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"Borderlands: The Pre-Sequel": Schieß' mich auf den Mond

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First Look auf Borderlands: The Pre-Sequel | Ego-Shooter | PC, PS3, Xbox 360  

Schieß' mich auf den Mond

20.05.2014, 11:35 Uhr | Michael Förtsch (jr / nic), Richard Löwenstein

"Borderlands: The Pre-Sequel": Schieß' mich auf den Mond. Borderlands: The Pre-Sequel (Quelle: 2K Games)

Borderlands: The Pre-Sequel (Quelle: 2K Games)

Besitzer von PS4, Xbox One und Wii U müssen jetzt tapfer sein: Hersteller 2K Games lässt seinen Ego-Shooter "Borderlands: The Pre-Sequel" nur auf PC, Xbox 360 und Playstation 3 los. Warum eines der vielversprechendsten Shooter-Games des Jahres die neue Konsolen-Generation ignoriert, dieses Rätsel mag der Hersteller vorerst nicht auflösen. Sei's drum: Mit viel Tempo, großem Spielwitz und einem enorm unterhaltsamen Koop-Modus hat zuletzt "Borderlands 2" Millionen Fans für sich einnehmen können. "The Pre-Sequel" setzt auf vergleichbare Qualitäten.

Ego-Shooter mit Spielwitz

Unter all den vielen Ego-Shootern da draußen ist "Borderlands" schon eine ganz spezielle Marke. Das Spiel sieht mit seiner bunten und flächigen Grafik aus wie ein Comic-Buch und spielt sich durch seine humorvolle Machart erfrischend leicht und flüssig. Hier muss sich niemand wundern, wenn die Gegner der Heldenfigur Hohn und Spott entgegen schleudern oder der Bösewicht per Funk herzlich dazu einlädt, man dürfe sich gerne "von einem seiner höchst professionell ausgebildeten Günstlinge killen lassen". All die Sprüche werden heimgezahlt, und zwar mit zins und Zinseszinz, so viel steht fest. Und solche Siege schmecken dann umso süßer.

Leichte Actionkost sozusagen

Worum geht es überhaupt? Wie der englische Titel "The Pre-Sequel" andeutet, befasst sich die Kampagne mit der Zeit zwischen den Borderlands-Teilen Eins und Zwei. Erzählt wird, wie Handsome Jack - Träger eines markanten Ziegenbärtchens und außerdem Bösewicht aus "Borderlands 2" - sich die Roboter-Produktionsstraßen auf dem Mond unter den Nagel reißt und zum fiesen Alleinherrscher über den Planeten Pandora aufschwingt. Folgerichtig verlagert "The Pre-Sequel" die Action von Planetenoberfläche auf besagten Mond. Mit all den Folgen, die damit Hand in Hand gehen: Wenig Atmosphäre und verringerte Schwerkraft zum Beispiel.

Mehr Borderlands = Mehr Wahnsinnsaction

Entwicklerkommentar und erste Spielszenen zu Borderlands: The Pre-Sequel.

Mehr Borderlands = Mehr Wahnsinnsaction


Neue Heldenklassen

Vier Heldenklassen sollen, auf Handsome Jacks Geheiß, auf Pandoras Mond mächtig aufräumen. Nisha zieht mit ihren Hightech-Colts in den Einsatz, Athena bringt zusätzlich zu ihrer Schusswaffe ein schleuderfähiges Schild zum Einsatz. Wilhelm ist der Mann für schweres Schusswaffen-Gerät - und was der kleine Roboter Claptrap so drauf hat, wird sich erst noch zeigen. Der Spieler jedenfalls wählt seine Figur und zieht los.

Was er dann erlebt, ist im Moment noch nicht klar - denn über Spielstruktur und die Einbettung der Kampagne verrät der Hersteller momentan recht wenig. Wir gehen von offenen Regionen aus, die man frei Schnauze erkunden oder Mission für Mission durchspielen kann. Also ähnlich wie bei den Vorgängerspielen. Generell greift das bisher gezeigte Gameplay viele wesentliche Serien-Merkmale auf. Soll heißen: Das Tempo ist hoch und Angreifer hüpfen, sprinten und schweben rudelweise in das Bild.

