Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Grid Autosport: Preview zum nächsten Codemasters-Rennspiel

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Hands-on-Preview Grid Autosport | Rennspiel | PC, PS3, Xbox 360  

Entscheidung auf der Zielgeraden

12.05.2014, 16:11 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams) , Medienagentur plassma

Grid Autosport: Preview zum nächsten Codemasters-Rennspiel . Grid Autosport Rennspiel von Codemasters für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: Codemasters)

Grid Autosport (Quelle: Codemasters)

Normalerweise lassen sich Spiele-Entwickler und Publisher zwischen der Ankündigung eines neuen Titels und seiner Veröffentlichung gerne Monate Zeit. Mit der richtigen Hype-Strategie avancieren manchmal sogar mittelmäßige Spiele zum Erfolgstitel. Bei "Grid Autosport" ist das anders: Erst Mitte April ließ Codemasters die Katze aus dem Sack und präsentierte der Fachpresse das am 27. Juni für PS3, Xbox 360 und PC erscheinende Rennspiel. Bleibt die Frage: Ist das ein gutes Omen für "Grid Autosport"?

Neues Spiel, alte Konsolen

Die erste Überraschung: "Grid Autosport" kommt ausschließlich für PS3, Xbox 360 und PC. Die neueren Konsolen PS4, Xbox One und Wii U bleiben in der Boxengasse. Codemasters begründet diese Entscheidung mit der Sicherung der Qualität des eigenen Produkts: Man wolle lieber ein ausgereiftes Spiel auf der aktuellen Hardware abliefern als einen Schnellschuss auf PS4 oder Xbox One. Die Frage der Installationsbasis - also die Anzahl der verkauften Konsolen - dürfte hier von auschlaggebender Bedeutung für Publisher Namco Bandai gewesen sein: Grid hat zwar immer noch einen guten Namen in der Racing-Games-Szene, doch der 2013 veröffentlichte unmittelbare Vorgänger "Grid 2" hatte Probleme, auf ordentliche Verkaufszahlen zu kommen. Spielraum für Next-Gen-Experimente gab es also keinen.

Eine neue Karriere

Für "Grid Autosport" verspricht Codemasters aber nicht weniger als den umfangreichste Grid-Racer aller Zeiten. Im Karrieremodus übernimmt der Spieler die Rolle eines fiktiven Rennfahrers. Allerdings arbeitet man sich nicht linear durch eine Reihe von Klassen oder Ligen. Stattdessen bestimmt man den Werdegang selbst und versucht, in fünf verschiedenen Bereichen Fuß zu fassen und Erfolge zu feiern. So tritt man mit Tourenwagen an, probiert sich in Ausdauer- oder Straßenrennen sowie in der Open-Wheel- und in der Tuning-Competition.

Von Sepang bis San Francisco

Im Karrieremodus wird man Teil eines Teams sein und darf im Rennen sogar seinem Kameraden Stall-Order geben. Ob man an bestimmten Punkten die Klasse wechselt oder die gesamte Spielzeit über nur Ausdauer- oder Tourenwagenrennen fährt, ist dabei jedem selbst überlassen. Damit es nicht zu langweilig wird, umfasst "Grid Autosport" über 100 abgesteckte Rennstrecken an 22 teils exotischen Schauplätzen. So gibt es klassische Kurse wie etwa Hockenheim oder Sepang, aber auch anspruchsvolle Stadtkurse in San Francisco.

Purer Spaß am Fahren

Codemasters verspricht mit "Grid Autosport" nicht unbedingt eine Simulation, sondern ein Racing-Erlebnis. Der Fokus liegt auf spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit einer beinharten Gegner-KI. Die anderen Fahrer passen sich in ihrer Risikobereitschaft der jeweiligen Klasse an. In der ersten Anspielrunde erwiesen sich die Computerfahrer in Tourenwagen-Events als ausgesprochen rüpelhafte Gesellen: In Kurven schieben sie den Spieler an oder versuchen ihn durch einen Schubser ins Heck zu drehen. In Open-Wheel-Rennen mit sensiblen Fahrzeugen dagegen vermeiden sie Kollisionen und probieren lieber, aus dem Windschatten heraus zu überholen.

