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Die Inquisition schlägt zurück: Vorschau zum Action-Rollenspiel Dragon Age 3 Inquisition

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Preview zu Dragon Age: Inquisition | Action-Rollenspiel | PC, PS4, Xbox One  

Der Ärger mit den Dimensionsrissen

23.05.2014, 16:04 Uhr | Olaf Bleich (jr / nic), Medienagentur plassma

Die Inquisition schlägt zurück: Vorschau zum Action-Rollenspiel Dragon Age 3 Inquisition. Dragon Age 3: Inquisition Rollenspiel von Bioware für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One (Quelle: Electronic Arts)

Dragon Age 3: Inquisition (Quelle: Electronic Arts)

Bei Kult-Entwickler Bioware jongliert man gerade mit einem ungewohnten Gefühl: Druck! Spiele wie "The Elder Scrolls 5: Skyrim", "The Elder Scrolls Online" oder auch das kommende "Witcher 3: Wild Hunt" drohen dem einstigen Rollenspielvorreiter (der mit Spielen wie "Baldurs Gate", "Mass Effect" oder "Knights of the Old Republic" das Genre quasi im Alleingang definierte) den Rang abzulaufen. Doch die laute Kritik nach dem wenig überzeugenden "Dragon Age 2" scheint beim aktuell in der Entwicklung befindlichen Action-Rollenspiel Früchte zu tragen. Das im Herbst 2014 bei Electronic Arts für PS4, Xbox One und PC erscheinende "Dragon Age: Inquisition" sieht dank Frostbite-3-Grafiktechnologie fantastisch aus und knüpft inhaltlich und spielerisch wieder an die Ursprünge der "Dragon Age"-Fantasy-Saga an.

Risse ins Nichts

Schon lange ist das Königreich Thedas, in dem die Dragon Age-Reihe beheimatet ist, kein friedlicher Ort mehr. Kriege und Streitigkeiten zwischen den Völkern erschüttern das Reich. Daher schert sich zunächst auch niemand drum, als sich plötzlich Dimensionsrisse - sogenannte "Fades" - öffnen, aus denen Dämonen und Ungeheuer steigen. Doch die Dringlichkeit des Problems steigt. Als die Gefahr für Thedas nicht mehr zu leugnen ist, wird die Inquisition mit der Aufklärung und Beseitigung der mysteriösen Risse und ihrer Hervorbringungen betraut. Und wie es der Zufall so will, ist ausgerechnet Ihre Spielfigur der Auserkorene, der mit dieser Aufgabe betraut wird.

Keine Baukastenwelt

"Dragon Age: Inquisition" will kein Open-World-Rollenspiel wie Skyrim oder The Witcher 3 sein. Aber im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist die Spielwelt von Thedas weitläufiger und lädt zu weitaus mehr Abenteuern und Nebenaufgaben ein. So kann man sich beispielsweise in Dungeons herumtreiben und nach Schätzen suchen, unterwegs auf die Jagd gehen oder Kräuter für Heiltränke sammeln. Besonderes Augenmerk legt Bioware diesmal auf eine glaubhafte Umwelt: Wölfe beispielsweise ziehen in Rudeln durch die Wälder und sind immer auf der Suche nach Futter. Andererseits kann man die Population der Vierbeiner in einzelnen Gebieten auch spürbar dezimieren, indem man diese gezielt jagt. Dann muss sich der Bestand erst einmal erholen, bis sich die Suche nach Rotkäppchens Erzfeind wieder lohnt.

Dragon Age 3: Inquisition - Erster Trailer von der E3

Dragon Age-Fans werden, mit Hexe Morrigan und Zwerg Varric, in diesem Trailer zwei bekannte Gesichter wiedersehen.

Dragon Age-Fans werden bekannte Gesichter wiedersehen.


Entscheidungen sind gefragt

Trotzdem will Bioware in "Dragon Age: Inquisition" in erster Linie eine spannende, nur teilweise lineare Geschichte erzählen, in der erneut die Entscheidungen des Spielers einen merklichen Einfluss auf die Welt haben werden. Aktuell plant das Entwicklerteam mit weit über 33 verschiedenen Endsequenzen, die sich zwar teilweise nur in Kleinigkeiten voneinander unterscheiden, aber im Gegensatz zu "Mass Effect 3" für einen versöhnlichen Abschluss sorgen sollen.

Klassentreffen

Das Spiel startet mit einem ganz klassischen Charakterbaukasten, in dem Sie Ihren Helden zusammenstellen. Zu den drei Klassen des Vorgängers - Magier, Krieger und Schurke - kommt diesmal der Inquisitor hinzu. Die gewählte Rasse beeinflusst ebenfalls die Starteigenschaften der eigenen Spielfigur. Bislang sind neben den Menschen, Zwergen und Elfen noch die wackeren Krieger der Qunari bekannt. Weitere Völker will Bioware in den kommenden Monaten ankündigen.

