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Bewegungssteuerung  

Microsoft bietet Kinect als Standalone-Gerät an

28.08.2014, 12:01 Uhr | jr / ams

Microsoft bietet Kinect als Standalone-Gerät an. Die neue Microsoft-Konsole Xbox One (Quelle: Microsoft)

Die neue Microsoft-Konsole Xbox One (Quelle: Microsoft)

Wie Microsoft in seinem Blog mitteilte, will man ab dem 7. Oktober die Kinect-Steuerung als Standalone-Gerät auf den Markt bringen. Der empfohlene Verkaufspreis für die mit dem Tanzspiel "Dance Central" garnierte Sprach- und Bewegungssteuerung liegt bei stolzen 150 US-Dollar - ein deutliches Zeichen dafür, dass Microsoft nach der Auflösung des Zwangs-Bundles mit der Xbox One in Sachen Kinect kein strategisches Interesse mehr verfolgt und das Gerät nicht mehr auf Teufel komm raus als erfolgreiches Projekt im Massenmarkt zu platzieren versucht.

Kinect: Ab Oktober auch einzeln erhältlich

Die einzeln erhältliche Kinect als Schnäppchen zu betrachten, fällt bei dem von Microsoft gesetzten Preislevel schwer - zumal der Dollar-Preis in der Regel 1:1 auch in Euro übertragen wird. Ob und gegebenenfalls wann die Single-Kinect auch in Deutschland erhältlich sein wird, steht aktuell noch nicht fest - ein größerer zeitlicher Abstand zum US-Releasetermin wäre aber eine Überraschung.

Mit dem vor kurzem erschienen Software Development Kit (SDK) für die Xbox One hat Micosoft auch im Games-Bereich für Prioritäten gesetzt und die Entkoppelung von Xbox One und Kinect bestätigt. Mit den frischen SDK liegt die Entscheidung über die Ressourcenverteilung ganz im Belieben der Entwickler. Verzichten sie in ihrem Spiel auf die Kinect-Unterstützung, dann steht mehr PPU-Power für Auflösung, Effekte und Bildwiederholrate zur Verfügung. "Wir haben den Entwicklern seit der Veröffentlichung der Xbox One stets neue Updates angeboten und die Freigabe des Juni-XDK für Entwickler gewährt den Programmierern mehr Zugriff auf die GPU-Bandbreite, was wiederum eine bessere Performance, mehr Werkzeuge und mehr Flexibilität bietet, um Spiele noch besser zu machen", sagte der für die Xbox-Software zuständige Entwicklungsdirektor Kareem Choudhry.

Wenn die Entwickler die frei gewordenen Leistungsreserven für ihre Spiele verwenden, ist das laut Choudhry zugleich mit einem vorübergehenden Abschalten eines Großteils der gewohnten Kinect-Features verbunden - und zwar auch bei den Xbo One-Konsolen, die mit "Vollausstattung" verkauft wurden. Soll heißen: Funktionen wie das biometrische Anmelden sowie die Infrarot-Sensoren sind solange deaktiviert, bis das betreffende Spiel beendet wird. Erst dann werden die deaktivierten Features wieder freigegeben. Bestimmte Kinect-Funktionen wie zum Beispiel die Sprachbefehle und der Snap-Andockmodus bleiben hier aber durchgängig aktiv.

Die Xbox One ist weltweit am 22. November 2013 erschienen. Die Version ohne Kinect ist am 9. Juni für zirka 400 Euro auf den Markt gekommen. Alle News und Informationen zur Konsole aus dem Hause Microsoft gibt es auf unserer Themenseite.

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