Überschaubare Garage

Einen exorbitant großen Fuhrpark wie etwa in Gran Turismo 6 wird "Grid Autosport" nicht beinhalten. Codemasters setzt auf 80 bis 85 markante Fahrzeuge - von Muscle Cars bis hin zu schnittigen Rennwagen ist alles dabei. Sehr gut: Die Wagen verfügen über eine Cockpit-Ansicht. Doch bei Höchstgeschwindigkeiten verschwimmen die Armaturen. Dadurch wollen die Entwickler eine Art Tunnelblick simulieren. In "Grid Autosport" soll das Verhältnis zwischen Fahrzeug und Fahrer im Vordergrund stehen. So entscheiden Sie selbst, ob Schäden nur kosmetischer Natur sind oder sich auch auf die Fahreigenschaften auswirken. Zudem schraubt man mit den verdienten Prämien am eigenen Boliden herum und kann so mit Komponenten wie dem Motor oder den Stoßdämpfern experimentieren.

Das Rennen beginnt...

In der Praxis spielt sich das Codemasters-Rennspiel ausgesprochen gefällig. Die Fahrzeuge liegen - speziell im Vergleich zum Vorgänger - besser auf der Straße und reagieren direkter auf Lenkbewegungen. Bei Unfällen dreht man mit Hilfe der optionalen Flashback-Funktion erneut die Zeit zurück und korrigiert so die eigenen Aussetzer. Die angespielte PC-Version - unter anderem auf dem hügeligen Stadtkurs von San Francisco und der Rennstrecke von Jarama - sah in der höchsten Detailstufe brillant aus und erzeugte ein tolles Geschwindigkeitsgefühl.

Jeder Kilometer zählt

Zudem baut Codemasters die Online-Funktionen seiner RaceNet-Plattform aus. Auch hier wird auf die Verbindung zwischen Mensch und Maschine gesetzt. Denn in "Grid Autosport" tickt der Kilometerzähler gnadenlos herunter. Je mehr Kilometer man fährt, desto kostenintensiver wird ein Fahrzeug. Das virtuelle Auto ist also kein Wegwerf-Produkt, sondern eine Art Spielcharakter. Man muss immer zwischen Kosten, Nutzen und der eigenen Verbundenheit zum Wagen abwägen. Die Interaktion mit anderen Auto-Verrückten kommt ebenfalls nicht zu kurz: So können Sie sich beispielsweise mit Ihren Freunden in Automobilclubs zusammentun, Sponsorenverträge unterschreiben oder Herausforderungen starten.

Was uns gefällt

"Grid Autosport" ist trotz der kurzfristigen Ankündigung kein Schnellschuss. Codemasters verspricht fünf Klassen, Team-Order, hartnäckige KI-Gegner, rund 85 Autos und 100 Strecken an 22 verschiedenen Orten. Dazu sieht das Rennspiel in der von T-Online Spiele angetesteten PC-Version absolut fantastisch aus und spielt sich so flott wie das erste "Grid".

Was uns nicht gefällt

Das Fehlen einer Version für Playstation 4 und Xbox One ist ein herber Schlag ins Gesicht aller Rennspiel-Fans. Schließlich ist "Grid Autosport" in der präsentierten PC-Fassung ein absoluter Augenschmaus und muss nun für die vergangene Konsolengeneration ein wenig gedrosselt werden. Aber mal sehen - vielleicht kommt im Erfolgsfall ja noch was nach.

Fazit

Griffige Steuerung, fetzige Rennen und hartnäckige Gegner: "Grid Autosport" ist eine positive Überraschung und bietet einen riesigen Spielumfang. Vielleicht wird's das bessere "Grid 2“? Ende Juni wissen passionierte Rennspieler mehr.

Infos zum Spiel

Titel: Grid Autosport
Genre: Rennspiel
Publisher: Namco Bandai
Hersteller: Codemasters
Release-Termin: 27. Juni 2014
Preis: zirka 60 Euro
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Eindruck: Gut

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal