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Child of Light: Ein Rollenspiel wie Grimms Märchen

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Hands-on-Preview Child of Light | Rollenspiel | PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U, PC  

Ein Rollenspiel mit Grimms Märchen-Touch

29.04.2014, 11:08 Uhr | Olaf Bleich (jr / nic), Medienagentur plassma

Child of Light: Ein Rollenspiel wie Grimms Märchen. Child of Light Rollenspiel von Ubisoft Montreal für PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U und PC (Quelle: Ubisoft)

Child of Light (Quelle: Ubisoft)

Bekommen "Bravely Default" und "Final Fantasy" plötzlich Konkurrenz aus dem hohen Norden? Hinter dem märchenhaften Rollenspiel "Child of Light" steckt das Entwickler-Team von Ubisoft Montreal. Genauer gesagt ein Teil der Crew, die zuvor den harten Ego-Shooter "Far Cry 3" an den Start brachte. Doch die Raubeine können auch ganz anders - und liefern mit "Child of Light" für alle aktuellen Games-Plattformen einen Rollenspiel-Geheimtipp ab.

Es war einmal …

"Child of Light" ist ein Spiel gewordenes Märchen. Das kleine Mädchen Aurora ist in einen tiefen Schlaf gefallen und erwacht in der Traumwelt von Lemuria. Ehe sie wieder in die reale Welt zurückkehren kann, muss sie die dunkle Königin finden. Denn die Hexe hat Mond, Sonne und Sterne gestohlen und somit Lemuria in Schatten und Chaos gestürzt. Auf ihrem Abenteuer erhält Aurora Unterstützung von dem Glühwürmchen Igniculus.

Child of Light setzt auf eine ungewöhnliche Steuerung, die an das Adventure "Brothers - A Tale of two Sons" erinnert: Einzelspieler steuern Aurora mit dem linken Stick und Igniculus mit dem rechten. Das fühlt sich anfangs verwirrend an, wird aber mit einigen Hilfen erleichtert. Obendrein bietet das Programm auch einen kreativen Mehrspielermodus, in dem ein Teilnehmer Aurora und der andere Igniculus übernimmt - fast so wie in "Rayman Legends".

Die Märchenwelt Lemuria

"Child of Light" sieht auf den ersten Blick wie eine Geschichte aus einem Bilderbuch aus: Wunderschöne Zeichnungen erinnern an Anime-Filme und sorgen für eine stimmige Atmosphäre, die durch die gelungenen Dialoge zusätzlich unterstützt wird. Im englischen Original sprechen die Figuren nämlich allesamt in Reimen. Im Deutschen dagegen versucht Ubisoft dies mit verschiedenen Mundarten auszugleichen. Direkte Sprachausgabe gibt es allerdings nur wenig. Die Gespräche werden lediglich als Bildschirmtexte eingeblendet.

Licht in die Rätsel bringen

Spielerisch vermischt "Child of Light" Plattform- und Rollenspiel-Elemente miteinander. Geht man in der 2D-Welt von Lemuria auf Entdeckungsreisen, betrachtet man die Szenerie von der Seite und springt, läuft und fliegt mit Aurora durch Dörfer und Wälder. In der Umgebung findet man Schatztruhen, die die kleine Prinzessin öffnen muss. Igniculus kommt in den teils finsteren Gefilden von Lemuria als Taschenlampe zum Einsatz. Mit seinem Licht knackt der Spieler zudem Schreine oder löst eingestreute Farbenrätsel. In einem alten Kloster ordnet man beispielsweise farbige Lichtkegel den entsprechenden Kristallen zu.

Prinzessin mit Krone und Schwert

Glücklicherweise bleiben Aurora und Igniculus nicht lange allein. Nach kurzer Spielzeit lernen sie den Zauberzwerg Finn und die Hofnärrin Rubella kennen. Die sind gerade in den immer knackiger werdenden Kämpfen eine praktische Verstärkung. Zwar startet "Child of Light" ausgesprochen brav, doch bald werden die Rundengefechte mit Creepern, Vergessenen und Höllenhunden zur taktischen Herausforderung.

Das Kampfsystem des Spiels ist ungewöhnlich; Es basiert es nämlich nicht nur auf Runden, sondern auch auf Zeit. Ein Zeitstrahl am unteren Bildschirmrand gibt vor, wie lange die Figuren noch bis zu zur nächsten Aktion abkühlen müssen. Sobald die Spielfigur aktiv werden kann, friert das Spiel ein, und man wählt Angriffe, Tränke oder Zauber gemütlich aus. Allerdings benötigt das Ausführen solche Aktionen mal mehr, mal weniger Zeit und kann durch einen gegnerischen Angriff unterbrochen werden. Umgekehrt kann man selbst die Aktivitäten der feindlichen Kreaturen verlangsamen, indem man sie mit Igniculus blendet.

