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Zivilisierte Zukunft im All: Hands-on-Preview zu Civilization: Beyond Earth

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Hands-on-Preview zu Civ: Beyond Earth | Rundenstrategie | PC  

Zivilisierte Zukunft im All

28.05.2014, 14:45 Uhr | Heinrich Lenhardt (jr / nic), Medienagentur plassma

Zivilisierte Zukunft im All: Hands-on-Preview zu Civilization: Beyond Earth. Sid Meiers Civilization: Beyond Earth Strategiespiel von Firaxis für PC (Quelle: Firaxis)

Sid Meiers Civilization: Beyond Earth (Quelle: Firaxis)

Der Hauch der Geschichte umweht unsere strategischen Entscheidungen, im steten Takt der Spielrunden vergehen die Jahrtausende (und schmelzen die freien Stunden). Die "Civilization"-Reihe von Sid Meier vertraut dem Spieler seit fünf Generationen die Entwicklung einer Nation an, von der prähistorischen Siedlung bis zum Kontinente umspannenden Neuzeit-Imperium. Wie es mit der Menschheit im 27. Jahrhundert weitergeht, will die Science-Fiction-Fortsetzung "Civilization: Beyond Earth" zeigen, die im vierten Quartal dieses Jahres für den PC erscheint. Beim Anspieltermin besiedelten wir einen neuen Planeten, entdeckten bissige Aliens und arrangierten uns mit Nachbarkolonien.

Abschied von der Erde

Auf der Erde ist es nach einer Umweltkatastrophe ziemlich ungemütlich geworden. Also packen wir die Koffer und schwirren mit einem Kolonistenschiff auf den nächsten vielversprechenden Planeten, um zu siedeln, zu wachsen und schließlich mit rivalisierenden Reichen um die Vorherrschaft zu rangeln. Siedlungsnachzügler von der alten Heimat lassen nicht lange auf sich warten - insgesamt acht Fraktionen wie die Afrikanische Volksunion oder die Amerikanische Landgewinnungs-Gesellschaft machen sich breit.

Eine Entscheidungsrunde nach der anderen

Diplomatie, Entdeckung und Produktion sind die typischen Bereiche, in denen der Civilization-Spieler Runde für Runde gefordert ist. Makro-Entscheidungen wie die Wahl neuer Forschungsgebiete oder Stadt-Standorte wirken sich langfristig auf die Entwicklung des eigenen Volks aus. "Civilization: Beyond Earth" mag auf einem neuen Planeten angesiedelt sein, aber das Spielgefühl ist höchst irdisch. Von der Bedienung bis hin zur zoombaren Ansicht der in Hexfelder unterteilten Weltkarte ist es offensichtlich, dass die Entwickler von Firaxis Games ihr neues Werk auf der Modellplattform von "Civilization 5" montieren. Das Resultat ist in grafischer Hinsicht nicht gerade spektakulär, aber übersichtlich und zweckmäßig.

Fremde Planeten erkunden und besiedeln

Ankündigungstrailer zum neuen Sci-Fi-Civilization.

Fremde Planeten erkunden und besiedeln


Stationen, die belohnen

Bei den ersten Schritten wird der Spieler vom neuen Quest-System etwas bei der Hand genommen. Es macht auf lohnende Erkundungsziele aufmerksam - zum Beispiel auf eine Kapsel mit Ressourcen, die auf einem Feld geborgen werden kann. Bald werden wir auch vor eine erste Entscheidung gestellt, denn zwei Anträge für die Gründung einer Station nahe unserer Stadt wurden eingereicht. Je nach gewähltem Stationstyp winken bei der Aufnahme formeller Handelsbeziehungen handfeste Boni, etwa zusätzliche Punkte bei Kultur, Produktion und Wissenschaft. Diese Stationen sind autonom und können von rivalisierenden Fraktionen erobert werden.

Das ist aber nur eine von verschiedenen Methoden, um einen Gegner zu schwächen, ohne einen offenen Krieg anzuzetteln; auch die Bereiche Spionage und Sabotage sollen erweitert werden. Dazu kommen die offiziellen diplomatischen Verhandlungen, deren Dialog-Menü im Stil früherer "Civilization"-Spiele gehalten ist.

Öko-Anpasser vs. "Mia san mia"-Militante

Bei der Suche nach einer Ideologie für die Zukunft der Menschheit gehen die Meinungen auseinander. Jede Fraktion verschreibt sich einer von drei Affinitäten: "Supremacy"-Anhänger vertreten die Überzeugung, dass sich die Umwelt gefälligst an die Einwanderer anzupassen habe, deren Menschentum unbedingt bewahrt werden muss. "Harmonie"-Gläubige streben dagegen eine Verschmelzung mit dem Öko-System des Planeten an; zu diesem Zweck fummeln sie am Erbgut herum und freunden sich mit der hiesigen Flora und Fauna an. Die Cyborg-Fans der "Supremacy"-Ideologie predigen Anpassung durch hochspezialisierte Technologie und Robotik. Für jede Affinität gibt es einen bestimmten Weg, um das Spiel zu gewinnen. Dazu kommen zwei weitere Siegesbedingungen, die allen Seiten offen stehen: die anderen sieben Fraktionen platt machen oder ganz friedlich mit intelligenten Außerirdischen Kontakt aufnehmen.

