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Metro: Redux für PC, PS4 und Xbox One: Angst hoch zwei

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First Look Metro: Redux | Ego-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Angst hoch zwei

17.06.2014, 16:33 Uhr | (jr / nic), Richard Löwenstein

Metro: Redux für PC, PS4 und Xbox One: Angst hoch zwei. Metro: Redux Ego-Shooter von A4Games für PC, PS4 und Xbox One (Quelle: Deep Silver)

Metro: Redux (Quelle: Deep Silver)

Wie lassen sich zwei der packendsten Ego-Shooter der letzten Jahre weiter verbessern? Indem man die Grafik pimpt, die Steuerung verbessert und beide in ein gemeinsames Paket packt. Genau das hat nämlich der ukrainische Spiele-Hersteller 4A Games vor. Das Team in Kiew überarbeitet seine apokalyptischen Actionspiele "Metro: 2033" und "Metro: Last Light". Besitzer von PC, PS4 und Xbox One dürfen sich auf den Sommer und einen dramatisch zugespitzte Überlebenskampf einstellen. Mindestens so dramatisch liest sich Entstehungsgeschichte der beiden Redux-Versionen. Immerhin entstehen sie in einer von Unruhen durchfluteten Stadt.

Metro: Redux - Spielentwicklung in der Ukraine-Krise

Im Interview mit dem US-Medium The Escapist plauderte 4A Games-Brandmanager Huw Beynon jüngst über die Schwierigkeiten, die das ukrainische Team bei der Herstellung zu meistern hatte. Man musste beispielsweise Entwicklungs-Systeme für Xbox One und PlayStation 4 im Handgepäck ins Land schmuggeln. Andernfalls wären diese sogenannten Devkits beim Zoll gelandet und hätten nur - wenn überhaupt - gegen Zahlung mehrerer zehntausend Euro an Schmiergeld ausgelöst werden können. Angesichts der bürgerkriegsähnlichen Zustände im Land gerieten Mitarbeiter des Teams in Demonstrationen und bedrohliche Situationen: Im Rahmen der Unruhen in der ukrainischen Landeshauptstadt Kiew wurden allein im Februar 80 Menschen getötet.

Erhältlich als Download und Datenträger

Bei 4A Games ging bisher aber alles gut. Dennoch, angesichts dieser Umstände ist umso höher einzuschätzen, das 4A Games die zwei großartigen Ego-Shooter "Metro 2033" und "Metro: Last Light" einem Update unterzieht – und in einem "Director's Cut" für aktuelle Spielkonsolen sowie für PC auf den Markt bringt. Die Spielversionen sollen im Sommer einzeln als digitaler Download erhältlich sein, jeweils mit dem Titel "Metro 2033 Redux" und "Metro: Last Light Redux". Außerdem plant 4A Games die Veröffentlichung auf einem gemeinsamen Datenträger unter dem Titel "Metro Redux". Der Inhalt an sich bleibt unverändert.

Das Thema bleibt unverändert

Nach wie vor thematisieren beide Spiele die Ereignisse nach einem fiktiven Atomschlag. Moskau dient als Schauplatz. Die Überlebenden verschanzen sich in den unterirdischen Katakomben der Metro, also des U-Bahn-Systems. Sie kämpfen gegen Angst und Hunger und leiden unter dem Konflikt rivalisierender Fraktionen. Nur einige wenige Mutige wagen sich nach oben an das Tageslicht. Sie betreten ein hochgefährliche Welt, wo nichts mehr ist, wie es einmal war. Der Spieler begleitet Artjom, einen dieser Mutigen, auf seiner Reise durch Dunkelheit und die Gefahren einer zerstörten Welt. In den Tunnels der Moskauer U-Bahn patrouillieren die Häscher des "Vierten Reiches", an der Oberfläche hausen bösartige Kreaturen, deren DNS nach Kontakt mit radioaktivem Fallout mutiert wurde.

Die Gefahr aus der Dunkelheit

Das Gameplay lebt von der Angst, die sich aus der Dunkelheit und der Bedrohung von nur vage auszumachenden Gefahren nährt. Daran ändert sich grundsätzlich nichts. Allerdings kann der Spieler zwischen mehreren Spielmodi wählen und so Tempo und Vorgehensweise beeinflussen. Der Spielmodus "Survival" betont durch begrenzte Mittel, aggressive KI und eine vergleichsweise lange Nachladezeit für die Waffensysteme die Spannung. Wer die beiden "Metros" nicht so sehr als Überlebenskampf, sondern eher als konventionellen Shooter erleben möchte, entscheidet sich für den Spielmodus "Spartaner". Könner setzen noch einen drauf und verzichten im "Ranger"-Modus auf Unterstützung durch Bildschirmanzeigen.

Verbesserte Effekte und mehr

Am meisten dürfte der 2010 veröffentlichte Egoshooter "Metro 2033" von der Überarbeitung profitieren. Durch Anpassung an die neueste Version der 4A Engine gewinnt er Ausstattungs-Merkmale aus dem Nachfolgespiel "Metro: Last Light" dazu. Beispielsweise sorgen Wetterumschwünge für ein atmosphärisches Plus, ebenso die optimierte Umsetzung von Lichteffekten. Die Taschenlampe beispielsweise stanzt realitätsnahe Lichtkegel in Nebel und Schatten. Viele Gefahren geben sich erst zu erkennen, wenn sie aus dem Dunkel kommend durch den hellen Bereich huschen. Ständige kleine Nervenkrisen des Spielers sind damit vorprogrammiert.

Flüssigeres Spielgefühl

Nicht alle Verbesserungen geben sich auf den ersten Blick zu erkennen. Manche sorgen eher für ein verbessertes Spielgefühl. Beispielsweise will 4A Games die Bildwiederholrate steigern. Bei "Metro: Last Light" für PS3 und Xbox 360 liegt sie bei 20 bis 30 Frames, je nach Situation. Diesmal peilt man verlässliche 60 Frames auf allen Systemen und unter allen Umständen an, auch bei Betreten der komplexen Oberwelt. Das bringt spürbar beschleunigte Reaktionen auf das Tastenballett am Controller mit sich und steigert somit den Eindruck einer verlässlichen und präzisen Steuerung.

Was uns gefällt

Der Preis von knapp 20 Euro pro Spiel oder 40 Euro für beide "Redux"-Versionen geht mehr als in Ordnung - zumal alle Download-Erweiterungspakete enthalten sind, die alleine schon drei bis vier lange Abende an dramatischem Gameplay garantieren

Was uns nicht gefällt

PC-Spieler werden weniger Neues entdecken als Überlebenskämpfer mit Playstation 4 oder Xbox One. Auf dem PC war die Grafik den Konsolenversionen immer sichtbar voraus, daher gibt es hier weniger Steigerungspotenzial.

Fazit

Erfreulich, dass es 4A Games bei der Überarbeitung der beiden Hochspannungs-Granaten "Metro 2033" und "Metro Last Light" nicht bei kosmetischen Anpassungen von Texturen und Auflösungen belässt. Die Wahl zwischen verschiedenen Spielmodi motiviert zu mehrfachem Durchspielen, die Steigerung der Bildwiederholrate auf PS4 und Xbox One intensiviert das Spielgefühl.

Titel: Metro Redux
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Deep Silver (Koch Media)
Hersteller: 4A Games
Release: Sommer 2014
Preis: zirka 20 Euro (Einzelversion) / zirka 40 Euro (Komplettversion)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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