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Evolve: Preview zum Award-überhäuften Ego-Shooter

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Preview Evolve | Koop-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Vom Jäger zum Gejagten

15.09.2014, 15:33 Uhr | Richard Löwenstein (ams / tz), Richard Löwenstein

Evolve: Preview zum Award-überhäuften Ego-Shooter. Evolve Koop-Shooter von Turtle Rock für für PC, PS4 und Xbox One (Quelle: 2K Games (Montage: T-Online.de))

Evolve (Quelle: 2K Games (Montage: T-Online.de))

Dieser Ego-Shooter hat auf der vergangenen Gamesom-Messe nicht weniger als fünf Auszeichnungen abgeräumt: Bestes Actiongame, bestes Game für PC und Xbox One, bestes Multiplayer-Game und bestes Game überhaupt – noch Fragen? In futuristischen Ambiente machen vier Spieler gemeinsam Jagd auf einen Mitspieler und dessen Alienkreatur. Wer ist Jäger, wer der Gejagte? Die Rollen wechseln wild hin und her.

Foto-Serie mit 7 Bildern

Reine Mehrspieler-Erfahrung

Als neuartiges Multiplayer-Erlebnis preist das US-Entwicklungsstudio Turtle Rock seine kommende Actionschöpfung an. Das ist vielleicht ein bisschen hochgegriffen. Von einer Neuerfindung des Shooter-Genres ist das Werk der Schöpfer von "Counter Strike: Condition Zero" und "Left 4 Dead" weit entfernt. "Evolve" wirkt beim flüchtigen Hinsehen eher wie ein zwar gut aussehender, aber letztlich konventioneller Koop-Egoshooter. Die Meinung ändert sich sich nach dem ersten Anfassen und längerem Kontakt. In diesem Game stecken Feinheiten, die sich unterm Strich zu wirklich guter Unterhaltung addieren.

Vier gegen einen

Weit weg vom hier und jetzt finden sich fünf Spieler in ferner Zeit und fremder Kulisse wieder: Umgeben von Dschungel, Arktis oder Höhlengestein sind vier Weltraumsöldner zum Team verbündet. Sie ziehen gegen einen Mitspieler zu Felde: das Monster, das in verschiedenen Ausfertigungen existiert. Vier-gegen-einen also. Die Rollen des Jägers und des Gejagten sind dennoch keineswegs klar verteilt. Denn das Monster ist keineswegs unterlegen. Es verfügt je nach Spezies zum Beispiel über deutlich mehr Schnelligkeit und Kraft und kann Menschen im Nahkampf durch einen simplen Prankenhieb ausknocken. Oder es tarnt sich und hinterlässt dann keine Spuren mehr, so dass der Aufenthaltsort nicht so leicht zu entschlüsseln ist. Die Verfolger-Kamera hat ebenfalls etwas für sich: Sie beschert dem Monsterdompteur mehr Übersicht. Die Söldner spielen aus der Ich-Perspektive.

Inside Look zu Evolve: Jäger oder Gejagter?

Gameplay-Trailer mit Entwickler-Kommentar zu Evolve.

Inside Look zu Evolve: Jäger oder Gejagter?


Prickelnde Atmosphäre

Außerdem betritt das Monster die Arena einen Tick eher als die Mitspieler, kann sich umschauen und einnisten. Die Mitspieler befinden sich zu dieser Zeit noch im Landungsschiff und üben sich vor dem freien Fall in Richtung Planetenoberfläche in Rollenverteilung. Zwischen vier Klassen besteht die Qual der Wahl: Jäger, Fallensteller, Sanitäter und Unterstützer. In jeder Klasse stehen mehrere Persönlichkeiten bereit. Turtle Rock gibt sich Mühe. Man will den Figuren einen ausgeprägten Charakter einimpfen und das Gesamtwerk mit Atmosphäre aufpumpen. Das schein zu gelingen, unter anderem weil sich "Evolve" nicht ganz so bierernst nimmt. Nehmen wir die Figur namens Maggie zum Beispiel. Da heißt es in der Beschreibung, sie brauche keine Freunde – schließlich kann sie sich stets auf die 200 Kilo schwere Alien-Bulldogge an ihrer Seite verlassen. Na schön!

