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Angry Birds Stella im Test: Neuer Spaß mit zorniger Vogeldame

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Test zu Angry Birds Stella | Geschicklichkeitsspiel | iOS, Android  

Neuer Spaß mit zorniger Vogeldame

10.10.2014, 16:23 Uhr | Jürgen Kroder (jr / tz), Medienagentur plassma

Angry Birds Stella im Test: Neuer Spaß mit zorniger Vogeldame. Angry Birds Epic Geschicklichkeitsspiel von Rovio für iOS und Android (Quelle: Rovio)

Angry Birds Stella (Quelle: Rovio)

Wie viele Teile von Angry Birds existieren eigentlich? Eine schwer zu beantwortende Frage, denn mittlerweile sind so viele offizielle Fortsetzungen, Spin-offs und Experimente erschienen, dass man die Übersicht verliert. Nachdem Hersteller Rovio vor ein paar Monaten mit "Angry Birds Go!" einen Racing- und mit "Angry Birds Epic" einen Strategie-Ableger herausbrachte, besinnen sich die Finnen nun wieder auf ihre Kernkompetenz: das Entwickeln von Angry Birds-Spielen, die auf das altbekannte Geschicklichkeitsprinzip setzen. Das neue "Angry Birds Stella" funktioniert zwar wieder auf die Tour, geht aber bei manchen Aspekten neuen Wege - und die sind nicht immer gut.

Spielt sich eigentlich wie immer

Fangen wir mit den Gemeinsamkeiten zwischen den bisherigen Angry Birds-Teilen und der neuer Stella-Veröffentlichung an: Wieder einmal gilt es, mit den wütenden Vögeln den fiesen Schweinchen einzuheizen. Im Fokus steht der rosafarbene und namensgebende Charakter Stella. Sie wird auf dem paradiesischen Eiland Golden Island von den Piggies bestohlen. Das bedeutet Rache! Die gestaltet sich in üblicher Form: Auf der linken Bildschirmseite sieht man mehrere Vögel, rechts die grünen Schweinen, die in klapprigen Konstruktionen sitzen. Indem man auf der Touch-Oberfläche des iOS- und Android-Smartphones beziehungsweise Tablets mit dem Zeigefinger eine Schleuder spannt und abschießt, lässt sich das Federvieh auf die grunzenden Gegner schleudern. Schusskraft und Winkel sorgen dafür, dass das Ganze eine unterschiedliche Wirkung erzielt.

Lösung mit Köpfchen

Eine Besonderheit von Angry Birds Stella ist, dass man in der ersten Episode nur eine Vogel-Art zur Auswahl hat - eben die Protagonistin. Sie besitzt eine spezielle Eigenschaft: Tippt man während ihres Flugs auf den Bildschirm, kann man ihr eine neue Flugrichtung zuweisen. Dorthin schießt sie dann wie ein geölter Blitz und prallt wie eine Billardkugel von den Banden ab. Diese Fähigkeit muss man sich zunutze machen, um die immer schwerer werdenden Levels meistern zu können. Mit den folgenden Episoden kommen sukzessive neue Vögel hinzu, welche wiederum über ganz spezifische Eigenschaften verfügen. So kann ein Federvieh mit seinem Geschrei wackelige Türme zum Einsturz bringen, ein anderer Vogel schießt wie ein Pfeil senkrecht nach unten und bohrt sich mit großer Vehemenz durch die Aufbauten.

Offizielles Spielzeug

Wie schon in den Vorgängern kann man vor einem Level nicht auswählen, welche Charaktere man im nun folgenden Abschnitt nutzen will. Die Spieler müssen sich an die Vorgaben der Entwickler halten - das macht die Herausforderungen knifflig. Wer das nicht möchte, kann sich bereits freigespielte Vögel dazu holen. Allerdings muss man dafür Goldmünzen berappen, oder man kauft sich im Handel die sogenannten "Telepods". Das sind kleine Angry-Bird-Spielzeugfiguren, die mehrere Euro kosten. Diese stellt man vor die Kamera des Smartphones oder Tablets, wodurch sie dann in das Spiel "gebeamt" werden. Typisch Free-to-Play: Durch den Einsatz von Geld kommt man auch in Angry Birds Stella schneller voran.

