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"Diablo 3 Ultimate Evil Edition" im Test: Höllenfürst im Wandel

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Test Diablo 3 Ultimate Evil Edition | Action-Rollenspiel | PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One  

Des Teufels schönster Streich

11.09.2014, 08:32 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

"Diablo 3 Ultimate Evil Edition" im Test: Höllenfürst im Wandel. Diablo 3 Ultimate Evil Edition Action-Rollenspiel von Blizzard für PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One (Quelle: Blizzard)

Diablo 3 Ultimate Evil Edition Action-Rollenspiel von Blizzard für PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One (Quelle: Blizzard)

Als das erste Diablo im Januar 1997 in Europa erschien, legte Entwickler Blizzard den Grundstein für eine Spielemarke, die mittlerweile Weltruhm genießt. Die Mischung aus zufallsgenerierten Dungeons, düsterem Mittelalter-Szenario, einer unglaublichen Vielfalt an Waffen, magischen Gegenständen und Gegnertypen sowie einem Vier-Spieler-Koop-Modus begeisterte Fachpresse und Genre-Liebhaber gleichermaßen. Knapp 17 Jahre später zündet diese stets erweiterte Erfolgsformel immer noch. Dank der "Diablo 3 Ultimate Evil Edition" erstmals auch auf PS4 und Xbox One.

Höllenfürst im Wandel

Zur besseren Einordnung: PC-Spieler kennen Diablo 3 bereits seit Mai 2012. Seither hat der Titel eine beachtliche Wandlung durchgemacht. Nach einer wahren Flut von Spieler-Beschwerden gab das Studio mit Sitz im kalifornischen Irvine Mitte September 2013 bekannt, das vielfach kritisierte Echtgeld-Auktionshaus zur Hölle zu schicken. Nahezu gleichzeitig erschien das Spiel erstmals für Konsole - und zwar gleich komplett ohne das verhasste Auktionshaus und nahezu perfekt optimiert für Xbox 360 und PS3. Insbesondere die liebevolle Anpassung der Maus-/Tastatur-Steuerung an die Möglichkeiten der jeweiligen Gamepads sowie der endlich offline spielbare Vier-Spieler-Modus ließen Fan-Herzen höher schlagen.

Mit der "Ultimate Evil Edition" übertrumpft sich Blizzard nun ein weiteres Mal. Denn statt ein simples HD-Remake für die Konsolen der neuen Generation abzuliefern, quetscht man so viele neue Inhalte und Features mit auf die Blu-ray Disc, dass vor allem Neueinsteigern fast schon schwindlig wird.

Die Sensenmann-Jagd ist eröffnet!

Den Anfang macht die brillante, bereits auf PC veröffentlichte Erweiterung "Reaper of Souls". Sie ergänzt das ebenfalls mitgelieferte Hauptspiel mit seinen vier Akten um ein nicht minder spektakuläres fünftes Kapitel. Kein geringerer als Malthael, der gefallene Erzengel der Weisheit, stellt sich Ihnen hier mit einer ganzen Horde neuer Widersacher entgegen. Bevor es allerdings zum ultimativen Showdown mit dem "Engel des Todes" kommt, gilt es, die legendäre Stadt Westmark, die stinkenden Sümpfe der Blutmarken und die historischen Hallen der Festung des Wahnsinns hinter sich zu lassen. Praktisch: Wer noch einen Spielstand von Diablo 3 für Konsole auf der Festplatte schlummern hat, kann diesen in jede beliebige Ultimate Evil-Version importieren und genau dort fortfahren, wo er aufgehört hat. Alle anderen starten bei null.

Tödlicher Ritter

Anreize, die Story von vorne zu beginnen, gibt es allerdings zur Genüge. Allen voran die Einführung der neuen Heldenklasse "Kreuzritter". Dieser Krieger des Lichts ist zwar etwas gemächlicher unterwegs als seine Mitstreiter, fürchtet aber weder Tod noch Teufel und erinnert im Hinblick auf sein Fähigkeitenspektrum an den Paladin aus Diablo 2. Ausgerüstet mit einem wuchtigen Schild und bevorzugt mit Morgenstern oder Flegel kämpfend, heizt er den Horden der Unterwelt auf mittlere Distanz ordentlich ein. Und geht’s mal richtig heiß her, versteht er sich auch ganz hervorragend auf den Einsatz von Magie. Beispielsweise kann er Schlachtrösser heraufbeschwören, die durch die Reihen des Feindes pflügen und dabei kaum zu stoppen sind.

Die Helden haben dazu gelernt

Stichwort Fähigkeiten: Da die Stufenbegrenzung aller anderen Heldenklassen auf 70 angehoben wurde, verfügen Barbar, Dämonenjäger, Mönch, Hexendoktor und Zauberer jeweils über einige komplett neue Talente. Kollege Hexendoktor etwa scheucht gefräßige Piranhas auf seine Widersacher, während der Barbar einen fiesen Felsbrocken-Schauer herbeihext. Darüber hinaus gönnen die Macher jeder bisherigen Klasse drei weitere passive Talente.

Zum Zähne ausbeißen!

