza: Horizon", allerdings mit einer kleinen Einschränkung: Die getesteten Fahrzeuge steuerten sich etwas hecklastig und neigen dazu, hinten auszubrechen.

Gutes Fahrgefühl

Dafür ist allerdings das Geschwindigkeitsgefühl ganz ausgezeichnet, und mit Hilfe des Turbos kann man sich wie in "Burnout" sehr launig aus der Kurve schieben. Schaltet man die Fahrhilfe aus, wird "The Crew" allerdings schon deutlich anspruchsvoller. Rumpelt man zu schnell über einen Bordstein, bricht der Wagen sofort aus. Fahrfehler werden streng bestraft. Insgesamt hinterlässt "The Crew" auf dem Asphalt einen sehr soliden Gesamteindruck und trumpft vor allem mit seinen facettenreichen Strecken und den zahlreichen Nebenaufgaben auf.

Was uns gefällt

"The Crew" ist wirklich gigantisch und erschlägt einen förmlich mit Details - eben wie ein Online-Rollenspiel. Die Masse an freischaltbaren Autos, versteckten Bauteilen und Deko-Objekten ist ebenso beeindruckend wie die riesige, frei befahrbare Spielwelt. Die Geschichte hinter dem Online-Racer macht einen grundsoliden Eindruck und zwingt den Spieler förmlich, das Land und die vielen Aufgaben zu entdecken. Gut so.

Was uns nicht gefällt

Die Steuerung der Boliden war während der Anspiel-Session noch ein wenig hecklastig. Sobald das Fahrzeug anfing zu "schwänzeln", war es sehr schwierig, die Kontrolle wiederzuerlangen. Außerdem sieht "The Crew" - im Gegensatz zu den von Ubisoft präsentierten Screenshots - leider nicht sonderlich nach PS4 und Xbox One aus. Aber dieser Kompromiss ist wohl der riesigen Spielwelt geschuldet

Fazit

Gigantisch groß und überraschend komplex: "The Crew" ist ein ambitioniertes Rennspiel-MMORPG mit Tiefgang und atmosphärischer Risen-Spielwelt. Next-Generation-Raser sollten den Titel trotz bislang eher mäßiger Optik auf jeden Fall im Auge behalten.

Infos zum Spiel

Titel: The Crew
Genre: Rennspiel
Hersteller: Ivory Towers
Publisher: Ubisoft
Release-Termin: 2014
Preis: Noch nicht bekannt
System: PS4, Xbox One, PC
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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