Kostenlos, aber definitiv nicht umsonst

Da wir gerade beim Thema sind: Rovio beweist bei der Monetarisierung seines Casual Games viel Kreativität. Obwohl der Download und das Spielen von Angry Birds Stella theoretisch kostenlos sind, erwarten einen doch viele Momente, in denen einem das Geld aus der Tasche gezogen werden soll. Das fängt mit den eben genannten Situationen an, wo man durch den Einsatz von gekauften Figuren leichter vorankommt. Oder indem man Münzen einsetzt. Die virtuelle Währung müssen Sie sich aber mühsam durch Spielen erarbeiten.

Wer dafür nicht die benötigte Geduld aufbringt, kann die goldenen Taler durch Ingame-Käufe erstehen, welche bis zu 50 Euro und mehr kosten. Zudem werden die Episoden und Levels durch Werbung unterbrochen. Das sind entweder Banner in voller Bildschirmgröße oder mehrere Sekunden lange Werbevideos. Das Nervige daran: Je weiter Sie in dem vermeintlichen Gratis-Game voranschreiten, desto penetranter werden die Unterbrechungen.

Frauen und Mädchen als Zielgruppe

Die Vorgänger sprachen durch ihre Gestaltung meist Jung und Alt und männliche wie weibliche Spieler gleichermaßen an. Diesmal hat Rovio eine Zielgruppe deutlicher im Visier: Gelegenheitsspielerinnen. Vom pinken Stella-Charakter über die oft pastellartige Farbpalette bis hin zum langsam ansteigenden Schwierigkeitsgrad - alles wirkt wie aus einem Guss, um Mädchen und Frauen zu umgarnen. Selbstverständlich macht das Spielprinzip auch dem männlichen Geschlecht Spaß, doch harten Kerlen dürfte die Aufmachung weniger zusagen.

Was uns gefällt

Die Grafik ist herzallerliebst, sie punktet mit vielen Details und witzigen Animationen. So ärgert es einen nicht, wenn man mal scheitert. Wobei das aufgrund der flachen Lernkurve anfangs kaum passieren dürfte: Die ersten 20 bis 30 Levels lassen sich flott meistern, erst danach wird es deutlich kniffliger. Derzeit sind 120 Levels verfügbar - also genügend Futter für viele lange Tage.

Was uns nicht gefällt

Bei den schwierigen Levels muss man entweder Hirnschmalz oder Geduld beweisen. Man bekommt oft den faden Beigeschmack, dass gerade die späteren Levels nur durch Geldausgeben lösbar sind. Dazu gesellen sich die zunehmenden Werbeunterbrechungen, welche an den Nerven, am Akku des Gerätes und am Datenkontingent knabbern.

Fazit

Wäre Angry Birds Stella nicht so sympathisch und mit viel Liebe zum Detail gestaltet, so würde unser Fazit deutlich schlechter ausfallen. Denn das Free-to-Play-Prinzip wurde hier stellenweise zu sehr in Richtung Geldmacherei ausgependelt. Aber durch die gewitzten Herausforderungen und die süßen Figuren wird man milde gestimmt und nimmt die Minuspunkte weniger dramatisch wahr. Unterm Strich bleibt die bereits bekannte Angry Birds-Spielmechanik, die einen prima unterhält - hier besonders die weibliche Zielgruppe.

Infos zum Spiel

Titel: Angry Birds Stella
Genre: Geschicklichkeitsspiel
Hersteller / Publisher: Rovio
Release-Termin: Im Handel
Preis: Gratis (Free-to-Play-Spiel)
System: iOS, Android
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Gut

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