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Driveclub für PS4: Hetzjagd auf Gran Turismo

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Hands-on-Preview zu Driveclub | Rennspiel | PS4  

Hetzjagd auf Gran Turismo

26.05.2014, 16:32 Uhr | (jr / nic), Richard Löwenstein

Driveclub für PS4: Hetzjagd auf Gran Turismo. Driveclub Arcade-Rennspiel von Evolution Studios für PS4 (Quelle: Sony)

Driveclub (Quelle: Sony)

Was der PS4 am meisten fehlt, ist ein exklusives Rennspiel mit richtig Pfeffer. Eines, das die Pferdestärken der neuen Sony-Konsole ordentlich in Wallung bringt. Ein neues "Gran Turismo" wäre schön, steht aber bisher in den Sternen. Gemeinsam mit Sony schrauben die englischen Motorsport-Spezialisten von Evolution an einer interessanten Alternative: "Driveclub" mischt Elemente von Arcade-Games und Rennsimulationen mit schicker Grafik und dockt daran soziale Netwerk-Aspekte an. Die Spiele-Redaktion von t-online.de hat während einer Probefahrt Eindrücke gesammelt.

Redseliger Racer

Zuletzt wurde Driveclub vor einem dreiviertel Jahr das letzte Mal präsentiert. Für uns hat Evolution nun die Tore geöffnet und zur Probefahrt mit der runderneuten Spielversion eingeladen, die seitdem entstanden ist. Das Hauptmenü bietet auf den ersten Blick allerdings eher konventionelle Auswahlmöglichkeiten: Einzelspieler-Karriere, Mehrspieler-Modus und Einstellarbeiten - die klassische Aufteilung, die man so aus vielen Racing-Games kennt. Doch kaum hat man einmal den linken Analog-Stick berührt, tut sich Wundersames: Von unten schiebt sich eine Pinnwand in das Blickfeld. Ganz ähnlich wie bei der Timeline von Facebook rollen dann reihenweise Nachrichten in das Bild: "Jamie hat beim Kompaktwagen-Wettbewerb eine neue Rundenbestzeit aufgestellt" steht da beispielsweise zu lesen. Nanu, was hat das zu bedeuten?

Erste Probefahrt

Des Rätsels Lösung liegt darin, dass sich Driveclub auch als gesellschaftliches Ereignis versteht. Spieler können und sollen Gruppen aus bis zu sechs Mitgliedern bilden, zusammen Punkte sammeln, via Pinnwand Kontakt halten und einander zu Rennen einladen. Also Start frei für den erste Wettbewerb. Die chilenischen Anden dienen als Kulisse. "Putre" nennt sich die Strecke. Ein Ferrari 458 Italia bietet sich als fahrbarer Untersatz an. Das Wetter? Wolkig und windig. Blätter wehen durch das Bild, während sich die Kamera um das Fahrzeug herum bewegt und die Einzelheiten einfängt. Der Wind ist allerdings nur Show, er wirkt sich weder auf die Lenkung noch die Höchstgeschwindigkeit aus. Regen oder Schnee? Gibt es nicht.

Gemeinsam fahren, gemeinsam gewinnen

Neuer Trailer zum PS4-Rennspiel Driveclub.

Driveclub: Gemeinsam fahren, gemeinsam gewinnen


Schöner Spieleinstieg

Dafür sieht der Ferrari umso schöner aus. Die Bäume der Umgebung spiegeln sich auf den polierten Wölbungen des Fahrzeugs auf eine so realitätsnahe Weise, wie das weder Gran Turismo 6 auf der PS3 noch Forza Motorsport 5 auf der Xbox One zeigen. Nach einigen Augenblicken schieben sich eine Hand und ein Arm ins Bild. Die Kamera schwenkt mit und verfolgt aus der Ich-Perspektive, wie der Pilot das Cockpit entert und den Motor startet. Man fühlt sich tatsächlich mittendrin im Geschehen.

