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Oculus Rift : Hersteller unterbindet Versteigerung des Dev-Kit 2

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Oculus Rift : Hersteller unterbindet Versteigerung des Dev-Kit 2

16.07.2014, 13:04 Uhr | jr / ams

Oculus Rift : Hersteller unterbindet Versteigerung des Dev-Kit 2. Auf der GDC 2014 vorgestellt: Die Developer Kit-2-Version der VR-Brille Oculus Rift (Quelle: AP/dpa)

Oculus Rift VR-Brille Dev Kit 2 (Quelle: AP/dpa)

Oculus Rift-Hersteller Oculus VR ist nicht amüsiert darüber, dass die zweite Generation der Oculus Rift Development Kits bereits den Weg in diverse Auktionshäuser gefunden hat. Offensichtlich will nicht jeder Vorbesteller die VR-Brille auf Herz und Nieren testen, sondern lieber ein gutes Geschäft damit machen - zumal die Nachfrage anscheinend das Angebot deutlich übersteigt. Zwar ist das nicht explizit per AGB verboten, doch Oculus VR lässt entsprechende Einträge trotzdem löschen und macht darüber hinaus gegenüber den Anbietern von seinem in den Verkaufsbedingungen niedergelegten Recht Gebrauch, Vorbestellungen ohne Angabe von Gründen streichen zu können.

Meilenstein: Die Distribution des Dev-Kit 2

"Wir erlauben keinen Weiterverkauf des Entwicklerkits", ist im Support-Forum der Facebook-Tochter Oculus VR nachzulesen. Daher wurden diverse Ebay-Auktionen, bei denen für ein Oculus Rift Dev-Kit 2 teilweise 5000 Dollar und mehr verlangt wurden (der Original-Preis liegt bei 350 US-Dollar - der Endpreis inklusive Zoll und Porto liegt bei Lieferungen nach Deutschland bei rund 480 Dollar), vom Auktionshaus auf Antrag von Oculus VR entfernt. Das ist ein durchaus übliches Vorgehen, das so ähnlich zum Beispiel bei überteuerten Konzertkarten-Angeboten des Öfteren auf Antrag des Rechteinhaber so durchexerziert wurde.

Dass Oculus VR hier empfindlich regiert, ist in gewisser Weise nachzuvollziehen: Der im Juli 2014 geplante Release des Dev-Kits 2, das auf einer überarbeiteten Version des "Crystal Cove"-Prototyps basiert, ist ein wichtiger Zwischenschritt vor dem für Ende 2015 geplanten Release der marktreifen Version der Rift-Brille. Zum einen ist man für die Verbesserung von Hard- und Software dringend auf das Feedback der Tester angewiesen, zum anderen handelt es sich beim Dev-Kit 2 ja auch noch nicht um ein frei handelbares Endkunden-Produkt.

Optimierte Hardware

Das Development Kit 2 der Oculus Rift verfügt über ein in punkto Kontrast verbessertes OLED-Display mit einer Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln (DK 1: 1280 x 800 Pixel) bei einer variablen Bildwiederholrate von 60, 72 oder 75 Hz. Einzelne Pixel sind nach ersten Testeindrücken immer noch zu erkennen - was daran liegt, dass einem in der Horizontalauflösung pro Auge ja lediglich die halbe Auflösung von 960 x 1080 Pixel zur Verfügung steht. Die unangenehmen Wisch-Effekte des DK1 sollen aufgrund des verbesserte Displays inzwischen allerdings beseitigt sein.

Modifiziert wurde das System zur Erfassung der Körperbewegungen des Spielers im Raum. Es basiert auf 40 Infrarot-Leuchtdioden, die unsichtbar unter der Oberfläche in das Gehäuse der neuen, 440 Gramm schweren Oculus Rift integriert sind. Deren Daten werden von einer mitgelieferten Kamera erfasst und verarbeitet. Die Darstellung von Spielszenen erfolgt damit sehr flüssig, die Szenerie wirkt zunehmend authentisch, so dass man - auch dank des Head-Trackings mit 1000 Hz - schnell in die virtuelle Welt eintaucht und das reale Drumherum ausblendet.

Durch die neue OLED-Anzeige liegt die Reaktionszeit des Displays deutlich unter einer Millisekunde - Bewegungsunschärfe ist also kaum noch vorhanden, was ebenso zur Vermeidung von "Motion Sickness" führen soll wie die realitätsgetreue Umsetzung selbst kleiner Bewegungen des Spielers, die das System bisher ignorierte.

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