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Sackboys dritter Streich: Preview zum Jump'n'Run-Spiel Little Big Planet 3

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Preview zu Little Big Planet 3 | Jump'n'Run | PS3, PS4  

Sackboys dritter Streich

29.07.2014, 15:41 Uhr | jr / tz, Richard Löwenstein

Sackboys dritter Streich: Preview zum Jump'n'Run-Spiel Little Big Planet 3. Little Big Planet 3 Jump'n'Run von Sumo Digital für PS3 und PS4 (Quelle: Sony)

Little Big Planet 3 Jump'n'Run von Sumo Digital für PS3 und PS4 (Quelle: Sony)

Es braucht nicht viel, um gemeinsam Spaß an der Playstation zu haben: Gute Laune, vier Controller, etwas Geschick und eine Blu-ray-Disk mit dem kommenden Jump'n'Run "Little Big Planet 3" reichen als Zutaten völlig aus. Allerdings heißt es noch etwas warten, denn noch bis November arbeiten Sony und der englische Entwickler Sumo Digital an dem kunterbunten Hüpfer. Auf der PS4 steht uns dann die erste Spaßgranate aus der "Little Big Planet"-Reihe für die neue Konsolen-Generation bevor. Aber auch auf PS3 wollen die vier schrägen Helden ein Feuerwerk an guten Ideen zünden.

Ein Spiel bringt frischen Wind

Tolle Technik hin, neue Konsolen-Generation her: Bisher hat sich die Playstation 4 nicht gerade als Forum für kreative Spielideen hervorgetan, sondern eher als Sammelpunkt für Ego-Shooter und vergleichbar vertraute Konzepte. Wem es nach frischerem Stoff gelüstet, der darf diesem Jump'n'Run mit erwartungsvollem Blick entgegensehen. Auf den ersten flüchtigen Blick hin wirkt Little Big Planet 3 zwar, als hätte man einen eher gewöhnlichen Geschicklichkeitstest vor Augen, ein Hüpf- und Rennspiel alter Schule halt. Dieser Eindruck löst sich allerdings sehr bald in Wohlgefallen auf - ganz egal ob man die beiden Vorgängerspiele bereits kennt oder nicht.

Grafik wie aus einem Cartoon

Wir haben es auch im dritten Teil der Little Big Planet-Reihe mit einem Geschicklichkeitstest zu tun, der Erinnerungen weckt an klassische seitlich scrollende Jump'n'Runs aus den 80er- und 90er-Jahren. Bloß dass dieses Exemplar längst nicht nur Reaktion und Timing auf die Probe stellt, sondern zugleich nach Köpfchen verlangt, lebendig wie ein Cartoon aussieht und außerdem die Kreativität des Spielers herausfordert. Dass der schrullige Wollstrick-Look wiederkehrt, dafür sind wir Sumo digital dankbar. Die Heldenfigur - der Sackboy - sieht nämlich herrlich knuddelig aus, so als würden einen die treuen schwarzen Augen aus dem dickem Garn anblinzeln und sagen: Bitte spiel' mit mir! Wer würde dieser Bitte nicht entsprechen wollen - denn immerhin hat der knuffige Knabe alles drauf, was Genrehelden können sollten. Er läuft, springt, düst per Skateboard durch die Kulissen und manipuliert bei Bedarf auch keck die Umwelt.

Mehr Schärfe, mehr Heldenfiguren

Die unwiderstehlichen Figuren und liebevollen Animationen wirken auf der PS4 aufgrund der Extraprise an Bildschärfe noch einmal einen Tick charmanter als auf dem Vorgängersystem. Die Auflösung von 1080p sieht man der Grafik an. Insbesondere der Tiefeneffekt kommt wunderbar plastisch rüber. Spielerisch wandeln die Entwickler von Sumo Digital dagegen auf vertrauten Pfaden. Wie gehabt wechselt Sackboy auf Kommando zwischen mehreren hintereinander angeordneten Ebenen vor und zurück. Er löst beispielsweise auf einer Ebene Schalter aus, aktiviert so eine Ebene dahinter einen Toröffnungs-Mechanismus und findet so letzten Endes auf der Ebene ganz vorne einen Weg ins Ziel.

Diesmal ist allerdings mehr räumliches Denken notwendig als in den Vorgängerspielen. Denn die Zahl der Ebenen klettert laut Hersteller auf maximal sechzehn Stück. Das gilt zumindest für die Spielversion für PS4, auf die sich bisher alle Zahlen und Angaben beziehen. Inwieweit sich das Game auf Playstation 3 davon unterscheidet, lässt Sony vorerst unbeantwortet.

