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Nintendos wilde Prügelei: Preview zum Actionspiel Hyrule Warriors für Wii U

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Preview zu Hyrule Warriors | Action | Wii U  

Nintendos wilde Massenschlägerei

28.08.2014, 16:02 Uhr | jr /tz, Richard Löwenstein

Nintendos wilde Prügelei: Preview zum Actionspiel Hyrule Warriors für Wii U. Hyrule Warriors Actionspiel von Tecmo Koei für die Wii U (Quelle: Nintendo)

Hyrule Warriors Actionspiel von Tecmo Koei für die Wii U (Quelle: Nintendo)

Nur nicht von den Bildern täuschen lassen: Was auf den Screenshots aussieht wie ein neues Action-Rollenspiel aus der Zelda-Reihe, verwandelt sich beim Probespiel in eine actionreiche Massenschlacht im Stil von Dynasty Warriors. Bloß dass sich anstelle japanischer Samurai die Helden aus Nintendos Fantasiereich Hyrule auf dem Schlachtfeld messen. Das klingt ein bisschen altbacken und spielt sich leider auch so. Für die meisten Besitzer einer Wii U-Konsole dürfte "Hyrule Warriors" in erster Linie deshalb interessant sein, weil sie wenig alternativen Spielstoff zum Ausweichen haben.

Kein Action-Rollenspiel

Japaner fahren seit Jahrzehnten auf Tecmo-Koeis Dynasty Warriors-Reihe ab. Das Gameplay lässt sich mit wenigen Worten zusammen fassen: Hunderte Samurai prallen auf dem Schlachtfeld aufeinander. Der Spieler soll mit Timing und Tastenballett Ordnung ins Chaos bringen, sprich mit Schwertern, Klingen und Kombos Angreifer aus dem Weg räumen. Beim deutschsprachigen Publikum ist das wilde Haudrauf-Gameplay nie so richtig angekommen, weder im Original noch mit Androiden anstelle asiatischer Generäle, siehe "Dynasty Warriors: Gundam" aus dem Jahr 2007. Und es gibt wenig Grund zur Hoffnung, dass Hyrule Warriors daran viel ändern wird. 

Reise nach Hyrule

Dass Hyrule Warriors momentan in den Vorbesteller-Listen mit großem Vorsprung vor dem neuen "Skylanders Trap Team" Platz eins belegt, lässt sich vielleicht am ehesten mit Lust auf neuen Stoff und Mangel an Alternativen erklären. Neuerscheinungen für Nintendos Topkonsole gibt es eben kaum. Da nimmt man was kommt und gibt sogar einem Gameplay eine Chance, das sonst belächelt würde. Allzu viel Spieltiefe ist jedenfalls nicht zu erwarten. Auf vertraute Weise wählt der Spieler vor Beginn einer Partie seinen Helden und metzelt sich anschließend durch. Ein kleines bisschen Handlung dient als Feigenblatt für viele Ausflüge in wechselnde Arenen voller Angreiferhorden. Demnach hat die böse Zauberin Cia viele böse Machthaber um sich versammelt und droht mit einer Invasion des Landes Hyrule, das man in den diversen Zelda-Abenteuern schon vielfach erkunden durfte.

Neues actionreiches Zelda von Tecmo-Koei

Das neue Zelda-Spiel ist nicht, was Fans erwartet hätten.

Neues actionreiches Zelda von Tecmo-Koei


Simples Gameplay

Wildes Tastenhämmern führt nur anfänglich zum Erfolg. Später muss man seine leichten und schweren Attacken kontrolliert einsetzen, gezielt zu Kombos verknüpfen und präzises Timing mit einer Prise Taktik verbinden. Gemeint ist: Man möge sich Gedanken machen, aus welcher Richtung die größte Gefahr droht und sich entsprechend orientieren. Ab und zu machen neue Kombos Lust auf Ausprobieren, und Power-Ups verschieben das Kräfteverhältnis zu Gunsten des Spielers. Sobald nämlich das Magie-Meter aufgefüllt ist, darf der Spieler beispielsweise einen Pfeilhagel beschwören und die Angreiferschar anderweitig schwächen. Das sich daraus ableitende Hochgefühl erweist sich allerdings als eher kurzlebig.

Viele spielbare Zelda-Helden

Allem Anschein nach nährt sich der Reiz des Ganzen vorrangig aus der Tatsache, dass das Gameplay an allen Ecken und Enden auf Zelda umtapeziert wird. Man darf herrlich viele Figuren aus der Reihe führen und dabei von ihrer kämpferischen Seite erleben: Link und Prinzessin Zelda zum Beispiel, die Zofe Impa und den schelmischen Midna aus "Twilight Princess". Nachdem man ganze Horden wieselflinker Bokblins niedermähen durfte, öffnen sich Schatzkisten und enthüllen - von goldenem Schimmer ummantelt - ein begehrenswertes Extra. Wieder ein erhebendes Gefühl, das aber vermutlich wiederum nicht allzu lange anhält.

Wiedersehen macht Freude

Aber man weiß ja nie. Vielleicht steckt ja doch mehr drin, als es nach dem ersten Probespiel scheint. Immerhin beweist sich jede Heldenfigur auf dem Schlachtgeld mit eigenen Moves, Waffen und Attacken. Zelda zum Beispiel schleudert per A-Taste einen Lichtbogen ins Gemenge; und Link soll im Spielverlauf Zugriff auf das sagenumwobene Master-Schwert erhalten, das er schon so oft häufig gesucht hat. Es steckt sicherlich viel Kennenlernenswertes in Hyrule Warriors. Liebhaber der Zelda-Reihe dürfen sich außerdem auf ein Wiedersehen mit diversen Ländereien und Boss-Gegnern freuen. Zwischen Schattenpalast und hylianischer Steppe treffen Link, Zelda und Konsorten zum Beispiel auf Majoras Maske aus dem gleichnamigen Abenteuer, oder auf Usurpator Zanto, einen der Endbosse aus Twilight Princess.

Was uns gefällt

Die Kulissen machen einen recht abwechslungsreichen Eindruck. Das Spiel besitzt außerdem eine detailreiche Zeichnung an den Figuren und viele schöne Spezialeffekte. Außerdem hält es eine konstant hohe Bildwiederholrate: wichtig für ein präzises Timing bei Angriffen, Kombos und Kontern.

Was uns nicht gefällt

Nintendo kündigt einen Koop-Modus für zwei Spieler an: Ein Krieger kämpft auf dem TV-Gerät, der andere mit Wii-Nunchuck oder über das Display des WiiU-Controllers. Schön und gut. Aber bei so einem ein Schlachtgetümmel hätte sich auch ein Vier-Spieler-Modus gut gemacht, egal ob auf einem Bildschirm oder über online verbundene Konsolen

Fazit

Laut Pressemeldung vereint Hyrule Warriors das Beste aus zwei Welten. Das ist aber vielleicht zu wenig. Denn die Massenschlägereien aus Dynasty Warriors waren hierzulande noch nie sonderlich populär und sind inzwischen in die Jahre gekommen. Würde Hyrule Warriors das Gameplay mit der Handlungstiefe, den Dialogen und den cleveren Bossfights aus der Zelda-Reihe aufpeppen, dann könnte das eine prima Mischung ergeben. Momentan allerdings wirkt das Ganze arg oberflächlich.

Infos zum Spiel

Titel: Hyrule Warriors
Genre: Actionspiel
Hersteller: Sumo Digital
Publisher: Nintendo
Release-Termin: 19. September 2014
Preis: zirka 60 Euro
System: Wii U
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Eindruck: Befriedigend

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