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"Dungeon Keeper" darf in England nicht mehr als "Free-to-Play"-beworben werden

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"Dungeon Keeper" darf in England nicht mehr als "Free-to-Play"-beworben werden

03.07.2014, 13:11 Uhr | jr / vb

"Dungeon Keeper" darf in England nicht mehr als "Free-to-Play"-beworben werden. Dungeon Keeper für iOS und Android von EA (Quelle: Electronic Arts)

Dungeon Keeper für iOS und Android von EA (Quelle: Electronic Arts)

Die "Advertising Standards Authority" (ASA) hat es Publisher Electronic Arts untersagt, die für iOS und Android erhältliche Mobile Games-Version von Dungeon Keeper in England weiter mit dem Begriff "Free-to-Play" zu bewerben. Die Bezeichnung unterschlage die hohen versteckten Kosten. Die Werbung sei geeignet, den Verbraucher in die Irre zu führen, und daher in dieser Form nicht statthaft. EA müsse in zukünftigen Anzeigen und E-Mails auf die notwendigen In-App-Käufe hinweisen, erklärt die ASA.

Dungeon Keeper für iOS und Android: Free-to-Play-Werbung in England untersagt

In ihrer Stellungnahme verweist die für die Überwachung von Werbung zuständige private Organisation darauf, "dass der Spieler anhand der Werbung annehmen würde, dass der Spielfortschritt nicht von langen und häufigen Verzögerungen abhängig sei." Genau das passiert aber in der mobilen Version von Dungeon Keeper. Die für den Fortgang des Spiels unverzichtbaren Edelsteine zu generieren dauert im normalen Spieltempo viel zu lange, so dass sich der Spieler irgendwann geradezu dazu gezwungen sieht, Edelsteine für reales Geld einzukaufen. An genau diesem Punkt - dem Verhältnis von Zeitverzögerung und Kosten - hakt die ASA ein.

EA räumt Fehler ein

Boss Jay Wilson erklärte inzwischen, dass EA viel aus den Reaktionen auf Dungeon Keeper gelernt habe. Man müsse zukünftig achtsamer bei der Wiederbelebung einer alten Marke vorgehen, die in den Herzen und Köpfen vieler Spieler ihre festen Platz habe. Es komme darauf an, bei der Portierung oder Neuauflage den Kern des Originals einzufangen. Die Quintessenz der original Dungeon Keeper-Spiele - "Es ist gut, böse zu sein" - hat EA bei der Mobile Games-Version nach Meinung von Serienschöpfer Peter Molyneux auf keinen Fall getroffen.

Verglichen mit dem Original aus dem Jahr 1997, das sich Designer-Legende Molyneux bei Bullfrog ausgedacht hat und bei dem das Schlachten innerhalb von Minuten und zum kleinen Preis erledigt war, hat EA bei seiner Mobilumsetzung eindeutig an den falschen Stellschrauben gedreht. Viele Dungeon Keeper-Fans machten daher aus ihrem Frust in Foren- und Blogeinträgen keinen Hehl. Ihr Vorwurf an den Publisher: EA habe die Geldgier zu weit getrieben und das Spielprinzip soweit eingeschränkt, dass man das als mangelnden Respekt vor der bekannten Spiele-Marke bewerten müsse. Außerdem wurden die häufigen Abstürze moniert.

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