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Wii U weiter in Krise: Nintendo beendet Geschäftsjahr in roten Zahlen

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Wii U-Krise geht weiter: Nintendo beendet Geschäftsjahr in den roten Zahlen

07.05.2014, 15:23 Uhr | jr / ams, dpa

Wii U weiter in Krise: Nintendo beendet Geschäftsjahr in roten Zahlen. Wii U (Quelle: Nintendo)

Wii U (Quelle: Nintendo)

Der japanische Spiele-Spezialist Nintendo hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Verlust abgeschlossen. Zum Stichtag 31. März fiel ein Minus von 23,2 Milliarden Yen (zirka 164,4 Millonen Euro) an. Im Jahr davor hatte Nintendo noch rund 7,1 Milliarden Yen verdient.

Nintendo kommt mit der Wii U nicht voran

Der Umsatz schrumpfte um zehn Prozent auf 571,7 Milliarden Yen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Ein Problem sind nach wie vor die schleppenden Verkäufe der Spielekonsole "Wii U". Ihr Gesamtabsatz erreichte 6,17 Millionen Geräte - damit wurden in den vergangenen drei Monaten nur gut 300 000 Wii U-Konsolen verkauft. Die ursprüngliche Prognose von Nintendo lag bei neun Millionen verkauften Geräten. Die ursprüngliche Jahresprognose für das im März zu Ende gegangene Geschäftsjahr (390 Millionen Euro Gewinn waren vorhergesagt) hatte das Unternehmen angesichts des Negativtrends bereits im Vorfeld offiziell kassiert und trotz der guten Geschäfte mit den Handhelds DS und 3DS eine Gewinnwarnung publiziert.

Nintendo hofft, dass mit attraktiven Spielen auch die Verkäufe der Wii U anziehen. Der große Hoffnungsträger ist jetzt die neue Version des populären Rennspiels Mario Kart, die Ende Mai erscheint. Der Absatz der mobilen Konsole Nintendo 3DS sank im vergangenen Geschäftsjahr um 13 Prozent auf 12,2 Millionen Geräte.

Nintendo ist in der Zwickmühle: Bei den stationären Konsolen hängen die ein Jahr später gestarteten Konkurrenten Sony mit der PS4 (sieben Millionen verkaufte Geräte) und Microsoft mit der Xbox One (fünf Millionen in den Handel gebrachte Konsolen) die technisch limitierte und mit einer mangelhaften Third-Party-Spieleversorgung kämpfende Wii U gnadenlos ab, und selbst im traditionellen starken Casual Game/Mobile Games-Segment knabbern Smartphones und Tablets immer größere Stücke an den traditionellen Nintendo-Handheld-Besitzständen ab.

Nintendo hatte in den 80er Jahren den Grundstein für den Heimkonsolen-Markt gelegt und 2006 mit der Bewegungssteuerung der Konsole Wii nochmal einen großen Hit gelandet. Der schwächelnde Absatz der Wii U und der Vormarsch der Smartphone-Spiele stellen jedoch das Geschäftsmodell von Nintendo in Frage.

Immer mehr Branchenbeobachter empfehlen daher dem Traditionsunternehmen, seine beliebten Figuren wie Super Mario oder Zelda in Spielen für Smartphone-Plattformen wie Android oder Apples iOS zu vermarkten. Nintendo erteilte solchen Ideen bisher eine Absage. Konzernchef Satoru Iwata kündigte zudem Gesundheitsdienste als eine neue Marschrichtung an, nannte bisher jedoch keine Details.

Für das angebrochene Geschäftsjahr stellte Nintendo ein Umsatzwachstum auf 590 Milliarden Yen und mit einem Gewinn von 20 Milliarden Yen auch wieder schwarze Zahlen in Aussicht.

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