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Grid Autosport im Test: Zurück zu den Wurzeln

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Test Grid Autosport | Rennspiel | PC, PS3, Xbox 360  

Zurück zu den Wurzeln

25.06.2014, 15:09 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams) , Medienagentur plassma

Grid Autosport im Test: Zurück zu den Wurzeln. Grid Autosport Rennspiel von Codemasters für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: Codemasters)

Grid Autosport (Quelle: Codemasters)

Mehr Realität und weniger Action: Mit dieser Zielvorgabe charakterisieren die englischen Rennspiel-Experten von Codemasters ihr neuestes Rennspiel. "Grid Autosport" steht für eine Rückbesinnung auf alte Werte. In früheren Jahren hat sich das englische Team mit den realitätsnahen Fahrsimulationen aus den "Colin McRae"- und "DTM"-Reihen einen guten Namen unter Freunden des Motorsports gemacht. Mit mehr Ausstattung und zugänglicher Steuerung gibt sich "Grid Autosport" weniger puristisch, aber doch authentisch - nur leider nicht auf den neuen Konsolen. Die Produktion rollt ausschließlich auf PC, PS3 und Xbox 360 an den Start.

Traditionelle Motorsport-Simulation

Grid Autosport verlässt sich auf bewährte Elemente einer Motorsport-Simulation. Soll heißen: Spannende Positionskämpfe, realitätsnahe Nachbildungen von Motorsport-Fahrzeugen und authentische Nachbauten populärer Rundstrecken. Der deutschsprachige Raum steuert den Hockenheimring und den Red Bull Ring bei, und auch Bezeichnungen wie Spa, Brands Hatch, Indianapolis und Yas Marina werden Genrekenner einzuordnen wissen. Wem klassische Rennstrecken wegen der Auslaufzonen und eintöniger Kulissen weniger liegen, der sucht bei Rennen durch Barcelona, Dubai, Paris, San Francisco und weiteren Städten den Kontakt mit Leitplanken, Sehenswürdigkeiten und Gegnern.

Ordentliche Ausstattung

Die 22 Rennstrecken bilden das Fundament für eine eher traditionelle Spielstruktur. Grid Autosport führt den Spieler nach und nach durch fünf Motorsport-Kategorien, die sich wiederum in verschiedene Leistungs-Klassen gliedern. Indem man die Vorgaben von Sponsoren erfüllt, erschließen sich die Inhalte des Spiels. Durch Siege bei Wettbewerben und Tausch von Siegprämien füllt sich die Garage mit neuen Autos. Nach und nach macht man sich mit dem gesteigertem Tempo und dem wachsenden Kampfgeist der KI-Gegner vertraut. Fahrkönnen steht auf der Probe, aber auch Geschick und die Reaktion, bei Drift-Herausforderungen zum Beispiel. Ausdauer-Rennen wiederum testen das Konzentrationsvermögen.

Große Fahrzeug-Bandbreite

Wer nun beispielsweise Driftherausforderungen weniger mag, kann sich davor drücken. Die Spielstruktur lässt einem eine gewisse Wahl zwischen verschiedenen Herausforderungen und Fahrzeugklassen. Der Spieler wird nicht jederzeit vom Spiel an der Hand geführt, sondern wählt teils eigene Wege durch die Karriere. In der Kategorie der Tourenwagen kämpft man beispielsweise mit dem Ford Focus ST gegen andere Gruppe-C-Modelle, etwa Honda Civic oder BMW 320. In der Gruppe B treten Audi RS5 gegen Mercedes-Benz C63 AMG an. Bei den Classic Cars messen sich Sierra Cosworth RS500 mit Nissan Skyline GT von 1991.

Gefühlvolle Steuerung

Die weiteren Kategorien umfassen Marathon-Rennen beispielsweise mit dem R8 LMS UItra - dem Kundensport-Rennwagen von Audi - oder dem Cup-Modell des Ford GT40. Tuner-Freunde driften vorrangig mit japanischen Sportautos um die Wette; und Liebhaber straßenzulassungsfähiger Vehikel gasen mit VW Golf R oder BMW M Coupé an. Freunde offener Sportwagen werden die Open Wheeler ins Herz schließen und an Bord von Ariel Atom oder dem Dallara Indycar ihr Können unter Beweis stellen. Unterschiede zwischen Front- und Hecktrieblern sind weniger stark ausgeprägt als in der Realität, aber spürbar sind sie schon: Ein frontangetriebener Ford Focus ST lässt sich gutmütiger um die Ecke zirkeln als eine Heckschleuder vom Typ KTM X-Bow. Vielfältige Einstellmöglichkeiten lassen die Justage von Schwierigkeitsgrad und Steuerung zu, so dass Einsteiger und Kenner eine Herausforderung vorfinden.

