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Zocken auf der Baustelle: Das teure Phänomen der Early-Access-Games

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Unfertige und kostenpflichtige Spiele  

Zocken auf der Baustelle: Das teure Phänomen der Early-Access-Games

16.04.2014, 09:30 Uhr | jr / ams, dpa-tmn

Zocken auf der Baustelle: Das teure Phänomen der Early-Access-Games. DayZ - von einer Mod zum eigenständigen Spiel. (Quelle: Bohemia Interactive)

DayZ - von einer Mod zum eigenständigen Spiel. (Quelle: Bohemia Interactive)

Ein neues Verkaufsmodell erobert die Welt der PC-Spiele: Early-Access-Games können Verbraucher noch während der Entwicklung zocken. Fertig sind die Titel nicht, Geld kosten sie trotzdem. Was haben Spieler davon?

Verkaufsschlager Early-Access-Games

Beta-Tests sind so alt wie die Videospielbranche. Hinter verschlossenen Türen dürfen wenige Ausgewählte dabei Spiele ausprobieren und den Entwicklern wertvolles Feedback geben. Für Zocker klingt das wie ein Traumjob - tatsächlich macht es aber nicht immer Spaß. Da wundert es umso mehr, dass unfertige Spiele, die trotzdem Geld kosten, der neueste Trend in der Branche sind. Als sogenannte Early-Access-Games sind die öffentlichen Beta-Tests vor allem auf der Spiele-Plattform Steam zum Verkaufsschlager geworden.

Eine dieser Erfolgsgeschichten ist das Zombiespiel "DayZ". Der Titel wurde zunächst als kostenlose Modifikation für den Shooter "ArmA 2" bekannt, dann kündigte Bohemia Interactive eine eigenständige Version an. Die ist zurzeit für rund 24 Euro als sogenannte Early-Access-Alpha bei Steam erhältlich und hat sich bereits mehr als eine Million Mal verkauft.

Vorläufer Minecraft

Erfolgreiche Early-Access-Spiele gab es aber schon vor DayZ. Der vielleicht erste Titel, der so für Furore sorgte, war Minecraft. Die virtuelle Klötzchenwelt brachte Entwickler Markus "Notch" Persson zunächst in einer Vorabversion mit wenigen Funktionen auf den Markt. Das fertige Spiel startete dann erst im November 2011, mehr als zwei Jahre nach Veröffentlichung der Vorabversion.

Wie hoch der Anteil der Erfolgsgeschichten unter den Early-Access-Titeln tatsächlich ist, weiß aber kaum jemand: Der notorisch verschwiegene Steam-Betreiber Valve gibt bisher keine Statistiken zu den unvollendeten Spielen heraus. Auf frühe Unterstützung hoffen können aber eher Entwickler, die schon eine große Fanbasis haben: "Wichtiger Erfolgsfaktor ist, dass der Entwickler bereits eine Community hat, die er aktivieren kann, den Titel auf Steam vorab zu finanzieren", sagt André Bernhardt, der kleine Entwicklerstudios berät und als Dozent unter anderem an der Mediadesign Hochschule in Berlin arbeitet.

Vorsicht, Fehler: Spiele nur für Fans mit hoher Toleranzschwelle

Interessant sind Early-Access-Titel also eher für echte Fans. Denn Spieler müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie zunächst ein unfertiges Produkt kaufen, das vermutlich noch Fehler hat. Wo es genau hapert, wird bei Early-Access-Spielen auf Steam in der Regel detailliert aufgelistet, allerdings nur auf Englisch.

Meist erhalten Spieler mit dem frühen Kauf auch Zugang zur fertigen Version - und zahlen dafür womöglich sogar weniger Geld. Manche Entwickler machten aus ihrer Testphase aber auch einen Premium-Zugang. Etwa beim Strategiespiel "Planetary Annihilation": Für die Early-Access-Version wollte Entwickler Uber Entertainment beim Start stolze 83 Euro haben. Mittlerweile ist der Preis auf 41 Euro gefallen.

Andere Entwickler sind da etwas genügsamer: Um in "Starbound" von Chucklefish Games zufällig generierte Planeten zu erkunden, müssen neugierige Spieler zum Beispiel 14 Euro bezahlen. Und für das sozialkritische "Prison Architect" werden etwa 26 Euro fällig. Beide Titel wirken schon relativ ausgereift. Allerdings ist bei keinem Early-Access-Titel garantiert, dass die fertige Version jemals erscheint. Geld zurück gibt es in diesem Fall nicht, wie der Kundenservice von Steam auf Anfrage mitteilt.

Geht aber alles glatt, können Spieler und Entwickler gleichermaßen von einem Early-Access-Titel profitieren: "Nutzer, die sich mit einem kleinen Invest an einem Spiel beteiligen, haben einen viel größeren Anreiz, qualitativ hochwertiges Feedback zum Spiel zu geben", erklärt Maximilian Schenk vom Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware BIU. "So wirken die Nutzer unmittelbar gemeinsam mit den Entwicklern daran mit, ein Spiel noch besser zu machen."

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