Taktische Kampf-Komponente

So entsteht ein taktisches Zeitspiel, bei dem man zudem Resistenzen und Anfälligkeiten der Gegner herausfinden muss. In einem unterirdischen Brunnen trifft Aurora beispielsweise auf eine dreiköpfige Hydra. Jeder Kopf hat eine bestimmte Elementarschwäche, etwa gegen Feuer- oder Wasserangriffe. Sobald man diese entdeckt hat, ist der Kampf so gut wie gewonnen. Der Haken: Man setzt nur zwei Figuren gleichzeitig aktiv ein - kann aber jederzeit wechseln. Trotzdem muss man die Spezialfähigkeiten und Schwächen der Figuren kennen, um taktisch angemessen reagieren zu können.

Überraschend komplex

Einher mit dem flotten und dennoch tiefgreifenden Kampfsystem gehen eine steile Lernkurve und ein gelungenes Fähigkeiten-System. Mit jedem Level-Aufstieg erhält man einen zusätzlichen Skill-Punkt, den man auf einem großzügig dimensionierten Fähigkeitenbaum verteilt. Auf diesem befinden sich neben neuen oder erweiterten Attacken auch passive Perks, mit denen man dauerhaft die Grundfähigkeiten der eigenen Spielfigur verändert.

Außerdem besitzt "Child of Light" ein kleines Crafting-System. Gefundene Oculi - also Edelsteine - lassen sich miteinander kombinieren. So kann man neue Klunker mit speziellen Eigenschaften abstauben. Diese weist man im Anschluss den Bereichen Angriff, Abwehr und Magie zu. Drei kleine Rubine ergeben zum Beispiel einen großen Rubin, der Auroras Schwert mit Feuerkräften auflädt.

Größer als erwartet

Auch wenn "Child of Light" als Boxed- oder Download-Spiel lediglich 20 Euro kostet, so ist "Child of Light" trotzdem kein billiges oder gar einfaches Spiel. Vielmehr gibt es in der Spielwelt von Lemuria viel zu entdecken. Erst nach und nach schaltet man im Spielverlauf die Karte frei und kann auch Nebenschauplätze wie versteckte Kellergewölbe erkunden oder nach verlorenen Briefen Ausschau halten. Laut Angaben der Entwickler beträgt die Spielzeit von "Child of Light" zwischen zehn und zwölf Stunden. Allerdings dürften der integrierte Mehrspielermodus und auch das Crossbuy-Feature für die Playstation-Versionen einige Rollenspieler auch zur mehrmaligen Reise nach Lemuria bewegen..

Was uns gefällt

"Child of Light" zieht einen als Spieler sofort in seinen Bann: Charaktere, Spielwelt und Dialoge sind in sich stimmig und erzeugen eine ausgezeichnete Atmosphäre. Doch so kindisch das Rollenspiel zunächst wirkt, so wird es nach wenigen Stunden fordernd und gewinnt auch Rollenspiel-Fans mit seinem innovativen und taktischen Kampfsystem, Nebenaufgaben und umfangreichen Fähigkeitenbäumen für sich.

Was uns nicht gefällt

Die Kampfsteuerung im Einzelspielermodus ist gewöhnungsbedürftig: Den Zeitstrahl im Auge zu behalten, gleichzeitig eine Taktik zu schmieden und Igniculus zu befehligen, das ist für ein derart märchenhaftes Spiel wie "Child of Light" überraschend komplex. Nicht immer sind die Menüstrukturen zudem klar ersichtlich, und auch das Crafting-System gibt keinerlei Erklärungen dafür, warum bestimmte Oculi-Kombinationen kein Ergebnis hervorbringen.

Fazit

Bezaubernd, wunderschön und kreativ: "Child of Light" erweckt das Kind in jedem Spieler. Doch hinter der hübschen Fassade versteckt sich ein tiefgründiges und abwechslungsreiches Rollenspiel zum kleinen Preis mit Geheimtipp-Qualität.

Infos zum Spiel

Titel: Child of Light
Genre: Rollenspiel
Hersteller: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Release-Termin: 30. April 2014
Preis: zirka 20 Euro
System: PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U
USK-Freigabe: ab 6 Jahren
Eindruck: Sehr gut

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