Bewährte Merkmale

In Truhen und Schränken liegt jede Menge Munition und weiteres Waffengut zum Sammeln bereit. Wie bei einem Rollenspiel darf man zwischendurch erkämpfte Skill-Punkte verteilen und so die Fähigkeiten seines Helden oder seiner Heldin steigern. Dieses Tun resultiert nicht nur in schnellerer Selbstheilung, verbesserter Sprungkraft und vergleichbar oberflächliche Attributen. Vielmehr ist ziemlich gewitztes Helden- und Waffentuning denkbar. Man kann zum Beispiel gezielt die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich lenken. Prima Sache im Koop-Modus, wenn zwei Kollaborateure gemeinschaftlich handeln: Der eine Spieler verbirgt sich im Hinterhalt, und der Mitspieler lockt die Angreifer in die Falle.

Weniger Schwerkraft, mehr Möglichkeiten

Aber genau wie der Cel-Shading-Look und das humorvolle Ambiente ist die exzessive Sammelei und das tief mit dem Gameplay verknüpfte Heldentuning seit jeher typisch für "Borderlands". Es ist also vorrangig am neuen Mond-Szenario, für frischen Schwung zu sorgen.

Könnte klappen, die Handhabung des Helden jedenfalls unterscheidet sich spürbar. Aufgrund der niedrigen Schwerkraft gelingen sehr weite Sprünge von teils mehreren Sekunden Dauer. Mithilfe der Düsen des Sauerstoff-Rucksacks lässt sich die Gleitphase weiter verlängern. Daraus entwickeln sich Luftkämpfe und so manch witzige Szene: Es gibt beispielsweise die Möglichkeit, die Schwebephase ganz abrupt zu beenden und sich sozusagen von oben auf einen Gegner fallen zu lassen - ein Po-Plumpser im Stil von Nintendos Super-Mario.

Neue Waffensysteme

Neue Waffensysteme schüren die Lust auf Experimente und Entdeckungen. Die Büchsen aus der Gattung Eiskanone etwa schockgefrieren getroffene Opfer auf der Stelle. Man braucht die zur Eissäule Erstarrten dann nur noch anrempeln, und schon zerplatzen sie in viele Dutzend Eistrümmer. Neugierige Vorfreude lösen auch die Gedanken an Athena und ihr Rundschild aus. Anfänglich schleudert sie ihren Körperschutz auf Kommando in die Gegnermenge und sprengt so die ganze Gruppe auseinander. Dass einige unglückliche Opfer wegen der geringen Mond-Schwerkraft unwiederbringlich hinaus zu den Sternen schweben und sich winkend verabschieden, ist ein treffliches Beispiel für den tiefschwarzen Humor der "Borderlands"-Reihe.

Was uns gefällt

Genau wie die Vorgängerspiele ist auch "Borderlands: The Pre-Sequel" durch seinen charakteristischen Look und seinen Humor geprägt. Auch wenn manche Gags allzu bösartig geraten, wirkt die Machart von "Borderlands" im sonst so bierernsten Actiongenre nach wie vor erfrischend.

Was uns nicht gefällt

Visuell unterscheidet sich "The Pre-Sequel" nur unwesentlich vom Vorgängerspiel, und auch mit vielen wesentlichen Gameplay-Elementen dürften Kenner der "Borderlands"-Reihe bereits vertraut sein. Es bleibt abzuwarten, ob der neue Ableger der erfolgreichen Actionspiel-Reihe tatsächlich genug frische Ideen mitbringt, die einen Kauf als Vollversion rechtfertigen.

Fazit

Für Einsteiger drängt sich dieses "Borderlands" vermutlich ebenso wenig auf wie die Vorgängerspiele. Die Mischung aus temporeichen Schießereien mit seiner einprägsamen Erscheinung und den ausgeprägten Rollenspiel-Elementen schmeckt wohl eher der Hardcore-Klientel. Die wiederum dürfen sich auf viele schräge Ideen und einen bestimmt wieder sehr unterhaltsamen Koop-Modus freuen. Der Hersteller verspricht eine umfangreiche Koop-Kampagne.

Infos zum Spiel

Titel: Borderlands The Pre-Sequel
Genre: Ego-Shooter
Publisher: 2k Games
Hersteller: 2K Australia / Gearbox
Release-Termin: Ende 2014
Preis: zirka 60 Euro (PC) / zirka 70 Euro (Konsolen)
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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