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Test zu RollercoasterTycoon 4 Mobile

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Test Rollercoaster Tycoon 4 Mobile | Aufbaustrategie/Management | iOS  

Absturz mit der Achterbahn

06.05.2014, 14:46 Uhr | Jürgen Kroder (jr / nic), Medienagentur plassma

Test zu RollercoasterTycoon 4 Mobile. Rollercoaster Tycoon 4 Mobile Management-Spiel für iOS von Atari (Quelle: Atari)

Rollercoaster Tycoon 4 Mobile (Quelle: Atari)

Sie wundern sich, warum wir ein Spiel namens "Rollercoaster Tycoon 4 Mobile" vorstellen, obwohl es in Apples App-Store nur einen Teil gibt? Die Erklärung ist einfach: Die Vorgänger erschienen für PC, Mac OS X und Nintendo 3DS, die aktuelle Fortsetzung der traditionsreichen Management-Serie gibt es aber erstmals nur für iOS. Kann der Ableger für iPhone, iPod Touch und iPad in die großen Fußstapfen der beliebten Prequels treten und genauso begeistern? Die Redaktion ist der Frage auf den Grund gegangen.

Mobile Klassiker-Wiedergeburt

Als im Jahr 1999 der Entwickler Chris Sawyer sein Spiel "Rollercoaster Tycoon" über den Publisher Hasbro veröffentlichte, schüttelten viele den Kopf. Selbst für die damalige Zeit sah die 2D-Grafik zwar nett, aber irgendwie kümmerlich aus. Doch die Freizeitpark-Simulation wurde ein Hit, denn wie so oft konnte der Spielspaß über eine nicht mehr zeitgemäße Optik getrost hinweg sehen lassen. Nun schreiben wir das Jahr 2014, und "Rollercoaster Tycoon 4 Mobile" kommt über den Publisher Atari mit fast der gleichen Gestaltung wie sein Urahn daher. Doch dieses Mal kann der Spielspaß das Aufbaustrategie-Game leider nicht mehr retten. Das hat verschiedene Gründe.

Nichts Neues im Angebot

Einen Freizeitpark zu managen, in dem man Attraktionen baut, um die Besucher anzulocken, und Fressbuden aufzustellen, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen - diese Idee ist eigentlich ganz reizvoll. Da sich das neue "Rollercoaster Tycoon" ähnlich wie seine Vorbilder spielt, bietet es für Fans der Serie nichts Neues. Ganz im Gegenteil: Bei der Umsetzung wurde am Umfang gespart. Neulinge könnten aber mit "Rollercoaster Tycoon 4 Mobile" ihren Spaß haben. Zumindest theoretisch. Doch in der Praxis vermiesen die gleich genannten Mängel die gute Laune.

Achterbahnen jenseits der Wahrscheinlichkeitsrechnung

"Rollercoaster Tycoon" heißt so, weil der Bau der Achterbahnen im Fokus steht. Doch genau dieses Spielelement fällt beim neuen iOS-Teil ziemlich beschämend aus. Man hat verschiedene Typen an Bauteilen zur Auswahl, zum Beispiel aus Holz oder Stahl, mit denen man verrückte Bahnen nach seinen Vorstellungen baut. Ob die Konstrukte in der Realität funktionieren würden, ist hier irrelevant, da das Spiel alle physikalischen Gesetze ignoriert. Wer will, kann also gleich zu Fahrtbeginn einen Looping einbauen - lächerlich! Kaum gebaut, fährt der Rollercoaster dann in der Endlosschleife. Einen Stopp, um die wartenden Parkbesucher einsteigen zu lassen, gibt’s nicht. Das ist zwar nur ein Detail, das aber, wie so vieles bei diesem Spiel, in der Summe sauer aufstößt.

Klicken, warten und bezahlen

Das Schlimmste an "Rollercoaster Tycoon 4 Mobile" ist das Spielprinzip an sich. Grundlegend orientiert es sich zwar am Klassiker, doch für die mobile Variante wurde es in ein modernes Gewand gepresst. Und dafür zum Schlechten verändert: Denn wie bei vielen aktuellen Strategie- und Management-Titeln muss man geduldig warten, bis die gewünschten Gebäude fertig gebaut sind - das kann von wenigen Sekunden bis hin zu mehreren Stunden dauern.

Wer schneller voran kommen will, kann die Ingame-Währung einsetzen, um den Bauvorgang zu beschleunigen. Irgendwann sind die virtuellen Moneten allerdings aufgebraucht, was dazu führt, dass man ermutigt wird, echtes Geld auszugeben. Das kennt man aus Free-to-Play-Spielen wie "Farmville", "Clash of Clans" und Konsorten. Mit dem großen Unterschied, dass "Rollercoaster Tycoon 4 Mobile" vor dem Download bereits Geld kostet. Diese 2,69 Euro sind quasi nur eine Anzahlung in viel größere Ausgaben. Das ist kein gutes und faires Geschäftsmodell.

Es läuft nicht rund

Im App Store hagelt es schlechte Bewertungen für "Rollercoaster Tycoon 4 Mobile", nicht nur wegen der Geldhai-Mentalität von Publisher Atari. Ein weiterer Grund: Das Mobilspiel läuft ziemlich unrund. Viele Texte sind noch nicht übersetzt und erscheinen in Englisch statt in Deutsch. Bei manchen Nutzern stürzt die App ab oder startet erst gar nicht. Andere beschweren sich darüber, dass Fahrgeschäfte, Spielstände und sogar virtuelles Geld im Daten-Nirwana verschwinden. Das sorgt für viel Frust.

Was uns gefällt

Ein "Rollercoaster Tycoon" gemütlich auf dem iPhone oder iPad spielen, während man in der Bahn oder auf der Couch sitzt - diese Idee klingt verlockend. Gerade wenn man ein Fan der Kult-Serie ist. 

Was uns nicht gefällt

Leider wurde die Umsetzung ziemlich versemmelt. Das kaugummiartige Spieldesign könnte man vereinfacht als "Farmville mit erhöhtem Abzock-Faktor" bezeichnen. Traurig. Die vielen Bugs erhöhen auch nicht gerade den Spielspaß.

Fazit

Das charmante Spielprinzip hat bis heute nicht seinen Reiz verloren, deswegen macht es grundlegend Spaß, sich in den Freizeitpark-Bau zu stürzen. Doch bei der Umsetzung wurde wohl mehr Energie in die ökonomische Optimierung als ins Gamedesign investiert. Es ist zum Heulen! Im jetzigen Zustand kann man "Rollercoaster Tycoon 4 Mobile" kaum empfehlen. Hoffentlich können kommende Updates die Ehre der ehrwürdigen "Rollcercoaster Tycoon"-Serie wieder retten

Infos zum Spiel

Titel: Rollercoaster Tycoon 4 Mobile
Genre: Aufbaustrategie/Management
Publisher: Atari
Hersteller: On5
Release-Termin: Im Handel
Preis: 2,69 Euro (Universal App)
Systeme: iOS
USK-Freigabe: Nicht geprüft
Wertung: Ausreichend

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