Der unheilige Schrecken

In der Praxis spielt sich das Ganze herrlich flott und griffig. Die vier Söldner sind mithilfe ihrer Jetpacks zeitweise schwebend statt per pedes unterwegs. Dadurch kommt ordentlich Tempo ins Spiel, zumal sich manche Monster ebenfalls vom Boden lösen. Der sogenannte Kraken beispielsweise attackiert dank seines hochgebauten Körpers und langer Tentakel sehr schnell und aus großer Höhe. Seine Beschreibung liest sich ebenfalls herrlich anschaulich: "Falls im Wörterbuch je eine neue Definition für eine Mischung aus einem Albtraum und einem unheiligen Schrecken aufgenommen wird, ist dort sicher das Bild des Kraken zu sehen. Dieses tentakelbestückte Monster schleudert Blitze auf Jäger, die ihm zu nahe kommen – und auf alle, die sich in sicherer Entfernung wähnen."

Achterbahnfahrt der Gefühle

Und so wie sich das liest, so sieht "Evolve" aus. In den heißen Phasen kämpft sich das Auge des Betrachters durch ein heftiges Chaos aus Projektilen, Explosionen und Teileregen. Als technische Basis für das mit geschmeidigen 60 Frames zündende Feuerwerk dient übrigens die Cryengine 3 aus dem deutschen Hause Crytek. Und ja: Es ist nicht zu übersehen das "Evolve" ausschließlich für die neue Hardware-Generation entwickelt wird. Wie beispielsweise der Flammenwerfer die Flora in Brand steckt, das sieht schon sehr vorzeigbar aus. Bevor einem aber die Sinne explodieren, nimmt "Evolve" gottlob das Tempo raus. Das Gameplay versteht sich auf eine gute Mischung aus kunterbunter Hochgeschwindigkeit und bedrohlicher Hochspannung, beispielsweise wenn sich das Monster verbirgt und niemand weiß, wer wen zuerst entdeckt.

Was wir mögen

Die Söldner tragen Jetpacks und legen Wegstrecken schwebend zurück. Ähnlich wie beim Egoshooter "Titanfall" löst sich dadurch das Gameplay häufig vom Boden und verlagert sich in die Luft. Das wirkt herrlich befreiend. Die zielgenaue Steuerung und eine hohe Bildwiederholrate von 60 Frames tragen dazu bei, dass sich die Action angenehm geschmeidig anfühlt.

Vier Jäger gegen ein fieses Über-Monster

Cinematic-Trailer zum neuen 4 gegen 1 Koop-Shooter von den Left 4 Dead-Schöpfern bei Turtle Rock Entertainment.

Vier Jäger gegen ein fieses Über-Monster


Was wir nicht mögen

Das Gameplay fokussiert sich voll auf die Mehrspieler-Komponente. Dabei gäbe das futuristische Alien-vs-Söldner-Szenario wundervollen Stoff für eine Einzelspieler-Kampagne her. Vorstellbar wäre zum Beispiel eine Abfolge spannender Bossgegner-Duelle. Leider hat der Hersteller bisher nichts dergleichen bekanntgegeben.

Fazit

Wer Hochgefühle aus dem Gefühl bezieht, ganz alleine eine Angreiferhorde besiegt zu haben, der wird an "Evolve" seine Freude haben – genauso wie Actionliebhaber, die gerne im Koopteam Angriffstaktiken absprechen und umsetzen. Schön sieht das Ganze obendrein aus. Schade halt dass der ursprünglich für Oktober angesetzte Starttermin unlängst auf Februar 2015 verschoben wurde. Besitzer einer Xbox One dürfen bereits im Januar im Rahmen eines Xbox-exklusiven Betatest Probeschüsse abfeuern.

Infos zum Spiel

Titel: Evolve
Genre: Koop-Shooter
Publisher: 2K Games
Hersteller: Turtle Rock
Release-Termin: 10. Februar 2015
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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