Waschechtes Party-Rollenspiel

Der Held ist in "Inquisition" nie auf sich allein gestellt. Dafür ist Thedas viel zu gefährlich. Stattdessen kommandieren Sie eine bis zu vier Mann starke Abenteurer-Party mit hoffentlich charismatischen und eigenwilligen Nebencharakteren. Denn wie schon im Klassiker "Baldurs Gate" plaudern die Gefährten ständig miteinander, frotzeln herum oder geraten sogar aneinander. Anders als im Vorgänger kann man sich nun in die Dialoge einschalten und mit seinen Kameraden über ein Auswahlsystem kommunizieren. Dabei macht sprichwörtlich der Ton die Musik: Wer seine Kollegen nur ungehobelt beschimpft, vergrault diese langfristig.

Einige Nebendarsteller hat Bioware bereits angekündigt. So feiern Fans von "Dragon Age 2" ein Wiedersehen mit dem Zwerg Varric und der Kriegerin Cassandra. Neu hinzu kommen der mächtige Kämpfer Iron Bull, der Elfen-Magier Solus und die Elfen-Schurkin Sera. Wie sie in den Handlungszusammenhang passen, wurde aber noch nicht verraten.

Neue, alte Taktik

Beim Kampfsystem geht Bioware zurück zu den Ursprüngen der Dragon Age-Serie. Der aus "Origins" bekannte taktische Pausenmodus soll mit einer frei dreh- und zoombaren Kamera für mehr strategischen Tiefgang in den Scharmützeln sorgen. Von hier aus befehligt man seine Vier-Mann-Streitmacht Zug um Zug. Dabei muss man natürlich die Eigenschaften seiner Mitstreiter im Hinterkopf behalten. Besonders im Kampf mit mächtigen Widersachern wie Riesen oder gar Drachen ist viel Taktik gefragt. Ein Iron Bull beispielsweise eignet sich hervorragend, um die Attacken der Gegner auf sich zu ziehen. Varric agiert hingegen gerne aus dem Hinterhalt und Magier heiler aus sicherer Distanz oder verbessern die Kampfwerte ihrer Kollegen.

Und... Action!

Große Widersacher wie Feuer speiende Drachen besitzen zudem verschiedene Trefferzonen. Die muss man identifizieren und ausnutzen. Im Idealfall sorgt man erst für die notwendige Schwächung und bringt den Gegner zu Boden, bevor man ihn ganz ausschaltet. Wer sich hingegen nicht so sehr auf Strategien verlassen will, sondern "Dragon Age 3" wie ein Hack & Slay bestreiten möchte, für den bietet sich der Action-Modus an. Ist der aktiviert, steuern Sie nur einen Helden aus der Verfolgerperspektive und schwingen das Langschwert, während die anderen Mitstreiter vom Computer kontrolliert werden.

Bioware will Dragon Age 3 allerdings zu einer echten Herausforderung machen. Von dem Gedanken an leichte Gegner kann man sich deshalb verabschieden. Die gibt es nämlich nicht. Das ist eine Aufgabe, denn nur solange der Spieler siegreich aus der Schlacht hervorgeht, werden die Gefährten, die im jeweiligen Gefecht den Ring verlassen haben, wiederbelebt. Auch sollen Heiltränke und Regenerationszauber nur im begrenzten Maße zur Verfügung stehen, um die Herausforderung zu vergrößern.

Die Inquisition wächst und gedeiht

Mit zunehmendem Spielfortschritt verbessern sich nicht nur die Kampfwerte und Eigenschaften der Charaktere. Die Inquisition wird durch erfolgreiche Missionen ebenfalls immer größer und gewinnt an Einfluss hinzu. Dadurch schalten Sie in Ihrer Basis - dem sogenannten "Skyhold" - neue Bereiche auf der Landkarte frei. Zudem rüstet man seinen Unterschlupf im Spielverlauf immer wieder mit Upgrades auf. An einer ausgebauten Schmiede verwertet man zum Beispiel gefundene Erze und stellt damit neue Gegenstände her. Schließlich darf man diesmal nicht nur den eigenen Helden ausrüsten, sondern auch all seine Mitstreiter.

Was uns gefällt

"Dragon Age 3: Inquisition" könnte all das wieder gut machen, was Dragon Age 2 verbockt hat. Dank Frostbite-3-Engine sehen Spielwelt und Figuren richtig lecker aus. Das Kampfsystem profitiert massiv von dem Rundenmodus und der stärkeren Fokussierung auf die Klassen und Rassen. Und tolle Geschichten erzählen gehört ohnehin zu den bekannten Bioware-Stärken.

Was uns nicht gefällt

Bioware lässt derzeit noch viele Fragen unbeantwortet. So gibt es nur wenig Details zum Charaktersystem. Abwarten, ob der dritte Teil auch in Sachen Charaktertiefe an das raue "Dragon Age: Origins" heranreicht. Das Kampfsystem wirkt mit der sofortigen Wiederbelebung nach der Schlacht aktuell auch noch ein wenig weichgespült.

Fazit

"Dragon Age 3: Inquisition" scheint auf dem richtigen Weg zu sein: Anspruchsvolle Taktik gewürzt mit interessanten Figuren, einer offeneren Spielwelt und modernster Grafik-Technologie sollten jedem Rollenspieler munden.

Infos zum Spiel

Titel: Dragon Age Inquisition
Genre: Action-Rollenspiel
Hersteller: Bioware
Publisher: Electronic Arts
Release: 10. Oktober 2014
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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