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Test zu Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall für PC und OS X

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Test Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall | Adventure | PC, Os X  

Göttliche Verschwörungstheorien

16.07.2014, 16:51 Uhr | Jürgen Kroder, Torsten Roth (jr / ams), Medienagentur plassma

Test zu Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall für PC und OS X. Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall Adventure für PC und OS X von Koch Media (Quelle: Koch Media)

Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall (Quelle: Koch Media)

Wenn sich Nico Collard und George Stobbart zufällig in Paris treffen, dann beginnt meist eine Geschichte voller Morde, Intrigen und geheimnisumwobenen Mächten. Fast genau 18 Jahre nach dem ersten Teil von "Baphomets Fluch" und der Explosion in einem Café startet das Team in "Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall" für PC und Mac OS X erneut gemeinsam ins Abenteuer. Und auch dieses Mal sind die Schauplätze erneut quer den Globus verstreut: Frankreich, England oder Katalonien sind nur einige der Orte, die der Spieler auf der Spur eines Kunstraubes besucht. Unser Test verrät mehr über den neuesten Spross der beliebten Adventure-Saga.

Ein Gemälde, ein Mord und eine Sekte

Kaum begegnen sich Nico und George im Zuge einer Ausstellung in einem Atelier, schon überschlagen sich die Ereignisse. Während des Raubes eines Gemäldes namens "La Maledicció" wird der Inhaber des Ateliers erschossen. Schon bald darauf erfährt der Spieler von einem anwesenden Zeugen, seines Zeichens katholischer Priester, dass "La Maledicció" böse sei - das Bild würde von den Gnostikern verehrt werden. Kurz darauf macht man Bekanntschaft mit einem Kommissar, der sich selbstherrlich gibt und immer in Begleitung eines alten Bekannten ist: Sergeant Moue. Überhaupt stößt man im Spielverlauf immer wieder auf Personen oder Tiere aus vorangegangenen Titeln der "Baphomets Fluch"-Reihe, und sie alle haben noch immer den selben Charme wie zuvor. Kenner der Adventure-Serie wissen sicherlich um das ein oder andere Problem mit einer Ziege...

Handgemalte Hintergründe und unfreiwilliges Déjà-vu

Die Lokalitäten des Spiel wurden recht aufwendig gestaltet. Vor allem die handgemalten Hintergründe mit ihren zahlreichen Details machen optisch richtig was her. Nicht ganz so "rund" sind die Darsteller selbst. Sie wurden so animiert, dass sie in maximal acht Richtungen blicken können. Daher starren die Protagonisten - abhängig von ihrer Position - auch mal ins Leere, obwohl Sie gerade miteinander sprechen. Auch die Kommunikation selbst erweist sich als Geduldsspiel, da man zwischen den einzelnen Phrasen oder Sätzen teils sehr lange Pausen ertragen muss. Das Spiel lädt dann die Sprachdateien und die zusätzlichen Bewegungen alles andere als flüssig nach.

Immer wieder eine Geduldsprobe

Hart auf hart kommt es bei den wenigen schwierigen Räseln. "Learning by doing" erweist sich hier als echter Frustfaktor, wenn die sich ohnehin schon viel zu gemächlich bewegenden Figuren bei einem falschen Lösungsansatz wieder auf ihre alte Position zurücktrotten oder man einen Dialog gar nochmals neu führen muss. Ein simple Aufgabe, beispielsweise einen Hammer von einer Regenrinne zu werfen, kann ebenfalls schon mal mehrere Minuten dauern. Die Folge: Man verbringt sehr viel Zeit mit Reden und Gehen.

Lösbare Rätsel

Während man im ersten und letzten Drittel des Spiels recht problemlos hinter die Rätsellösungen kommt, steigt in der Mitte der Schwierigkeitsgrad der Puzzles stark an. In dieser Phase helfen auch die Ingame-Tipps kaum noch. Derer gibt es pro Aufgabe zwischen drei bis fünf. Angesichts dieser Entwicklung wirkt der letzte Akt dann wiederum eher simpel. Andere Rätsel erfordern, dass sie zeitgetreu oder in der richtigen Reihenfolge ausgeführt werden müssen. An diesen Stellen greift wieder das Problem des unfreiwilligen Déjà-vus. Dennoch bleiben fast alle Rätsel fair - und sind spätestens dann lösbar, wenn man einige Male um die Ecke denkt. Schließlich hätte sicherlich auch TV-Tüftler MacGyver gewusst, wie man ein zerstörtes Seilbahnsteuerpult mittels Kakerlake, Marmelade und Heftklammer repariert!

Wortwitz trifft Charme

George ist der Meister des Smalltalks, Nico versprüht in den Dialogen tiefsinnigen Pariser Charme. So könnte man es wohl auf den Punkt bringen. Man bemerkt dies am ehesten in den Passagen des Spiels, in denen man beide Charaktere abwechselnd steuern darf. Während Nico dem Lakaien eines weltbekannten Schurken den freien Willen erklärt, um ihn "unschädlich" zu machen, ist George eher der spontane Typ. Damit hat er fast immer einen Lacher auf seiner Seite. Überhaupt ist der Humor eine große Stärke des Spiels, da auch die anderen Personen im Spiel über echte Komiker-Qualitäten verfügen. Ganz weit vorne ist der erwähnte Kommissar. Man fragt sich unweigerlich, wie er an diesen Job gekommen ist, denn seine überhebliche Logik ist immer wieder köstlich mit anzusehen.

Was uns gefällt

Tolle Hintergrundgrafiken, ein intuitives Inventar und teils witzige Dialoge - so muss ein Adventure aussehen! Und genau diese Punkte sind die Stärken von "Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall". Die Rätsel sind größtenteils logisch und fügen sich prima in die Handlung ein. Die Geschichte selbst ist gut recherchiert fesselt bis zum Abspann.

Was uns nicht gefällt

Einige Passagen haben hohes Frustpotenzial - nicht der der Rätsel wegen, aber weil die Umsetzung so lahm ist. Antworten auf Fragen lassen gerne mal ein paar Sekunden auf sich warten. Dies gilt auch für kurze Aktionen der Charaktere, zum Beispiel, wenn man sich umsehen möchte. Ein Blick nach links und rechts kann schon mal einige Sekunden verschlingen. Ist dies dann gepaart mit einer Aufgabe, sitzt man als Spieler eher gelangweilt vor dem Bildschirm.

Fazit

"Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall" greift wieder die alten Tugenden der ersten beiden Spiele der Serie auf. Das war nach den schwachen Teilen drei und vier auch bitter nötig. Trotz technischer Mängel treibt die gelungene Story einen immer wieder zu einem neuen Versuch an, auf des Rätsels Lösung zu kommen. Bei einer Spielzeit von rund 20 Stunden mit "wechselhaften Bedingungen" kommen Adventure-Liebhaber, die klassische Point & Click-Abenteuer schätzen, in jedem Fall auf ihre Kosten. Genre-Neulinge oder ungeduldige Spieler könnten jedoch von den vielen Zwangsdialogen abgeschreckt werden.

Infos zum Spiel

Titel: Baphomets Fluch 5 - Der Sündenfall
Genre: Adventure
Hersteller: Revolution Software
Publisher: Koch Media
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 30 Euro (plus 13 Euro Spielgebühr pro Monat)
System: PC, OS X
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut

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