Spannende Positionskämpfe

Ein Hingucker ist Grid Autosport unabhängig von der verwendeten Hardware. Typisch Codemasters, kommt das Motorsport-Feeling überzeugend rüber. Die Fahrzeuge sind authentisch nachgebildet, die Rennstrecken kommen den Originalen nahe. Berührungen von Bordsteinen, der Grasnarbe oder anderen Fahrzeugen sind beinahe spürbar, so lebensnah fühlt sich diese Motorsport-Komposition an, die nicht zuletzt von spannenden Zweikämpfen lebt. Das beachtliche Können der Computergegner sorgt für spannende Positionskämpfe in den Anbremszonen vor den Kurven und danach. 

Halbfertige Cockpit-Perspektive

Allerdings merkt man an einigen Stellen, dass bei der Produktion gespart wurde. Beispielsweise ist es sicherlich begrüßenswert, dass die zuletzt aus der "Grid"-Reihe verabschiedete Cockpit-Perspektive ein Comeback feiert. Grid Autosport zeigt die Action per Windschutzscheibe oder mit einer etwas nach hinten versetzten Kamera, so dass ein Teil des Armaturenbretts ins Bild rückt. So richtig sichtbar ist das Fahrzeuginnere aber aufgrund der diffusen Darstellung nicht. Keine ideale Lösung, aber ein bisschen besser als nichts. Typisch für die Codemasters-Produktionen der letzten Jahren, beschränken sich die Konsolenversionen von Grid Autosport auf eine Bildwiederholrate von 30 Frames pro Sekunde. Was heißt das? Das bedeutet, dass sich der Geschwindigkeitsrausch auch bei im Supersportwagen irgendwie gebremst anfühlt.

Die PC-Version fährt vorneweg

Außerdem, wenn es beim Driften und in der Anbremszone vor Kurven richtig hart auf hart geht, fühlen sich die Reaktionen der Fahrzeuge nicht so ganz haarscharf an. Diese Schwammigkeit kennen wir von Codemasters-Rennspielen schon seit einiger Zeit. Die PC-Version leidet übrigens weniger stark unter diesem Problem. Hier wirkt die Bilddarstellung schärfer und der Bildaufbau geschmeidiger, da für da der PC-Version eigene Hires-Texturen implementiert wurden und die Bildwiederholrate nicht fest einprogrammiert ist. Sofern das Hardware-System genug Leistung mitbringt, sind 60 Frames möglich. Damit steht dem vollen Spaß am Gas dann nichts mehr im Weg.

Was uns gefällt

Die meisten modernen Rennsimulationen drücken sich um Splitscreen-Modi herum. Dieses nicht. Man kann den Kumpel niederkämpfen und seine Reaktion hautnah miterleben. Schön auch, dass PC-Piloten mehr Details zu sehen bekommen als Besitzer von PS3 und Xbox 360. Mit hochauflösenden 4K-Texturen und 60 Frames pro Sekunde sieht die Vollgasaction besser aus und steuert sich geschmeidiger.

Was uns nicht gefällt

Irgendwo wirkt das Ganze allzu routiniert. Grid Autosport verfügt über eine durchdachte Singleplayer-Struktur und kann mit spannenden Online-Wettkämpfen punkten, aber es fehlen einfallsreiche Elemente. Außerdem ist und bleibt es bedauerlich, dass Codemasters´ Ego-Engine aus PlayStation 3 und Xbox 360 nur 30 Frames pro Sekunde herauskitzelt.

Fazit

Codemasters und überzeugende Rennspiele, das gehört zusammen wie Motorsport und Benzingestank. Grid Autosport punktet mit guter Steuerung, scharfen Positionskämpfen, geilem Motorsound und sehenswerter Optik. Die vielen Einstelloptionen rollen dem Genreeinsteiger einen roten Teppich aus, zugleich können sich Vollgas-Sadisten mit Schadensreparatur und Getriebeausfällen plagen. Insgesamt eine gute Ausstattung in einem prima Game.

Infos zum Spiel

Titel: Grid Autosport
Genre: Rennspiel
Publisher: Namco Bandai
Hersteller: Codemasters
Release-Termin: 27. Juni 2014
Preis: zirka 60 Euro
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Gut

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