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Hands-on-Test zum Action-Adventure Watch Dogs von Ubisoft

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Hands-on-Test zu Watch Dogs | Action-Adventure | PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U, PC  

Im Netz des Verbrechens

24.04.2014, 16:00 Uhr | Olaf Bleich (jr / tz), Medienagentur plassma

Hands-on-Test zum Action-Adventure Watch Dogs von Ubisoft. Watch Dogs für PC, PS3, Xbox 360, Wii U und PS4 (Quelle: Ubisoft)

Watch Dogs (Quelle: Ubisoft)

Ubisoft und sein neues Action-Adventure "Watch Dogs" haben es nicht leicht: Erst bricht "GTA 5" alle Rekorde, dann wird "Watch Dogs" um mehr als ein halbes Jahr verschoben. Und zu allem Überfluss kursieren auch noch Horror-Meldungen im Netz - das ambitionierte Actionspiel, das am 27. Mai für PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One und PC (später im Jahr auch noch für Wii U) erscheinen soll, wird angeblich von Grafik- und Entwicklungsproblemen geplagt. Doch wie sieht Ubisofts Open-World-Game nun wirklich aus? Und, noch wichtiger: Wie spielt es sich überhaupt? Wir konnte im Rahmen eines Preview-Events drei Stunden Gameplay-Luft in Chicago schnuppern und liefern einen brandaktuellen Erfahrungsbericht.

Watch Dogs: Spiel der Emotionen

Aiden Pearce, die Spiel- und Hauptfigur von Watch Dogs, hat nichts mehr zu verlieren. Er ist auf der Suche nach den Menschen, die sein Leben und seine Familie zerstört haben. Bereits nach wenigen Minuten im Spiel wird klar: Watch Dogs ist weniger böse und ironisch als "GTA 5". Es nimmt sich und seine Charaktere ernst. Gemeinsam mit seinem Partner Jordi Chin begibt sich Aiden auf die Suche nach den Schuldigen. Und zu diesem Zweck gehen die Beiden über Leichen. Während über ihnen die Fans im Baseball-Stadion von Chicago ihr Team bejubeln, verhört Aiden ohne große Skrupel in den Katakomben einen Verdächtigen. Jordi verwischt schließlich die Spuren - er ist ein so genannter "Fixer", also ein Tatortreiniger.

Starker Einstieg

Die erste Aufgabe in "Watch Dogs": Aiden muss ungesehen aus der Arena entkommen. Aber spätestens an der ersten Sicherheitsschleuse ist Schluss. Ein Anruf bei seinem Kontaktmann "Badboy17" genügt, und dieser legt mit der Hacking-Fähigkeit "Blackout" den gesamten Häuserblock lahm. Geschwind eilt Aiden von einer Deckung zur nächsten und entkommt schließlich auf den Parkplatz. Eine Verfolgungsjagd rundet die halsbrecherischen ersten 30 Minuten von "Watch Dogs" ab.

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Nicht ohne mein Smartphone

Wichtigstes Werkzeug in der Welt von "Watch Dogs" ist Aidens Smartphone. Mit ihm hacken Sie sich in Sicherheitskameras, manipulieren Maschinen und Fahrzeuge, aber auch Ampeln und Tiefgaragentore. Es ist ein Multifunktionswerkzeug, das aber aufgrund der Akku-Leistung nur begrenzt eingesetzt werden kann. Zudem sind seine Fähigkeiten zu Beginn des Spiels noch stark eingeschränkt. Durch Erfahrungspunkte schaltet man neue Fertigkeiten in den Kategorien "Fahren", "Gegenstände herstellen", "Kampf" und "Hacking" frei. Insgesamt gibt es rund 50 verschiedene Fähigkeiten, die von Aktionen wie dem lautlosen Knacken von Autos bis hin passiven Fähigkeiten wie dem Unterdrücken von Verstärkungstruppen, besseren Waffenfähigkeiten und verstärktem Schleichen reichen.

Kämpfen, fahren, hacken!

