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Preview zu Project Cars für PS4, Xbox One und PC: Racing für die Community

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Preview Project Cars | Rennsimulation | PC, PS4, Xbox One, WiiU, SteamOS  

Racing für die Community

22.09.2014, 14:52 Uhr | (tz), Richard Löwenstein

Preview zu Project Cars für PS4, Xbox One und PC: Racing für die Community. Project Cars für PS4, Xbox One, PC und WiiU (Quelle: Slightly Mad)

Project Cars für PS4, Xbox One, PC und WiiU (Quelle: Slightly Mad)

Mutig sind sie ja beim kleinen englischen Spieleschöpfer Slightly Mad. Gehen mit einer reinrassigen Rennsimulation auf direkten Konfrontationskurs zu den Genre-Dominatoren "Gran Turismo" und "Forza Motorsport". Ein Studio aus London gegen die Giganten Sony und Microsoft, dass muss man sich erst mal trauen. Aber die Community gibt Rückhalt. "Project Cars" wurde zum Teil über Crowdfunding vorfinanziert, also über Gelder begeisterter Rennspieler. Ab Anfang April 2015 zeigt sich auf Spiele-PC, PS4 und Xbox One, ob die Idee funktioniert.

Finanziert durch die Community

Es war der Oktober 2011. Da stellte der kleine englische Spieleschöpfer Slightly Mad seinen Aufruf zur Kollekte ins Internet. Das Versprechen an die Allgemeinheit: Wer die Entstehung von "Project Cars" sponsert, investiert in die Entstehung einer reinrassigen Rennsimulation ohne Wenn und Aber. Schicke Sportautos, tolle Grafik, packende Positionskämpfe. Nicht mehr, nicht weniger. War offenbar genau das, was sich Vollgasfans wünschen. Über 3,75 Millionen Euro brachte die Geldsammlung unterm Strich ein. Rund drei Jahre nach den ersten Planungen rollt "Project Cars" jetzt zum Start.

Racing auf deutschem Asphalt

Das Gameplay bewegt sich auf vertrautem Terrain. "Project Cars" thematisiert Rundrennen auf realitätsnahen Abbildungen von angeblich 60 Rennstrecken. Konkret angekündigt sind bisher Hockenheimring, Monza, Silverstone, Dubai, Brands Hatch und Oschersleben. Hier also duellieren sich allerlei Sportautos aus unteren und höheren Klassen. Track Day Cars nennen sich Fahrzeuge mit  Straßenzulassung, fitgemacht für die Rennstrecke. Der Begriff Supercars steht für die Zondas, McLarens und Porsches dieser Welt. GT-Prototypen und Formel-Fahrzeuge runden die Palette nach oben ab. Von Audi bis Benz, Ford bis Renault, Lotus bis Ruf und Bentley bis Pagani steuern viele namhafte Marken ihre älteren und aktuellen Pretiosen bei.

Spiele-Videos 
Project Cars: Gamescom 2014 Trailer

Die Rennsimulation begeistert mit ihrem hohen Detailgrad. Video

Fahr doch was du willst

Die Singleplayer-Kampagne unterscheidet sich von der derzeit üblichen Mode, also dem Aufstieg über die Karriereleiter. Bei "Project Cars" darf jeder alle Fahrzeugklassen vom Fleck weg ansteuern, ganz nach Lust und Laune. Dieser Verzicht auf ansteigende Schwierigkeitsstufen als motivierender Faktor lässt sich als Hinweis deuten, dass sich "Project Cars" gar nicht so sehr als Videospiel-Zeitvertreib versteht. Sondern eher als beinharter Stoff für Motorsport-Enthusiasten, die ihre Lieblingsautos fahren wollen und sonst gar nichts.

Deine Marathon-Ziele

Wem Trainings, Zeitfahrten, Einzelrennen, einzelne Wochenenden oder der Gewinn einer Meisterschaft nicht Ansporn genug sind, der fühlt sich vielleicht durch drei Marathon-Ziele herausgefordert. "Von Null auf Hundert" fährt, wer sich aus dem Kartsport in die höheren Klassen hoch arbeitet. Einen "Dreifach-Triumph" feiert, wer mit völlig unterschiedlichen Fahrzeugklassen den Meistertitel abräumt. "Champion für immer" wird, wer dreimal hintereinander eine Fahrzeugklasse dominiert. Der Stand der Dinge lässt sich übrigens anhand der integrierten Buchhaltung ablesen. Hier melden sich virtuelle Manager, Teamleiter und technischer Direktor mit Lob, Tadel und Tipps zu Wort. Der Kalender mit Veranstaltungen und Nachrichten wird online automatisch aktualisiert.

