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"The Lego Movie Videogame" im Test: Irrtümlich zum Retter der Welt

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Test The Lego Movie Videogame | Action-Adventure | PC, PS3, PS4, Xbox One, Xbox 360, Wii U  

Irrtümlich zum Retter der Welt bestimmt

11.04.2014, 07:29 Uhr | (jr / nic), Richard Löwenstein

"The Lego Movie Videogame" im Test: Irrtümlich zum Retter der Welt. The Lego Movie Videogame Action-Adventure für PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U, PS Vita und 3DS (Quelle: Warner Bros. Interactive Entertainment)

The Lego Movie Videogame (Quelle: Warner Bros. Interactive Entertainment)

Wenn der Vater mit dem Sohn ein rasantes Videospiel erleben will, dann können beide lange suchen: Es gibt eben nur eine Handvoll Action-Adventure-Spiele für PC und Spielkonsolen, bei denen sich Jugendtauglichkeit mit überzeugender Qualität und stimmungsvollem Mehrspieler-Modus paaren. Eine gute Anlaufstelle sind seit etlichen Jahren die Spiele aus der Lego-Reihe von Publisher Warner Interactive. Auch das vom Entwicklerstudio TT Games für PC, PS3, PS4, Xbox One, Xbox 360, Wii U, PS Vita und 3DS kreierte "The Lego Movie Videogame" hält die Fahne für geselliges Entertainment hoch. Die spielbare Variante des bevorstehenden Kino-Klamauks will einfach nur gute Laune verbreiten. Das gelingt ihr zumindest im Koop-Modus ziemlich gut.

Ein Klotzkopf als Weltenretter

Dass die neueste Koproduktion von Warner und TT Games das Gameplay nicht neu erfindet, wird kaum jemand verblüffen. Wie in vielen Lego-Games vorher rennt und springt ein kleiner Klotzkopf durch eine Welt aus lauter kunterbunten Bausteinen. Held Emmet führt eigentlich ein Leben als gewöhnlicher Einfaltspinsel - bis ihn das Schicksal aus seinem gewohnten Umfeld herausreißt und in den globalen Kampf zweier übermächtiger Erzfeinde verwickelt. Emmet wird vom Held des Alltags zum Retter der Welt. Unfreiwillig, versteht sich - denn bösen Tyrannen Einhalt zu gebieten ist ein Job, der ihn heillos überfordert und in allerlei skurrile Situationen stürzt, bei denen wahrlich kein Auge trocken bleibt.

Mit Hilfe von Kamerafahrten und gesprochenen Dialogen greift das Spiel gelegentlich die Handlung der Leinwandvorlage "The Lego Movie" auf. Das Spiel nimmt manche Gags und Überraschungen vorweg. Wer also den Kinobesuch erwägt, sollte den Spiele-Kauf erst danach ins Auge fassen. Trotzdem lebt das Actiongame weniger von frechen Dialogen und skurrilen Slapstick-Intermezzi sondern mehr von einer temporeichen Aneinanderreihung unterhaltsamer Reaktions- und Geschicklichkeitstests.

Spaß im Koop-Modus

Von Beginn an wetzt Emmet atemlos durch Häuser und Parks, über Baustellen, mitten durch den Wilden Westen und allerlei andere Kulissen - darunter auch einige phantastische Fantasie-Gebilde wie zum Beispiel ein Wolken-Luftschloss. Emmet befindet sich in aller Regel in Begleitung von einer oder mehreren Minifiguren. Deren Steuerung übernimmt der PC beziehungsweise die Konsole oder - sofern vorhanden - ein Mitspieler. Der kann dank "Drop-in / Drop-out"-Funktion jederzeit ins Spiel ein- und bei Bedarf auch wieder aussteigen kann.

Die Aufgabenbeschreibung zu "The Lego Movie Videogame" lässt sich kurz zusammenfassen: Man rennt und hüpft und hämmert in Zweikampf-Situationen auf die Aktionstaste. Aus diesen paar Elementen setzt sich das Gameplay im Wesentlichen zusammen. Der Serienkenner fürchtet daher zu Recht, dass er während der acht bis zehn Stunden umfassenden Kampagne allzu häufig vertraute Momente und sich wiederholende Situationen bewältigen muss. Die simplen Kloppereien gegen böse Cops und fiese Roboter ziehen sich manchmal tatsächlich etwas in die Länge.