Spielerisch erinnert Watch Dogs an eine Mischung aus "Splinter Cell", "Assassin's Creed" und "GTA 5". Nach der ersten Mission ist Chicago mit nahezu allen Nebenaufgaben frei zugänglich. Mit Hilfe des GPS-Systems legt man Zielorte fest. Die Steuerung der Fahrzeuge erweist sich im Probespiel als handlich, aber auch gewöhnungsbedürftig. Die Boliden reagieren leicht verzögert, was einem aber nach einigen Minuten kaum mehr auffällt. Bei Verfolgungsjagden mit der Polizei oder anderen Gangstern kommen Aidens Hacker-Fähigkeiten hervorragend zum Tragen. Mit dem Handy lässt er Dampfrohre explodieren, manipuliert Brücken oder sorgt an Ampeln für Chaos. Das System spielt sich klasse und bringt eine neue taktische Komponente ins Spiel. Allerdings ist es in Watch Dogs im Gegenzug auch nicht möglich, aus dem fahrenden Auto herauszuschießen.

Taktik und Spieltiefe

Ähnlich starken Einfluss hat das Hacking auch auf die Kämpfe. Aiden schleicht sich auf Tastendruck von einer Deckung zur nächsten und versteckt sich dort. Mit dem Smartphone blickt er durch Sicherheitskameras und kann so von einem Blickwinkel zum nächsten springen. Nicht selten ist es auf diese Weise möglich, komplette Stellungen zu erkunden, noch ehe Aiden das Gebiet überhaupt betreten hat. So manipuliert man etwa Maschinen und lenkt Wachleute ab oder zündet Granaten an deren Gürtel. Die Möglichkeiten sind vielschichtig, erfordern aber auch eine gute Koordination und Planung. Daher spielt sich Watch Dogs weitaus taktischer und langsamer als die Konkurrenz, besitzt aber auch mehr Tiefe. Auf der anderen Seite wirkt das Deckungssystem noch nicht ganz rund. Als Aiden beispielsweise eine Baustelle infiltrieren soll, bleibt er einige Male hängen. Zudem ist es nicht möglich, blind über eine Deckung hinweg zu schießen.

Viele Möglichkeiten zum Zeitvertreib

Das Chicago von "Watch Dogs" bietet weit mehr als nur die Hauptgeschichten an. Mit Nebenaufgaben bessert Aiden Pearce seine Erfahrung auf und verdient sich zwischendurch einige Dollars hinzu. In den so genannten "Fixer Contracts" muss er beispielsweise Wagen innerhalb knapp bemessener Zeitlimits überführen. Je mehr Schaden die Edelkarosse dabei nimmt, desto geringer fällt das Honorar aus. Außerdem versucht sich der Hacker in Selbstjustiz und zerstört Gang-Verstecke samt deren Belegschaft.

Ein Hacker auf den Straßen Chicagos

14 Minuten Gameplay aus dem Action-Abenteuer "Watch Dogs".

14 Minuten Gameplay aus dem Action-Abenteuer "Watch Dogs".


Zudem scannt man mit dem Smartphone die Bürger Chicagos und stößt so immer wieder auf laufende Verbrechen. Sobald ein mögliches Delikt entdeckt wird, startet eine Schnitzeljagd durch die Stadt, bei der Aiden den Täter auf frischer Tat und unentdeckt fassen muss. Diese Missionen entpuppen sich stellenweise als langatmig und unnötig kompliziert, da es in der Masse an Fußgängern oft gar nicht einfach ist, die Zielpersonen zu entdecken.

Drogen und Muscle Cars

Soll es etwas weniger ernst zur Sache gehen, schmeißt sich Aiden Drogen ein und driftet in Augmented-Reality-Spielen ab. Hier kontrollieren Sie beispielsweise einen riesigen Spinnenroboter und zerstören Chicago. Oder man rast wie in "Twisted Metal" in einem Muscle-Car durch die Stadt, überfährt Zombies und sammelt dabei Seelen ein. Bürgerlicher wird es bei witzigen Spielereien wie Pokern oder Schach.

Kreative Online-Optionen

In "Watch Dogs" verschmelzen Off- und Onlinemodus miteinander. Hat man diese Option aktiviert, dann können immer wieder andere Mitspieler in die Spielwelt eindringen. Sie fordern einen entweder heraus oder hacken Aidens Smartphone direkt. Dann beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel innerhalb eines geschlossenen Bereichs. Hier muss man den Angreifer identifizieren und ausschalten.