Teamwork von vier Helden

Jedenfalls scheint eine solche Menge an Ebenen für einen einzelnen Helden kaum sinnvoll zu bewältigen sein. Daher bekommt Sackboy Unterstützung durch drei Partner mit individuellen Eigenschaften. Der eine Typ nennt sich OddSock. Er gibt mehr Gas als Sackboy, sprintet also schneller, kann Fallen flott durcheilen und rennt bei Bedarf die Wände rauf. Ihm und Sackboy steht eine Vogeldame namens Swoop zur Seite, die durch die Gegend flattern und Objekte von A nach B transportieren kann. Die Figur namens Toggle wiederum gibt sich flexibel und wechselt per L1-Taste zwischen kleinem und großem Körper.

Das bringt in der Jump'n'Run-Praxis ziemlich offensichtliche Vorteile mit sich: Der schwere Toggle springt zum Beispiel mit der ganzen Wucht seiner Körpermasse auf eine Sprungfeder und lädt sie dadurch maximal auf. Dann ein schneller Wechsel zum kleinen Toggle, der sich durch die gespannte Feder höher und weiter katapultieren lässt als beispielsweise ein Sackboy.

Trotz Komplexität gut spielbar

Nun könnte man auf die Idee kommen, dass die Wechselmöglichkeit zwischen derart vielen Figuren und ihren Fähigkeiten im Zusammenwirken mit 16 Spielebenen ein konfuses Gameplay zur Folge hätte. Möglich, aber unwahrscheinlich, denn im Rahmen der Einzelspieler-Kampage wird ohnehin keine freie Wahlmöglichkeit zwischen den Figuren bestehen. Während also Sackboy und seine drei Partner den fernen Planeten Bunkum erkunden, gibt die Rahmenhandlung die aktive Figur vor, die man zu steuern hat. Die anderen Helden glänzen durch Abwesenheit, folgen brav oder klatschen automatisch die aktive Figur ab.

Außerdem sind zahlreiche Bildtexte und Actionsymbole mit anschaulichen Tipps zur Stelle. Einsteiger sollten weder mit Steuerung noch Puzzles ernsthaft zu kämpfen haben. Serienkenner finden sich sowieso zurecht.

Koop im Quartett

Im liebevoll designten Mehrspieler-Part tun sich bis zu vier Teilnehmer tun sich an einer Konsole zusammen und hüpfen mit ihrer favorisierten Figur durch Bunkums Areale. Egal ob zwei Spieler ein Duo bilden oder vier Freunde ein Quartett: Um Wege zu bauen, Hindernisse zu beseitigen oder anderweitig von A nach B zu gelangen, ist Zusammenarbeit notwendig. Während Sackboy sich beispielsweise mit seinem Körper dem Schließvorgang eines Felsentores entgegen stemmt, duckt sich der kleine Toggle und schlüpft durch die winzige Passage, die Sackboy offen hält.

So ähnlich kennen das Kenner der Little Big Planet-Reihe zwar schon, der Koop-Modus ist schließlich nicht neu. Aber durch die individualisierten Fähigkeiten der Heldenfiguren eröffnet sich den Gamedesignern Raum für irre Reaktionstests, Minigames und Puzzleprüfungen. Ob sie die Möglichkeiten nutzen, wird sich final im November zeigen.

Was uns gefällt

Gemeinsam mit bis zu drei Mitspielern online oder an einer Konsole spannende Jump'n'Run-Herausforderungen meistern, das verspricht viel Spaß. Das war schon beim Mehrspieler-Modus des Vorgängerspiels Little Big Planet 2 so, bloß dass diesmal durch die alternativen Heldenfiguren viel mehr knifflige Kopfnüsse und witzige Ideen zu erwarten sind.

Was uns nicht gefällt

Dass es bisher nicht viel zu meckern gibt, hat zwei Gründe: Erstens hat Sony bisher einfach zu wenig spielbares Gameplay gezeigt - und das, was gezeigt wurde macht Lust auf mehr. Zweitens dürfte das intelligente Jump'n'Run-Gameplay durch die verbesserte Optik und neue Ideen weiter an Reiz gewinnen. Was gäbe es daran nicht zu mögen?

Fazit

Bitte nicht vom Look täuschen lassen: Die Little Big Planet-Reihe zielt keineswegs nur auf Kinder oder Gelegenheitsspieler, sondern kann durch ihr intelligentes Gameplay auch Erwachsene und Profigamer bestens unterhalten. Für Teil drei gilt das aller Voraussicht nach erst recht: Hier wirken vier Heldenfiguren mit ausgeprägten individuellen Eigenschaften zusammen. Es lässt sich noch gar nicht abschätzen, welchen Ideen der Gamedesigner das Tür und Tor öffnet - und vor allem, was die Community mithilfe des Editors daraus machen wird.

Infos zum Spiel

Titel: Little Big Planet 3
Genre: Jump'n'Run
Hersteller: Sumo Digital
Publisher: Sony
Release-Termin: November 2014
Preis: zirka 60 Euro
System: PS3, PS4
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Sehr gut

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