Baukasten für neue Planeten

Das Basis-Spielprinzip von Beyond Earth kommt Civ-Kennern bekannt vor, aber im Detail ist dann doch so einiges anders als auf der guten alten Erde. Die Umwelt-Charakteristik hängt davon ab, auf welchem Biom die neue Welt basiert - so können zum Beispiel Wüstenplaneten generiert werden oder grüne Himmelskörper mit viel Vegetation. Letzteren Terraintyp konnten wir ausprobieren. Doch schon die ersten Gehversuche unserer Soldaten- und Kundschafter-Einheiten werden durch Hindernisse erschwert. Magma-Schluchten müssen umgangen werden, auch Felder mit dem grünen Miasma-Pilz sollte man eher meiden: Eine Berührung mit den Giftsporen kostet ein paar Lebenspunkte und beendet die Runde für die betroffene Einheit. Aber es gibt auch angenehme Fundsachen wie Bonus-Ressourcen oder exotische Rohstoffe.

Vom Umgang mit Aliens

Statt Barbarenlager entdecken wir Alien-Nester, aus denen einheimische Lebensformen strömen. Die sind weder intelligent noch leicht berechenbar. Mal greifen sie aggressiv an, manchmal lassen sie unsere Einheiten in Ruhe. Also alles wegballern, was unserer Anfangsstadt zu nahe kommt? Nicht so schnell, denn die Alien-Tierchen sind zahlreich und teilweise erstaunlich stark (Merke: Siege Worm am Morgen bringt Kummer und Sorgen!).

Zudem wirkt sich das Verhalten des Spielers langfristig auf ihr Verhalten aus, und sie beantworten anhaltende Aggressionen mit wachsender Feindseligkeit. Vielleicht investieren wir lieber in sanftere Defensivmaßnahmen wie einen Schallzaun, damit die Aliens freiwillig einen Bogen um unsere Städte machen? Könnte die geschicktere Strategie sein.

Fortschrittsgläubigkeit

Bei historischen Civ-Titeln stehen erst einmal Klassiker wie das Alphabet und die Töpferkunst auf dem Lehrplan. "Beyond Earth" hat von Anfang an moderne Bildungsziele wie Gen-Manipulation oder Robotik für Fortgeschrittene. Wie gewohnt ist die Erforschung eines bestimmten Fachs mit dem Freischalten von neuen Einheiten und Technologien verbunden.

Neu ist die Struktur des "Tech-Webs", welche den linearen Lehrplan früherer Civilization-Titel ersetzt. Unsere Wissenschaftler beginnen in der Mitte des Bildungsnetzes und forschen sich zu den Spezialisierungen am äußeren Rand vor. Wann die Bildungsreise wohin geht, bleibt dem Spieler überlassen: Wir können uns frühzeitig auf eine bestimmte Forschungsrichtung konzentrieren, aber mit einer breiten Allgemeinbildung kann man es ebenfalls weit bringen.

Alles Gute bufft von oben

Die angespielte Alpha-Version war auf 50 Runden begrenzt, was nach den epischen Maßstäben von Civilization-Partien gerade mal ein besserer Wimpernschlag ist. Spieldesigner vom Entwicklerstudio Firaxis Games erklärten deshalb einige Neuerungen, die sich erst im weiteren Verlauf auswirken. So haben in den Orbit geschossene Satelliten je nach Modell unterschiedliche Auswirkungen auf das Terrain in ihrem Wirkungsbereich, zum Beispiel einen Kampfbonus für Bodentruppen. Da sich immer nur ein Satellit in einem bestimmten Orbit-Abschnitt aufhalten kann, soll die himmlische Gebietskontrolle von großer taktischer Bedeutung sein.

Was uns gefällt

Sieht harmlos aus, kann aber erbarmungslos fesseln: Über die Jahre hinweg haben Sid Meier und seine Designteams die Civilization-Suchtformel immer wieder verbessert. Auch Beyond Earth scheint diesen berühmt-berüchtigten "Eine Runde geht noch"-Charme zu haben: Die Fülle an interessanten Entscheidungen mit weitreichenden Auswirkungen lässt Raum für strategische Selbstverwirklichung und überraschende Entwicklungen. Im Gegensatz zu "Alpha Centauri", einem inoffiziellen SciFi-Civ-Ableger von 1999, wirkt Beyond Earth leichter zugänglich, ohne dabei bei der Komplexität zu sparen.

Was uns nicht gefällt

Reichen Monsterwürmer und futuristische Forschungsziele aus, um der getragenen Rundenroutine die erhoffte futuristische Frische zu verleihen? Manche Spielregel wie "nur eine Einheit pro Feld" passen wohl besser zu den antiken Vorgängern. Die biedere Grafik hilft kaum dabei, Spieler jenseits der bestehenden Civ-Fanbasis zu begeistern.

Fazit

Die Civilization-Serie mag mit Beyond Earth die Erde verlassen, bleibt dabei aber ihren Wurzeln und ihrem Erfolgsrezept treu: Epische Planungsstrategie, bei der Aufbau, Handel, Diplomatie und Kämpfe gekonnt abmischt werden und bei aller Komplexität relativ leicht zu bedienen sind. Das Zukunftsszenario verspricht eine willkommene Abwechslung und sinnvolle Neuerungen im Detail, von der weniger linearen Forschung bis zur Satellitenpostierung im Planetenorbit. Von der Komplexität sollten sich Einsteiger nicht abschrecken lassen - ausgereifte Steuerung und Funktionen wie das neue Quest-System helfen bei Planeteneroberung.

Infos zum Spiel

Titel: Civilization: Beyond Earth
Genre: Rundenstrategiespiel
Hersteller: Firaxis
Publisher: 2K Games
Release-Termin: 4. Quartal 2014
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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