Weitere Spielarten des Online-Modus wurden ebenfalls enthüllt: In "Online Tailing" gilt es, einen anderen Spieler über ein Zeitlimit hinweg zu verfolgen und zu beschatten. Natürlich sollte dieser einen dabei nicht entdecken. "Online Decryption" erinnert hingegen an die Artefakt-Jagd aus Assassin's Creed. Hier balgen sich mehrere Spieler um eine Akte und müssen diese möglichst lange halten. Zu guter Letzt gibt es auch noch eine Companion-App für Watch Dogs, die mobile Endgeräte für iOS, Android und Kindle Fire HD mit dem "großen" Videospiel verknüpft. Der Smartphone- oder Tablet-Nutzer kontrolliert dabei die Polizeikräfte von Chicago und muss den Gegner bei einer simplen Checkpunkt-Jagd stoppen.

Eine Frage der Technik

Grafisch hinterlassen die ersten drei Stunden der PS4-Version von Watch Dogs einen gemischten Eindruck. Die Zwischensequenzen sind wirklich äußerst ansehnlich geworden, und speziell die Gesichter der Protagonisten wie zum Beispiel das des fettleibigen Gangsters Bedbug oder des "Fixers" Jordi Chin wirken ausgesprochen detailliert und natürlich. Die englischen Dialoge sind ebenfalls toll eingesprochen worden. Durch die starke Inszenierung gewinnen insbesondere die Hauptmissionen rund um Aidens Familie merklich an Emotionalität und Tiefe.

Erst bei Nacht ein Hingucker

Im Spielbetrieb fällt Watch Dogs allerdings ein wenig ab. Am Tage sieht Chicago gut und lebendig, aber nicht atemberaubend aus. Fährt man dann durch die Straßen, sind die Parallelen zu GTA 5 kaum noch zu verheimlichen. Erst, wenn es Nacht über Chicago wird oder sich das Wetter dreht, lässt Watch Dogs wieder die Next-Generation-Muskeln spielen. Die Regen- und Lichteffekte sind wie in den bisherigen Gameplay-Videos gezeigt herrlich spektakulär. Die PC-Version wirkt im Vergleich zu PS4-Variante noch einmal schärfer und detailreicher.

Was uns gefällt

Das Hacken erweitert Aidens Arsenal um eine taktische Komponente. Speziell beim Anschleichen an ein Zielgebäude ist das Manipulieren von Schaltkästen, Maschinen und sogar Granaten ein probates Mittel. Die verschiedenen Skill-Trees haben spürbaren Effekte auf die Fähigkeiten, sodass die Zusatzaufgaben deutlich mehr sind als nur ein purer Nebenverdienst. Technisch kann das Spiel phasenweise begeistern - gerade nachts sieht "Watch Dogs" klasse aus.

Was uns nicht gefällt

Das Kampfsystem fühlt sich immer wieder ziemlich hölzern an und lässt die Freiheiten eines "GTA 5" vermissen. Aiden kann beispielsweise nicht blind über die Deckung hinweg oder gar aus dem Auto heraus feuern. Auch die Fahrzeugsteuerung ist gewöhnungsbedürftig und reagiert nur leicht verzögert. Solche Probleme ist man bei Open-World-Spielen zwar gewohnt, dennoch würde man sich hier eine intuitivere Bedienung wünschen.

Fazit

Watch Dogs wird es ganz schwer haben, sich gegen den Überkonkurrenten von Rockstar Games durchzusetzen. Dennoch ist Ubisoft auf einem guten Weg und hat einen viel versprechenden Action-Adventure-Titel im Programm. Speziell die Hacking-Funktionen, die Erweiterungen und nicht zuletzt das deutlich ernstere Szenario im Vergleich zur "GTA"-Reihe überzeugen. Man darf auf das fertige Spiel wirklich gespannt sein.

Infos zum Spiel

Titel: Watch Dogs
Genre: Action-Adventure
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Ubisoft Montreal
Release-Termin: 27. Mai 2014
Preis: zirka 60 Euro (PC) / zirka 70 Euro (Konsolen)
System: PC, PS3, Xbox 360, Wii U, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Eindruck: Gut

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