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Disney Infinity 2.0 im Test: Die Eiszeit in New York verhindern

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Test Disney Infinity 2.0 | Actionspiel | PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U  

Die Eiszeit in New York verhindern

15.10.2014, 11:41 Uhr | Markus Fiedler (jr), Medienagentur plassma

Disney Infinity 2.0 im Test: Die Eiszeit in New York verhindern. Disney Infinity Actionspiel von Disney Interactive für PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One und Wii U (Quelle: Disney Interactive)

Disney Infinity 2.0 (Quelle: Disney Interactive)

Nach dem großen Erfolg seinen Figuren-Sammelspiels Disney Infinity hat sich Disney ganz schön beeilt: Nur gut ein Jahr nach Erscheinen des Erstlings steht bereits Teil zwei für sämtliche Heimkonsolen in den Läden. "Disney Infinity 2.0" für PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One und Wii U beschäftigt sich ausgiebig mit Disneys neuestem Einkauf: den Marvel-Helden. Für das rund 70 Euro teure Starter-Set setzte das Unternehmen dabei auf die bislang erfolgreichsten aller Kinohelden der Comic-Schmiede - die Avengers. Mit Thor, Iron Man und Black Widow sind immerhin drei davon Bestandteil des Pakets. Und trotz einiger Technik- und Balance-Schwächen sowie recht kurzer Kampagnen-Spielzeit überzeugt auch wieder "Infinity 2.0" die Fans des kurzweiligen Action- und Sammel-Spaßes.

Die Rächer tauen auf

Im Avengers-Playset geht es inhaltlich um einen Angriff von Thors bösem Stiefbruder Loki, der die Eisriesen aufstachelt, unter seiner Führung New York anzugreifen und die Stadt unter eine dicke Eisdecke zu packen. Dies gilt es zu vereiteln. Das Spiel beginnt mit der Befreiung des Avengers-Towers, danach verteilen sich die Avengers in der ganzen Stadt, um weitere Gegner zu besiegen, Menschen zu retten und hilfreiche Ausrüstung zu beschützen. Immer angeleitet werden Sie dabei von Shield-Boss Nick Fury, der aber nicht spielbar ist - zumindest nicht in diesem Playset.

Nach etwa fünf bis acht Stunden hat man dann das Ende erreicht und New York gerettet. Zu tun gibt es anschließend trotzdem noch genug - zum Beispiel locken neben Herausforderungen für alle Helden auch solche, die für bestimmte Helden reserviert sind oder bestimmte Fähigkeiten wie das Fliegen voraussetzen. Die Episoden, in denen man Kämpfe absolvieren, Rennen fahren oder Gegenstände zerstören muss, dauern meist nur wenige Minuten, sind aber schön kurzweilig inszeniert.

Spidermans Klon-Krieg

Als weiteres extra zu kaufendes Playset steht Spider-Man parat, der in Begleitung des Helden Nova daherkommt. Nova? Ja, der fliegende Held ist in Deutschland recht unbekannt und zeigt auch gleich, dass es sich bei diesem Spider-Man keineswegs um den allseits beliebten Peter Parker handelt. Das Playset spielt vielmehr in Marvels "Ultimate" -Universum, das im Jahr 2000 an den Start ging, also knapp 40 Jahre später als die Originalserien. Hier ist der junge Peter Parker gestorben und hat sein Kostüm einem Jungen namens Miles Morales vermacht, der nun Spider-Man verkörpert.

Hintergrund: Disney besitzt nicht die "Spider-Man"-Filmrechte, da Marvel diese bereits vor Jahren an Sony verkaufte. Da Disney dafür keine Werbung machen wollte, spielt das Playset also im "Ultimate"-Universum, zu dem Disney eine Zeichentrickserie herausbrachte. Spidey muss sich hier mit Klonen von Venom auseinandersetzen, die vom anderen Erzfeind - dem Grünen Kobold - erzeugt wurden.

Die neuen Stars aus dem Weltraum

Das dritte Playset-Kit bestreiten Marvels neue Shooting-Stars: Die "Guardians of the Galaxy" sind mit Starlord und Rocket als spielbare Helden vertreten. Die diesjährigen Kinoabräumer kämpfen auf der aus dem Film bekannten Raumstation Knowhere gegen Ronan, der ihnen den Infinity-Stein abnehmen will - die Namensähnlichkeit zwischen Artefakt und Spiel ist aber rein zufällig. Im mit Abstand anspruchsvollsten Szenario wird vor allem reichlich geballert, der Humor ist allerdings deutlich kindgerechter als im Leinwandabenteuer.

