Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Der individuelle Supersoldat: Preview zu Call of Duty: Advanced Warfare

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

GC-Preview zu Call of Duty: Advanced Warfare | Ego-Shooter |PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One  

Der individuelle Supersoldat

26.08.2014, 15:14 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Der individuelle Supersoldat: Preview zu Call of Duty: Advanced Warfare. Call of Duty: Advanced Warfare Ego-Shooter von Activision für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One (Quelle: Activision)

Call of Duty: Advanced Warfare (Quelle: Activision)

Eine Reise in die Zukunft lohnt nicht, wenn man dem kommenden Ego-Shooter aus der Call of Duty-Reihe Glauben schenken möchte. Demnach reißt ein Konzern namens Atlas im Jahr 2054 alle Macht an sich und terrorisiert die Weltbevölkerung mit ausgefuchsten Hightech-Waffen. Wie gut, dass die Call of Duty-Serie im elften Jahr ihrer Existenz erneut US-Soldaten auf den Plan ruft. Sie stellen sich dem Treiben entgegen. Auf Einladung des US-Studios Sledgehammer kann fast jeder Rekrut an diesem Kampf um die Freiheit teilnehmen - sofern er über einen PC, eine PS3, eine PS4, eine Xbox 360 oder eine Xbox One verfügt.

Machtspiele in der Zukunft

Die Rahmenhandlung zeichnet ein wenig erbauliches Bild der Zukunft des Jahres 2054. Rückblenden zeichnen im Spielverlauf das Bild eines globalen Terrordiktats. Dem fallen erst Atomreaktoren und dann die Weltordnung zum Opfer. Chaos bricht aus. Weil Regierung und Militär die Lage nicht in den Griff bekommen, wenden sie sich an den Waffenkonzern und Militärdienstleister Atlas. Ein Unternehmen, dass Soldaten mit modernster Waffentechnologie ausstattet und in den Dienst schickt. Söldner letzten Endes, die für Geld alles tun. Der Konzern stellt die Ruhe wieder her, doch Konzernlenker Jonathan Irons missbraucht seine Macht. Er lässt Städte verkommen, sperrt die Bevölkerung weg. Wie es weitergeht und welche Rolle den besagten Terroristen noch zukommt - das wird sich sich erst nach Spielveröffentlichung Anfang November im Detail zeigen.

Kevin Spacey als böser Bube

Allzu viel Fantasie lassen das US-Studio Sledgehammer und der US-Publisher Activision nicht in die Rahmenhandlung einfließen, dass bleibt festzuhalten. Das futuristische Szenario gleicht sehr stark dem, was wir in Call of Duty: Ghosts im letzten Jahr gesehen haben. Auch die Art und Weise, wie der machthungrige Konzernlenker Irons den Umbau einer ganzen Gesellschaft plant, weckt Erinnerungen: beispielsweise an Dick Jones und seine OCP-Machenschaften in Robocop. Sei's drum, einen Trumpf hat Advanced Warfare in der Hinterhand. Der großartige US-Schauspieler Kevin Spacey mimt den bösen Buben. Das sollte gut funktionieren.

Hoverbikes und Kevin Spacey im neuen CoD: Advanced Warfare

Call of Duty: Advanced Warfare-Trailer.

Hoverbikes und Kevin Spacey im neuen CoD: Advanced Warfare


Kraftverstärker und andere Technologien

Immerhin tut Irons auch Gutes. Er lässt der Heldenfigur - dem braven US-Soldat Mitchell - im Spielverlauf ein bisschen Hightech zukommen. Eigentlich wäre Mitchell nämlich aufgrund von Kriegsverletzungen einsatzunfähig. Mithilfe eines Exoskeletts, also außen am Körper angebrachter Armierungen und Kraftverstärkern, lernt Mitchell jedoch laufen und springen. Sogar schneller und weiter denn je. Dank Exoschweb-Technologie hält sich Mitchell irgendwann mehrere Sekunden in der Luft. Entgeht mithilfe von Exotarn dem Blick der Gegner. Und neutralisiert dank Exotrophy deren Schüsse. Kein Mangel an Exo-Entdeckenswertem, wie es scheint.

Geradlinige Action wie gewohnt

Gut ausgerüstet zieht Mitchell los und greift unter anderem in Detroit und San Francisco zu futuristischen Projektil- und Strahlenwaffen. Erfahrungsgemäß sparen sich die Shooter aus der Call of Duty-Reihe Gefühlsduselei, und so wird es auch diesmal sein. Zu erwarten ist eher wenig Erzählung und stattdessen eine temporeich choreographierte Hetzjagd durch einen Schlauch aus brav aneinandergereihten Missionen. Wie bei Call of Duty üblich nimmt die Kampagne den Spieler bei der Hand und lotst ihn behände an einstürzendem Gelände, explodierenden Gebäuden, abschmierenden Helikoptern und allerlei anderen spektakulären Hinguckern vorbei.

Sehen lassen kann sich das Ganze. Die Versionen für PC, Xbox One und PS4 punkten mit schönen Details, sehenswerten Effekten und einer stabil-hohen Bildwiederholrate von 60 Frames. Die Spielversionen für PS3 und Xbox 360 werden unabhängig davon entwickelt und wurden bislang nicht gezeigt.