Doch damit nicht genug! Mittlerweile stehen zehn Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Die ersten beiden richten sich an weniger erfahrene Weltenretter, die anderen dagegen halten selbst Profis ordentlich auf Trab. Insbesondere "Meister"und "Qual I-VI" sind nicht zu unterschätzen und sollten am besten im Team angegangen werden. Der Lohn der ganzen Plackerei? Neben 43 auf die "Ultimate Evil Edition" hin maßgeschneiderten Trophäen motiviert vor allem das überarbeitete Beutesystem, "Loot 2.0" genannt. Es reduziert die Flut an fallengelassenen Gegenständen von geringem bis mittlerem Wert. Gleichzeitig erhöht sich die durchschnittliche Anzahl von seltenem und besserem Rüstzeug. Außerdem zeigt "Loot 2.0", wie intensiv Blizzard Nutzer-Feedback analysiert und letztendlich auch in die Tat umsetzt. Top!

In die Lehre gegangen

Weitere Neuerungen gefällig? Nehmen wir zum einen den brandneuen Lehrlings-Modus. Er löst ein Problem, das vor allem Spieler mit wenig Zeit stets plagte. Wollten diese mit Freunden höherer Erfahrungsstufen zusammenspielen, war dieses Vorhaben meist zum Scheitern verurteilt. Ganz einfach, weil ihre Spielfiguren denen der "Diablo"-Dauerspieler spürbar unterlegen waren und sie folglich im Kampf gegen mächtige Monster viel häufiger ins Gras bissen. Der Lehrlings-Modus versucht dies auszugleichen, indem er Helden niedriger XP-Stufen für die Dauer der Partie stärkt, sprich: sie schlagkräftiger und widerstandfähiger macht. Tolle Idee!

Schier endlose Abenteuer

Bliebe noch der sogenannte Abenteuer-Modus. Dieser wird freigeschaltet, sobald man alle fünf Akte bewältigt hat. Im Anschluss dürfen Spieler die komplette Welt nach Lust und Laune erkunden - alle Wegpunkte stehen jetzt ständig zur Verfügung - und zwei Arten von Missionen bewältigen. In Kopfgeldaufträgen machen Solospieler oder Heldentrupps gezielt Jagd auf bestimmte Bossgegner oder müssen vorgegebene Verliese säubern. Gelingt dies, winken wertvolle Beute, Blutsplitter (die Währung für eine Art Ingame-Glückspiel) und Schlüsselsteine. Des Weiteren darf man seine Talente in Nephalem-Rissen unter Beweis stellen. Gemeint sind auf zehn bis 20 Minuten Spielzeit ausgelegte Levels mit nach dem Zufallsprinzip zusammengestellten Gegenden, Monstern und Bossgegnern.

Was uns gefällt

Der schiere Umfang der Ultimate Evil Edition beeindruckt. Einfach irre, was Blizzard hier alles in die Waagschale wirft! Neben den bisher genannten Schmankerln wäre da unter anderem noch das in unserer Foto-Show erklärte Nemesis-System, die neue Möglichkeit des virtuellen Geschenke-Versands von beliebigem Rüstzeug an Freunde oder die Mystikerin - sie kann die Eigenschaften von Gegenständen verändern. Nicht zu vergessen: die in beiden Versionen auf 1080p-Auflösung gepimpte Grafik mit ihren butterweichen Bildwiederholrate und einer Detailfülle auf Augenhöhe mit der PC-Fassung auf hoch eingestellten Grafik-Settings.

Was uns nicht gefällt

Für all jene, die Diablo 3 sowie die Erweiterung Reaper of Souls noch nicht kennen, ist die Ultimate Evil Edition ein Rundum-Sorglos-Paket. Wer Diablo 3 allerdings schon für PS3 oder Xbox 360 besitzt, der wird ob des 40-Euro-Preisschilds ein bisschen die Nase rümpfen, zumal Blizzard kein preiswertes Download-Upgrade anbietet. Zum Vergleich: Das Reaper of Souls-Add-on kostet auf PC gerade mal 25 Euro. Davon abgesehen könnte man den Entwicklern ankreiden, dass die zweifelsohne extrem praktische Spielstand-Import-Funktion nur dann greift, wenn man auf Konsole von Diablo 3 auf die Ultimate Evil Edition für PS3, PS4, Xbox 360 oder Xbox One umsteigt. Käufer der PC-Fassung von "Diablo 3" lässt man außen vor.

Ebenso ist ein Spielstand-Transfer nicht mehr möglich, wenn man sich einmal für eine der vier Konsolenversionen entschieden hat. Wer also einen Systemwechsel von Xbox One auf PS4 plant und sich auch das Spiel für diese Plattform noch einmal organisiert, kann seinen Spielfortschritt nicht übernehmen. Dennoch: Beides ist Meckern auf hohem Niveau.

Fazit

Die Sogwirkung der "Diablo 3: Ultimate Evil Edition" lässt sich am besten mit dem neuen "Schwarzes Loch"-Zauber des Magiers vergleichen. Als würde man von einem Strudel erfasst, lässt einen das Spiel erst wieder los, wenn die Namen der Entwickler über den Bildschirm scrollen. Wobei auch das nicht ganz zutrifft, denn oft dauert es keine 15 Minuten, bis man sich entschließt, die Odyssee ein weiteres Mal mit einem anderen Helden anzugehen. Ein wahrlich teuflisches Spiel!

Infos zum Spiel

Titel: Diablo 3 Ultimate Evil Edition
Genre: Action-Rollenspiel
Hersteller / Publisher: Blizzard
Release: Im Handel
Preis: zirka 60 Euro (PS4, Xbox One) / zirka 40 Euro (PS3, Xbox 360)
System: PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

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