Dass Infinity 2.0 dennoch eine USK-Freigabe "Ab 12 Jahren" erhalten hat, dürfte an Spider-Mans Gegner Venom liegen, den Sie ebenfalls spielen können, natürlich im Spiderman-Playset. Der Bösewicht war den deutschen Jugendschützen offenbar zu gruselig für Sechsjährige.

Ein Kinderspiel

Die Altersfreigabe wirkt dann auch etwas unglücklich – spielerisch richtet sich Infinity 2.0 nämlich durchaus an eine Zielgruppe von unter zwölf Jahren. Und abgesehen vom schwarzen Spider-Monster liegt auch kein Grund vor, dieses Spiel Kindern vorzuenthalten, denn neben den Playsets steht wieder der äußerst gelungenen Spielmodus "Toybox" zur Verfügung. Hier können Sie die im Playset gesammelten, mit Ingame-Währung kaufbaren und mit Euro zu zahlenden Zusatzinhalte (alle drei Sets bringen jeweils unterschiedliche Dinge ins Spiel) zu eigenen Levels zusammenbauen, Minispiele einpassen und mit Freunden und Unbekannten über das Internet tauschen.

Ob ein Märchenschloss in New York oder ein Baumhaus auf der Rennstrecke, der Fantasie sind hier tatsächlich wenig Grenzen gesetzt. Deshalb ist dieser Modus gerade für jüngere Spieler besonders reizvoll, zumal sich die Handhabung gegenüber dem ersten Teil deutlich vereinfacht und verbessert hat.

Für Jäger und Sammler

Viele Figuren, die sich allesamt bis Stufe 20 hochspielen lassen, Heldengalerien, Zusatzinhalte über kaufbare Münzpackungen: Wer der Sammelwut verfallen ist, für den bietet Infinity 2.0 ganz großes Kino. Das hat aber natürlich seinen Preis: Billig ist die Angelegenheit ganz sicher nicht. Dafür sind die Figuren allerdings auch hochwertig in Verarbeitung und Optik. "Wir sind sehr nah an den Originalen", sagte unlängst John Vignocchi, Executive Producer von Disney Interactive, im Gespräch mit uns. Da hat er nicht zu viel versprochen, die Figuren wirken tatsächlich sehr hochwertig. Und die momentan erhältlichen und angekündigten Infinity 2.0-Charaktere dürften noch nicht das Ende der Fahnenstange sein

Was uns gefällt

Die pure Menge an Spielinhalten verdient Lob, die Spieler bekommen hier zahlreiche Möglichkeiten geboten, sich in den faszinierenden Universen von Marvel und Disney auszutoben. Auch die Menge an spielbaren Figuren, je fünf bis sechs pro Playset und weitere speziell für die Toybox, darunter Donald Duck und Stitch, ist üppig und sorgt für eine Menge Spielzeit.

Was uns nicht gefällt

Technisch bewegt sich das Spiel auf einem durchschnittlichen Niveau, wenige Details und klobige Objekte sind nicht zeitgemäß. Nicht alle Playset-Abenteuer machen wirklich Spaß. Zudem ist das Anspruchsgefälle spürbar - mitunter schleicht sich beim Spielen der Gedanke ein, dass Infinity 2.0 ein wenig mehr Entwicklungszeit nicht geschadet hätte. Die Toybox bietet extrem viele Möglichkeiten, allerdings braucht es trotz Vereinfachung noch immer etwas Zeit, bis man wirklich verstanden hat, was zu tun ist. Richtig derb ist dann der Preis: Will man alles spielen, was Disney Infinity 2.0 theoretisch anbietet, ist man mehrere hundert Euro los.

Fazit

"Infinity 2.0" ist ein richtig gutes Spiel mit ein paar Abstrichen beim Storytelling und der perfekten Umsetzung. Dafür entschädigt das Wiedersehen und -hören mit berühmten Superhelden aus dem Kino, die fast komplett mit den bekannten deutschen Stimmen aufwarten können. Für sammelwütige Spieler mit prall gefülltem Geldbeutel auf jeden Fall eine gute Wahl.

Infos zum Spiel

Titel: Disney Infinity 2.0
Genre: Action
Publisher: Disney Interactive
Hersteller: Studio Gobo / Avalanche
Release: September 2014
Preis: zirka 70 Euro (Starter-Set)
System: PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut

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