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The Last of Us Remastered im Test: Extrascharfe Zombie-Apokalypse

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Test zu The Last of Us Remastered | Action-Adventure | PS4  

Extrascharfe Zombie-Apokalypse

31.07.2014, 10:10 Uhr | jr / ams, Richard Löwenstein

The Last of Us Remastered im Test: Extrascharfe Zombie-Apokalypse. The Last of Us Remastered Action-Adventure von Naughty Dog für PS4 (Quelle: Sony)

The Last of Us Remastered Action-Adventure von Naughty Dog für PS4 (Quelle: Sony)

Verblüffend alt: So sieht das vielfach preisgekrönte PS3-Original des Survival-Thrillers The Last of Us aus, wenn man es im Vergleich mit der überarbeiteten Fassung für PS4 betrachtet. Dabei hatte sich der US-Entwickler Naughty Dog für die Remastered-Edition gar nicht so arg viel vorgenommen. Die Bildauflösung sollte gesteigert und der Spielfluss erhöht werden. Das Gameplay blieb unangetastet. Doch diese kleinen Veränderungen hinterlassen bleibende Eindrücke.

Sieben Millionen Fans

Rund sieben Millionen mal hat sich das Playstation-3-Original von The Last of Us seit dem Debüt im Sommer vergangenen Jahres verkauft. Das Actionabenteuer sammelte mehr Auszeichnungen als die deutsche Nationalmannschaft Tore während der letzten WM. Allseits hochgelobt wurden die ausgeprägten Figuren, die spannungsreiche Handlung und die dichte Atmosphäre. Dass einem die beiden Heldenfiguren Joel und Ellie so sehr ans Herz wachsen, hängt insbesondere mit der lebensnahen Sprache, Gestik und Mimik zusammen. Der Survivalthriller aus dem Hause der Uncharted-Erfinder von Naughty Dog sei ein emotionales Drama mit feingezeichneten Charakteren, stimmungsvollen Dialogen und klugem Überlebenskampf, steht im Test des PS3-Originals zu lesen.

Technik-Tuning

Nun, dem ist nichts Grundsätzliches hinzuzufügen. Handlung und Spielablauf bleiben unverändert. Das Schicksal bringt den knurrigen Mitfünfziger Joel und das aufmüpfige Gör Ellie zusammen. Gemeinsam kämpfen sie um das Überleben in einer Welt, in der die meisten Menschen nach einer schrecklichen Epidemie zu blutrünstigen Bestien mutiert sind. Die Portierung auf PlayStation 4 konzentriert sich vorrangig auf technische Verbesserungen nebst etwas Feintuning an der Steuerung.

Ein Muss für Überlebenskämpfer

Der Spielablauf ist und bleibt geprägt durch ein recht spannungsreiches Gefüge aus Dialogen, Nahkämpfen, Reaktionstests und Schießereien aus der Deckung. Nach wie vor könnte man The Last of Us Remastered ankreiden, dass es seinen Schwerpunkt etwas zu sehr auf Quicktime-Reaktionstests legt und dass sich die Herausforderungen nach einigen Stunden wiederholen. Das alles ändert rein gar nichts an der Tatsache, dass dieses Spiel erleben muss, wer sich für Survivalhorror begeistert - auf der PS4 mehr denn je.

Vervierfachte Bildauflösung

Unterm Strich und im direkten Vergleich zwischen beiden Spielfassungen scheint das Original für PS3 wie um zehn Jahre gealtert. Es zeigt an Ecken und Kanten stark flimmernde Pixelkanten. Das ist auf der PS4 fast komplett eliminiert. Wenn Wasser aus einem geborstenen Rohr plätschert und Staubwolken durch die Straßen wabern, dann sieht das jetzt deutlich natürlicher und plastischer aus als beim Original. All das trägt dazu bei, dass man sich auf der PS4 stärker in die virtuelle Apokalypse hineingezogen fühlt als auf der PS3.

Mehr Tempo

Grundlage für die visuellen Verbesserungen ist eine neue Engine - ein Software-Gerüst, das Naughty Dog extra für die neue Konsolengeneration gebaut hat. Es beschert The Last of Us Remastered unter anderem höher aufgelöste Texturen und plastischere Strukturen an Einschusslöchern und ähnlichen Grafikdetails. Außerdem wird die Videoauflösung von 720p auf 1080p maximiert. Die Verdoppelung der Bildwiederholrate von 30 auf 60 Frames pro Sekunde tut dem Spielfluß gut. Wenn die Third-Person-Verfolgerkamera anlässlich eines überraschenden Mutantenangriffs einen dramatischen Schwenk hinlegt, sorgt diese gesteigerte Geschmeidigkeit für eine Verstärkung des Schockeffekts.

Was uns gefällt

Auf der Blu-ray-Disk sind die Einzelspieler-Kampagne und ein Multiplayer-Modus enthalten, zusätzlich die Singleplayer-Erweiterung "Left Behind" und die beiden Mehrspieler-Add-ons "Abandoned Territories" und "Reclaimed Territories". Wer seine Figuren auf PS3 mit Hüten, Gesundheitstuning und anderen Kleinigkeiten aus dem PlayStation Store individualisiert hat, bekommt die Ingame-Käufe auf der PS4 automatisch freigeschaltet.

Was uns nicht gefällt

Der Hersteller will seine die Streaming- beziehungsweise Nachlade-Technik überarbeitet und dadurch die Soundprobleme und Popup-Grafikartefakte der PS3-Version eliminiert haben. Klappt nicht ganz: Es kommt immer noch vor, dass Bäume sichtbar ins Bild ploppen und grob aufgelöste Elemente plötzlich an Feinzeichnung gewinnen. Die deutsche Übersetzung bleibt halbherzig: Die Synchronsprecher leisten zwar gute Arbeit, aber durch einige englische Bildtexte verlieren Teile der Handlung an Verständlichkeit.

Fazit

Liebhaber von spannungsreichen Horror und packendem Überlebenskampf müssen The Last of Us erleben, auf der Playstation 4 erst recht: Das Spielerlebnis profitiert von der aufgehübschten Grafik und dem beschleunigten Bildaufbau. Kaum zu glauben, wie grobkörnig und pixelig das vor einem Jahr noch so hochgelobte PS3-Original im direkten Vergleich aussieht. Schade, dass Sony den Besitzern PS3-Originals kein gutes Angebot für ein Update auf die PS4-Fassung macht. Für sie lohnt sich Neukauf angesichts des doch recht stolzen Kaufpreis nicht.

Infos zum Spiel

Titel: The Last of Us Remastered
Genre: Action-Adventure
Hersteller: Naughty Dog
Publisher: Sony
Release-Termin: 30. Juli 2014
Preis: zirka 55 Euro
System: PS4
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Sehr gut

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