Kein Verlaufen möglich

Leerlauf kann man der Gesamtkomposition allerdings schwerlich unterstellen, dafür reiht das Spiel im Verlauf der 15 Level doch zu viele Tempowechsel, Fluchtszenen und anders gelagerte Herausforderungen aneinander. Spannungsspitzen ergeben sich zum Beispiel bei Timing-Prüfungen, wo Emmet dem suchenden Blick surrender Überwachungskameras entgehen soll. Auf Reaktion kommt es im Rahmen einer Autoverfolgung an, denn beim Sprung von Fahrzeug zu Fahrzeug zählt jede Zehntelsekunde.

Gelegentlich darf man im Rahmen eines Minigames gesammelte Legoteile zu funktionsfähigen Werkzeugen zusammen puzzlen. Abitur setzt "The Lego Movie Videogame" jedoch nicht voraus. Die sehr geradlinige Struktur nebst Texteinblendungen, Markierungssymbolen und Hinweisen en gros nehmen den Spieler fest bei der Hand. Verirren ist nicht.

Action wie im siebten Himmel

Wie bei Actiongames aus der Lego-Reihe üblich, empfiehlt sich häufig der Tausch der aktuellen Figur gegen Alternativversionen. Notwendig ist das zum Beispiel, wenn ein computergesteuertes Tor den Ausgang blockiert - diesen Schalter kann dann nur eine Roboterfigur auslösen. Oder was wenn allzu große Lego-Konstruktionen im Weg stehen? Da muss der Bauarbeiter mit schwerem Meißel-Gerät ran.

Manchmal kommen einem die Rollenwechsel wie Zeitschinderei vor, ohne nennenswerten Gewinn für das Gameplay - aber Schwamm drüber. Die Umgebung mit Füßen und Fäusten, Werkzeugen und Energiewaffen zertrümmern und zerlegen, das ist ohnehin der halbe Spaß. Denn zwischen all den Trümmern purzelt ständig Sammelgut über den Bildschirm. Baupläne finden, Legoteile sammeln und rund 100 Minifiguren freispielen: Da fühlen sich Jäger und Sammler von Extras und Highscores wie im siebten Himmel.

Was uns gefällt

Im Rahmen der 15 Levels begegnet die Heldenfigur vielen prominenten Comic- und Filmhelden als Lego-Minifigur: Batman, Superman, der grüne Ninja und Gandalf zum Beispiel. Eltern wird es freuen, dass die Wii U-Version das Videobild auf Wunsch vom TV-Gerät auf das Gamepad überträgt. So kann der Filius in Ruhe weiterspielen, wenn Mama den Promi-Shopping-Kanal gucken möchte.

Was uns nicht gefällt

Das Spiel lässt sich zwar zu zweit via Splitscreen spielen, ein Online-Modus fehlt allerdings. Schade auch, dass die Unterschiede zwischen den Versionen so geringfügig sind. Die Versionen für Xbox One und Playstation 4 sehen einen Tick schärfer und brillanter aus, aber mehr Ausstattung oder Umfang sind nicht vorhanden.

Fazit

Schwerelose und fröhliche Unterhaltung für kleine und große Gamer: Erwachsene werden "The Lego Movie Videogame" als kunterbunten Actionritt durch die eigene Kindheit erleben, den sie dank Koop-Modus gemeinsam mit ihrem Zögling erleben oder ihm getrost allein überlassen dürfen. Erfahrene Videospieler werden den allzu seichten Schwierigkeitsgrad und das allzu dominante Recycling vertrauter Ideen bemängeln.

Infos zum Spiel

Titel: The Lego Movie Videogame
Genre: Action
Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment
Hersteller: TT Games
Release-Termin: 11. April 2014 (PS4-Version: ab 30. April)
Preis: zirka 30 Euro (PC), zirka 40 Euro (3DS, PS Vita), zirka 50 Euro (PS3, Xbox 360, Wii U), zirka 60 Euro (PS4, Xbox One)
Systeme: PS3, PS4, Xbox One, Xbox 360, Wii U, PC, PS Vita, 3DS
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Gut

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