Erste Trainingsrunden

Und wie fühlt sich die Fahrpraxis an? Ziemlich überzeugend, soweit sich das nach einigen Runden auf dem Hockenheimring beurteilen lässt. Das Handling der Fahrzeuge begeistert mit Reaktionsschnelligkeit, Präzision und Berechenbarkeit. Ganz besonders bei Fahrten am Limit fällt auf, dass das Spiel kein Spaziergang sein möchte. In der Kurve allzu unsensibel das Gas durchgedrückt oder auf der Geraden mit zwei Rädern auf Gras geraten, schon droht der Dreher in Abseits. Ziemlich genauso wie man das in der Realität erwarten würde, lässt sich das Unheil durch reaktionsschnelle Gaswegnahme und sensibles Gegenlenken vermeiden.

Gut funktionierendes Wettermodell

Ein Plus an Spannung und taktischen Möglichkeiten ergibt sich aus Wetterwechseln. Während unserer Schnupperrunden auf dem Ring zogen Wolken am Himmel auf und die paar ersten Tropfen verdichteten sich bald zum ansehnlichen Wolkenbruch. Selbst nach Abklingen der Schauer war noch Vorsicht geboten, weil das Fahrzeug auf nassem Stellen im Asphalt deutlich schlechter bremst und beschleunigt als auf der trockenen Spur. Auch dabei handelt es sich wieder um so eine Herausforderung, die Einsteiger ebenso überfordert wie sie Kenner begeistert.

Boxenstop und Setup-Tuning

Das Wettermodell macht jedenfalls einen gut funktionierenden Eindruck. Man kann mit den physikalischen Unwägbarkeiten rechnen, sprich muss halt seine Linie den Verhältnissen anpassen; allzu nasse Stellen meiden; am Ende Fahrkönnen unter Beweis stellen. Sei es in Form von Rundenbestzeiten auf den Highscore-Tableaus oder durch Siege in Online-Wettbewerben. Die naturgetreue Abbildung endet übrigens nicht bei der authentischen Modellierung der Autos und Rennstrecken. Boxenstops inklusive Reifenwechsel, Setup-Arbeiten und Rundenzeiten-Beobachtung am virtuellen Monitor sind ebenfalls fest eingeplant.

Was wir mögen

Der Hersteller verspricht für die kommenden Monate allerlei Community- und Atmosphäre-Drumherum. Beispielsweise will das Sim-Racer-Magazin den ins Spiel integrierten Rennkalender mit Nachrichten füllen. Außerdem plant Slightly Mad Rennveranstaltungen für Fans.

Was wir nicht mögen

Slightly Mad kündigt eine ganze Palette von Extra-Ausstattung an, allerdings ohne sie zu demonstrieren. Das Spiel unterstützt laut Hersteller die VR-Brillen Project Morpheus und Oculus Rift, nVidia Shield sowie flüssiges 12k-Surroundvideo an PC-Systemen. Das und die versprochene Umsetzung für Nintendos WiiU-Konsole glauben wir erst, wenn wir es sehen.

Fazit

Racing ohne Kompromisse: "Project Cars" konzentriert sich voll auf die alten Werte des Simulationsgenres, also auf die realitätsnahe Abbildung von Motorsport. Angefangen bei seiner hohen Bildwiederholrate über die gelungene Steuerung bis hin zur überzeugenden Fahrphysik auf nassem und abtrocknendem Asphalt scheint "Project Cars" Entscheidendes richtig zu machen. Klarer Fall für Vollgas-Enthusiasten. 

Titel: Project Cars
Genre: Rennsimulation
Publisher: Namco Bandai
Hersteller: Slightly Mad
Release: 2. April 2015
Preis: zirka 60 Euro
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: noch unbekannt
Eindruck: Sehr gut

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