Futuristische Technologien

Dass sich das Gameplay im Vergleich mit anderen Call of Duty-Titeln dann doch deutlich anders - schneller - anfühlt, hängt unter anderem mit dem futuristischen Szenario zusammen. Kybernetische Kreaturen bilden die Basis für dramatische Herausforderungen - beispielsweise, wenn sich hunderte fliegender Minidrohnen zu einer gewaltigen Wolke formieren und wie eine tödliche Wolke die Spielfigur attackieren. Nicht zu unterschätzen ist außerdem der Einfluss des Exoskeletts. Es ermöglicht hohe und weite Sprünge wie im Actiongame Titanfall. Das erhöht das Tempo drastisch und sorgt für ein gefühltes Plus an Bewegungsfreiheit. Außerdem kann man - nicht immer, aber häufig - die Zeit bremsen und sozusagen in Zeitlupe Ziele erfassen. Der Bullet-Time-Effekt sieht hübsch aus und gibt dem Ganzen eine taktische Note.

Der Mehrspieler-Modus

Zwischendurch bestimmt der Spieler durch Verteilen von Upgrade-Punkten, ob er eher Mitchells körperliche Eigenschaften steigert oder die seiner Waffentechnik. Interessant ist es allemal, was da so alles zum Einsatz kommt. Per EMP-Granate beispielsweise legt man mal eben elektronische Schaltkreise in der Umgebung lahm, woraufhin besagte Minidrohnen die Arbeit einstellen und zu Boden plumpsen. Diese und ähnliche Einsatzmittel prägen auch den Mehrspieler-Modus. Mit Hilfe von Ziplines kann man schnell viele Meter machen, mit Hilfe von Körperverstärkern Lauf- und Sprungfähigkeiten steigern. Dürfte überraschtes Staunen auslösen, wenn ein Spieler sich mittels eines zehn Meter hohen Sprungs dem Blickkontakt eines Mitspielers entzieht und dank eines gekonnt eingesetzten Rückwärtsimpulses ein Augenzwinkern später in dessen Rücken landet.

Einmal die Karte umpflügen, bitte!

Zusätzliche Spannung versprechen Szenen, die sich unter dem Begriff Levolution bereits in den EA-Shootern aus der Battlefield-Reihe bewähren. Soll heißen, dass dramatische Ereignisse eine Karte komplett umpflügen. Wenn zum Beispiel beim Gastspiel auf der San-Franciso-Karte im Bildhintergrund eine Tsunami-Riesenwelle heran rauscht, dann ist es besser, wenn man sich auf eine höher gelegten Position begibt oder fernab vom Strand herumhoppst.

Von der Golden-Gate-Brücke bei San Francisco abgesehen, hat Activision bisher drei weitere Karten angekündigt: Die "Biolab"-Karte verspricht eine Mischung aus Häuserkampf und weiten Flächen im verschneiten Monument Valley. Die Karte "Riot" thematisiert einen zerstörten Gefängnisbau in Bagdad, dessen Geschütztürme und anderen Sicherheitseinrichtungen allerdings noch intakt sind. "Ascend" steht für Auseinandersetzungen innerhalb eines Weltraum-Bahnhofs. Wer die Sprung- und Sprintfähigkeiten des Exoskelett einer Nagelprobe unterziehen möchte, dürfte an der turmähnlichen Architektur seine Freude haben.

Der individuelle Supersoldat

Zur wilden und unkontrollierten Ballerei dürfte das Ganze dennoch nicht verkommen. Man sollte schon Deckung nutzen und mit Köpfchen spielen und seine Chancen auf einen der Scorestreaks erhalten. Wer nämlich ohne Lebensverlust viele Punkte macht, bekommt ferngesteuerte Geschütztürme und andere begehrenswerte Belohnungen in die Arena geliefert. Überhaupt scheint sich Advanced Warfare auf Motivationstricks zu verstehen. Könner werden sich sicherlich mit Freude der Individualisierung ihrer Soldatenfigur widmen und im Baukasten mit diversem Kopfschmuck, Leder, Schutzbrillen, Körperpanzern und dem Look des Exoskelett experimentieren. Das Ergebnis kann man in einer virtuellen Online-Lobby zur Schau stellen. So wissen die Online-Kumpels, mit wem sie sich anlegen.

Was uns gefällt

Der US-Entwickler Sledgehammer Games ist ein unbeschriebenes Blatt in der "Call of Duty"-Historie, wenn es um die Federführung bei der Entwicklung geht. Bisher haben Treyarch und Infinity Ward im Zwei-Jahres-Rhythmus als Lead-Studios gearbeitet und abwechselnd je einen Ego-Shooter zur Reihe hinzugefügt. "Advanced Warfare" ist das erste Produkt eines neuen Drei-Jahres-Turnus: Drei Entwickler entwickeln abwechselnd jeweils drei Jahre lang. So bleibt jedem Team mehr Zeit für Ideen und Feinschliff.

Was uns nicht gefällt

Es ist sicherlich begrüßenswert, dass Activision mit Till Hagen die vertraute deutsche Synchronstimme von Kevin Spacey engagiert. Beim bisher gezeigten Spielmaterial ist allerdings wenig Lippensynchronität erkennbar. Das drückt die Stimmung und wird hoffentlich noch geändert.

Fazit

Es scheint nicht so, als wolle "Call of Duty: Advanced Warfare" das Rad völlig neu erfinden. Das Gameplay greift Vertrautes auf und verknüpft ein kleines bisschen Rahmenhandlung mit viel wilder Inszenierung und etlichen Schießereien in geradliniger Abfolge. Die futuristischer Waffentechnik bringt Schwung und Tempo rein, vielleicht sogar ein Plus an Aktions- und Bewegungsfreiheit. Wenn Steuerung und Schwierigkeitsgrad, Inszenierung und Gameplay am Ende harmonieren, wird das richtig toll.

Titel: Call of Duty - Advanced Warfare
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Activision
Hersteller: Sledgehammer Games
Release: 4. November 2014
Preis: zirka 60 Euro
System: PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Sehr gut

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal