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Preview zu Quantum Break für die Xbox-One: Zeit spielt eine Rolle

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Preview Quantum Break | Action-Adventure | Xbox One  

Zeit spielt eine Rolle

16.09.2014, 16:10 Uhr | Michael Förtsch (ams / tz), Medienagentur plassma

Preview zu Quantum Break für die Xbox-One: Zeit spielt eine Rolle. Quantum Break - Action-Adventure für Xbox One (Quelle: Remedy)

Quantum Break (Quelle: Remedy)

Mit "Max Payne" und "Alan Wake" hat das finnische Studio Remedy einst gezeigt, wie gut erzählte Videospiele auszusehen haben. Mit ihrem kommenden, Xbox One-exklusiven Action-Abenteuer Quantum Break wollen sie dies erneut demonstrieren. Jedoch wagen die Entwickler dabei auch einen mutigen Schritt nach vorn. Sie möchten ganz nebenbei die Grenze zwischen Hochglanz-Fernsehserie und Videospiel verwischen. Dafür setzen sie auf bewährte Shooter-Mechanik, Zeitmanipulation und grafischen Bombast. Und tatsächlich zeigt sich "Quantum Break" bei einem ersten ausführlichen Blick spielerisch vertraut und cineastisch ausgefeilt.

Zeitreise mit Folgen

Ausgangspunkt der Handlung ist ein Zeitreise-Experiment an der fiktiven Riverport Universität. "Doch dabei ging etwas furchtbar, furchtbar schief", erklärt Sam Lake, Autor und Kreativleiter hinter "Quantum Break", im Gespräch mit t-online.de Spiele. Das Resultat des missglückten Versuchs: Es streifen Quantenblasen durch die Stadt, die die Zeit abrupt anhalten, beschleunigen oder rückwärts laufen lassen. Chaos und Tod sind die Folge. Das Experiment verlieh zugleich aber auch einigen Anwesenden die Kraft, selbst die Zeit zu manipulieren. Darunter die Helden des Spiels, die taffe Beth Wilder und der Bundesagent Jack Joyce, sowie Paul Serene, Chef von Monarch Solutions. Diese ebenso mächtige wie skrupellose Firma kontrolliert Polizei und Regierung. "Monarch will die Zeitreisetechnik für ganz eigene Zwecke nutzen und wird alles tun, um sie zu bekommen", erklärt Lake. Dies zu verhindern ist eine der Aufgaben in "Quantum Break", die, wie Remedy zeigt, immer wieder zu actionreichen Konfrontationen führt.

Spiel mit der Zeit

In der Vorführfassung muss Agent Jack Joyce für ein Treffen mit Beth eine Brücke überqueren. Jedoch offenbart sich schon nach den ersten Metern ein Zeitflackern, das kurz einen Hubschrauber in der Luft erstarren lässt. Und auch Monarch-Truppen rücken an. Ganz ähnlich Sonys "Uncharted"-Reihe wird Jack aus Third-Person-Sicht in eine Schießerei um das Hafenareal des nächtlichen Riverport verwickelt. Kugeln pfeifen umher, lassen Holz splittern und Funken fliegen. Zurückballern ist angesagt. Dabei kann Jack dank einer Zeitkraft mit Lichtgeschwindigkeit die Deckung wechseln, ohne gesehen zu werden. Das wirkt, als würde die Zeit stillstehen und er eine Hitzewelle hinter sich herziehen – sehr beeindruckend. Rasant wird dann aus neuer Position gefeuert. Doch der Agent kann auch einen Bereich mit Gegnern quasi einfrieren. Sämtliche Kugeln, die er auf sie feuert, schlagen dann gleichzeitig ein. "Erst nach und nach werden die Kräfte offensichtlich", kommentiert Sam Lake. "Es gibt viele Fähigkeiten, die ganz unterschiedlich eingesetzt werden können."

Alles steht still

Erst aber als Joyce auf der Brücke ankommt, zeigt sich die inszenatorische Kraft von "Quantum Break". Plötzlich kommt es zu einem spektakulären Unfall: Ein Laster kracht ins Geländer, eine Schießerei zwischen Monarch und Demonstranten tobt. Dann surrt es, und alles steht still. Der Moment verharrt; Jack wird durch eine festgefrorene Kulisse geführt. Feuer, Papierfetzen, Gewehrkugeln und Funken hängen reglos in der Luft. Dazu demonstrieren ein Flackern und harte Schnitte in den Kulissen den Bruch im Raum-Zeit-Kontinuum. "Diese Momente sind es, in denen wir die Charaktere am besten kennenlernen", sagt Lake. "Du siehst, dass etwa Jack mit der irrealen Situation hadert; er versucht zu verstehen, was passiert. Es ist wie die Ursprungsgeschichte eines Superhelden. Er hat besondere Kräfte, muss diese und die Situation noch zu kontrollieren lernen."

Fernsehreife Action im wahrsten Sinne

Ebenso wie Jack soll auch der Spieler nach und nach die Auswirkung der Zeit-Katastrophe kennenlernen. Immer wieder gerät er in sogenannte Splitter-Areale, in denen die Zeit auf großem Gebiet vor- und zurückspringt. Geschickt müssen dann "Assassin's Creed"-artige Sprung- und Geschicklichkeitseinlagen gemeistert werden. Zum Beispiel, als ein Frachtschiff in die von einer Zeitblase umfasste Brücke kracht: Autos fliegen durch die Luft, Metallgeländer und Pfeiler zerbrechen und fügen sich wieder zusammen. Wahnsinn! Und in Kämpfen hingegen können dann festgefrorene Objekte aus ihrer Zeitstarre befreit werden. Beispielsweise ein Polizeiwagen, der auf Knopfdruck lossaust und einen gepanzerten Monarch-Krieger erschlägt. Interessanterweise wird sich all das auch aus ganz anderer Perspektive erleben lassen. "Quantum Break" soll nebst einer kompletten TV-Serie auf der Spiel-Disk ausgeliefert werden, die Ende 2014 in Produktion geht.

TV-Serie als festes Element der Vision

"Im Spiel erlebst du alles aus einer beschränkten Perspektive", sagt Sam Lake zum cross-medialen Ansatz. "In der Serie siehst du alles, auch die Auswirkung deines Handelns, aus einer weiteren Sicht. Sie ist mehr als nur eine Verständnishilfe, sondern ein fester Teil der Idee hinter Quantum Break." Die Serie soll sich dazu nahtlos ins Geschehen einfügen, an Spielszenen anknüpfen und alternative Szenen passend zu Ja- und Nein-Entscheidungen im Spiel bereithalten. "Von diesen Punkten an werden die Konsequenzen sowohl im Spiel wie auch der TV-Show mitgetragen", erklärt Lake. "Ich liebe das Konzept der Serie. Schon Alan Wake hatte etwa eine Unterteilung in Episoden. Bei Quantum Break siehst du die Evolution dessen und was wir gelernt haben." So wird den Spielern nach einer längeren Pause eine "Was bisher geschah"-Zusammenfassung der letzten Geschehnisse präsentiert. "Auch sonst haben wir viele tolle Ideen", sagt Lake. "Und ich hoffe, ich kann bald mehr davon zeigen."

Was uns gefällt

Der erste intensive Blick auf "Quantum Break" beeindruckt: Die cineastische Inszenierung überzeugt und fesselt mit Stil, halsbrecherischen Action-Momenten und bombastischen Grafikeffekten. Aber vor allem packt die Geschichte um ein havariertes Zeitexperiment und die Aussicht, die Helden dabei zu beobachten, wie sie ihre Kräfte entdecken und zu verstehen lernen. Schon in "Alan Wake" haben die Finnen von Remedy bewiesen, dass sie ein Händchen für Charakterzeichnung und ungewöhnlich tiefgründige Geschichten haben. Dies könnte hier ebenfalls bestens gelingen.

Was uns nicht gefällt

Eigentlich schade, dass sich hinter der TV- und Kino-reifen Geschichte ein Action-Abenteuer mit viel Ballerei verbirgt. Denn zumindest in den ersten gezeigten Spielminuten wird ähnlich viel geschossen und getötet wie in einem "Gears of War 3". Ginge das nicht auch subtiler und raffinierter? Zudem fehlen bislang leider Bewegtbilder zur TV-Serie, die einen essenziellen Bestandteil des Spiels darstellen soll. Aber kein Wunder, diese soll schließlich erst noch gedreht werden. 

Fazit

Was das Studio Remedy und Microsoft hier planen, das könnte sich als der erste Schritt hin zu einer wahren Verschmelzung von TV- und Videospiel-Kultur herausstellen. Aber vor allem könnte "Quantum Break" beweisen, dass auch Action- und Action-Abenteuer-Spiele intelligente und spannende Geschichten erzählen können, die denen moderner Fernseh- und Kino-Unterhaltung in nichts nachstehen. Bleibt nur zu hoffen, dass auch das Gameplay fesselt und sich nicht als dumpfe Dauerschießbude mit gelegentlichen Hüpf- und Spring-Einlagen entpuppt, sondern ebenso mit Intelligenz und Raffinesse überzeugen kann.

Infos zum Spiel

Titel: Quantum Break
Genre: Action-Adventure
Publisher: Microsoft
Hersteller: Remedy Entertainment
Release-Termin: 2015
Preis: noch nicht bekannt
System: Xbox One
USK-Freigabe: noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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