Weniger attraktiv als erhofft

Auf den gelungenen Spannungsaufbau folgt das Wettrennen: Elf Computergegner scharren bereits in den Startlöchern. Der Ferrari ist ganz hinten im Starterfeld positioniert. Dann springt die Ampel auf grün, die Hetzjagd beginnt - und die Vorfreude prallt gegen eine erste Enttäuschung. Denn was während des Rennens zu sehen ist, das sieht gut aus, aber keineswegs so überragend wie auf den Herstellerbildern. Das liegt vor allem daran, dass Driveclub mit einer Bildwiederholrate von 30 Frames pro Sekunde arbeitet. Forza und Gran Turismo aktualisieren das Bild doppelt so oft und wirken dadurch geschmeidiger.

Unpräzise Steuerung

Die Maßeinheit von 60 Frames pro Sekunde gilt außerdem als Voraussetzung für rasiermesserscharfe Steuerung. Weniger Frames gehen zu Lasten der Steuerung. Damit kämpft Driveclub tatsächlich. Zwar lässt sich der Ferrari flott um die Kurven werfen, und der infernalische Motorsound schießt einem durch Mark und Bein. Aber das Auto trifft auch nach wiederholten Versuchen immer noch nicht allzu exakt den Scheitelpunkt einer Kurve. Das Heck schert bei Auslösen der Handbremse manchmal unerwartet aus. Der Steuerung fehlt das letzte bisschen Verlässlichkeit.

Überzeugende Computergegner

Trotzdem geraten die Positionskämpfen spannend. Die Computergegner fahren immer in der Nähe des Spielers. Sie pflegen einen flotten Fahrstil, driften bei allzu frühen Bremsmanövern frech vorbei und nutzen die Stärken ihrer Fahrzeuge aus. Ein Audi R8 Sport oder ein McLaren P1 kleben mit ihrem Allradantrieb in den Kurven und müssen sich dafür auf den Geraden leichteren Fahrzeugen beugen. So deutlich wie in Driveclub sind die Unterschiede zwischen den Autos in keinem anderen Rennspiel spürbar. Sehr schön

Was uns gefällt

Der Spielfluss macht einen überzeugenden Eindruck. Die Ladepausen sind minimal, und man kann jederzeit per Dreiecks-Taste Neuigkeiten befreundeter Mitspieler abfragen oder per Touchpad ins Hauptmenü zurückkehren. Die insgesamt 55 Rennstrecken sehen nach einer guten Mischung aus schnellen Rundkursen und landschaftlich reizvollen A-nach-B-Etappen aus.

Was uns nicht gefällt

Die Bildwiederholrate von 30 Frames pro Sekunde enttäuscht. Vergleichbare Rennspiele machen mehr Dampf, fühlen sich geschmeidiger an und sehen trotzdem nur unwesentlich schlechter aus als Driveclub. Dass sich Tag und Nacht während eines Rennens abklatschen, wirkt sich auf die Stimmung und die Sichtweite aus und hat sonst keinen Einfluss auf den Spielablauf. Schadensmodell und Wetterumschwünge fehlen völlig.

Fazit

Wenn der Arcade-Racer Driveclub im Oktober erscheint, hat er sich fast ein ganzes Jahr Verspätung aufgeladen. So betrachtet enttäuscht das jetzt Gezeigte schon ein bisschen. Das Game sieht prima aus, aber nicht so umwerfend wie auf den Standbildern des Herstellers. Die Club-Idee wiederum macht einen guten Eindruck. Man tut sich mit Gleichgesinnten zusammen und wird über die spieleigene Pinnwand sowie eine kostenlose App für iPhone, iPad und Android-Handy 24 Stunden am Tag informiert, sobald Kumpels, Onlinefreunde und Clubmitglieder Bestzeiten erzielen. Schade, dass ausgerechnet ein Game mit so ausgeprägten gemeinschaftlichen Komponenten auf Splitscreen-Wettbewerbe verzichtet.

Infos zum Spiel

Titel: Driveclub
Genre: Arcade-Rennspiel
Hersteller: Evolution Studios
Publisher: Sony Computer Entertainment
Release-Termin: 8. Oktober 2014
Preis: Noch nicht bekannt
System: PS4
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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