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"Borderlands: The Pre-Sequel" im Test: Sockenschuss zum Mond

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Test Borderlands: The Pre-Sequel | Ego-Shooter | PC, PS3, Xbox 360  

Sockenschuss zum Mond

22.10.2014, 09:02 Uhr | Michael Förtsch (jr / ams), Medienagentur plassma

"Borderlands: The Pre-Sequel" im Test: Sockenschuss zum Mond. Borderlands: The Pre-Sequel Ego-Shooter für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: 2K Games)

Borderlands: The Pre-Sequel Ego-Shooter für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: 2K Games)

Die Borderlands-Reihe hat echt einen Schuss! Und zwar einen, der seine Spieler diesmal bis zum Mond ballert. In "Borderlands: The Pre-Sequel", dem neuen Ableger des Egoshooter-Rollenspiel-Mix, wird nämlich nicht mehr auf dem Planeten Pandora für überzogenen Wahnsinn im Comic-Look und bleihaltige Luft gesorgt. Diesmal sind der darüber hängende Mond Elpis und die Raumstation Helios Schauplatz des Geschehens. Das ist ein Mords-Gaudi, herrlich Borderlands-typischer Dauerfeuer-Spaß und trashiger Klamauk. Das liegt nicht zuletzt daran, dass man diesmal den Handlanger von Handsome Jack gibt, der sich vom geschassten Nerd zum Sadisten-Bösewicht wandelt. Also alles famos im Borderlands-Kosmos? Nicht ganz. Leider ist der Vor-Nachfolger für Xbox 360, PS3 und PC nur ein fast perfekter Lift-off.

Borderlands Version 1.5

So merkwürdig der Titel The Pre-Sequel klingen mag, er beschreibt doch präzise, worum es sich im neuen Borderlands dreht. Das schmiegt sich nämlich zwischen Teil eins und zwei der Dauerballer-Saga. Zeigt also, wie es dazu kam, dass nachdem die vier Recken im Original eine angebliche "Schatz"-Kammer öffneten, satte fünf Jahre später ein verrückter Typ namens Handsome Jack den Planet Pandora unter seiner Fuchtel hat. Erzählt wird das Ganze von einer, die dabei war. Nämlich Athena, eine der vier neuen spielbaren Heroen, die von Jack angeheuert und mit einer Rakete auf die Hyperion-Raumstation Helios geschossen werden. "Komme zum Mond. Jage eine Kammer. Werde ein Held." - so die Versprechung.

Im Klartext: Das Quartett soll für den quasi als Hausmeister agierenden Jack auf dem Felsbrocken nach einem geheimen Alien-Bunker fahnden. Blöd nur: Gerade ist eine Militärtruppe, die Lost Legion der Firma Dahl, dabei, die Station auseinanderzunehmen. Die soll unter Leitung von Kommandantin Zarpedon verhindern, dass der strebsame Jack die Kammer öffnet und damit, naja, das Universum zerstört… oder Schlimmeres.

Mehr Borderlands = Mehr Wahnsinnsaction

Entwicklerkommentar und erste Spielszenen zu Borderlands: The Pre-Sequel.

Mehr Borderlands = Mehr Wahnsinnsaction


Nerv-Roboter als großer Held?

Ein Risiko, das die vier Ballermänner akzeptieren. Die spielen sich durchaus spannend und kommen mit interessanten Fähigkeiten daher. Gladiatorin Athena schwingt ein Energie-Schild, das Feindfeuer aufsaugt und gebündelt zurückschleudert. Enforcer Wilhelm, ein bärtiger Cyborg, ruft zwei Flugdrohnen herbei, die ihn kräftig mit Feuerunterstützung zur Seite stehen. Lawbringer Nisha kann kurzzeitig eine Zielautomatik aktivieren, die jeden Schuss zum Treffer macht. Zuletzt ist da noch der quasselnde Robo Claptrap, Marke Experimental-Prototyp FR4G, der ein Programm aktiviert, das basierend darauf, was ihn angreift, Sonderfähigkeiten auswürfelt. Da werden mal andere Helden-Charaktere imitiert oder ein Mini-Roboter ausgeworfen, der Raketen und Feuer verschießt. Witzig, aber herausfordernd. Daher fragt das Spiel der Wahl des "brechreizerregend fröhlichen" Claptrap den Spieler mehrmals, ob er sich wirklich sicher sei: "Echt jetzt? Claptrap?" Großartig!

Alles alt, alles neu

Spielerisch bleibt beim Pre-Sequel alles beim Alten - aber dann doch nicht so ganz. Mit absurden Aufträgen von Jack und anderen wird man über Elpis und später wieder durch Helios gescheucht. Sie müssen beispielsweise einen Störsender abschalten, eine verlorene Ehegattin wiederfinden oder Liebesbriefe überbringen. Dabei ist auf die stetig leerende Sauerstoffanzeige zu achten, die jedoch durch aus dem Boden entweichende O2-Fontänen oder künstliche Luftblasen gefüllt wird. Letztlich mündet all das natürlich aber in wilden Schießereien, die auch mal mit "Er ist ein Blödmann, bring ihn um" begründet werden.

Und klar, die Ballereien sind eine reine Freude und teils noch vergnüglicher als in den Vorgängern. Dank Niedrigschwerkraft finden Kämpfe gerne über mehrere Etagen statt. Oder man schwebt man lässig durch die Luft, während man mit Laser-Schrotflinte, Gefrierstrahler oder anderen schrägen und zufällig generierten Knarren drauf hält. Auch kann man aus der Luft niedersausen und damit Feindvolk ausknocken. Das sind etwa Irre in Astronautenanzügen, gepanzerte Soldaten, feuerspeiende Riesenechsen und auch mal riesige Shugurath-Tentakelwesen.

Fast alles richtig gemacht

Am spaßigsten ist The Pre-Sequel wie schon die Originale natürlich im Koop-Modus mit drei Freunden. Leider zeigt sich hier schnell, dass die vier Helden mit ihren Fähigkeiten nicht gar so ausgewogen auf Zusammenarbeit abgestimmt sind wie zuvor. Vor allem Claptrap sorgt mit seinen Spezialmodi, die aufs gesamte Team wirken, mal für wohlige Überraschungen, aber noch öfter für genervtes Aufstöhnen.

Ohnehin lässt The Pre-Sequel gelegentlich den gewohnten Perfektionismus vermissen, was daran liegen mag, dass diesmal nicht Serien-Erfinder Gearbox, sondern das Studio 2K Australia die Leitung hatte. So gefallen zwar viele der absurden Nichtspielercharaktere, reichen aber nicht an Ikonen wie Tiny Tina heran oder verblassen neben den - übrigens famos auf Deutsch synchronisierten - Figuren Jack und Claptrap. Am laufenden Band liefern beide fantastische Sprüche wie "Wer sie killt, der kriegt ein High-Five und ein Häuschen im Grünen" oder "Das ist nicht dumm, das ist fortschrittlich!" Alles in allem macht der Borderlands-Vor-Nachfolger also nicht alles großartig, aber vieles großartig genug.

Was uns gefällt

Die Story um Handsome Jack und sein Gefolge gefällt und füllt auf amüsante Art eine Lücke im Geschehen der Originale. Dazu peppen die neuen Möglichkeiten von hohen und weiten Sprüngen und den frischen Waffenarten die bekannte Spielmechanik auf. Nicht zuletzt im Vier-Spieler-Koop-Modus macht all das einfach Freude und unterhält für Stunden. Auch grafisch und in Sachen Sound entzückt The Pre-Sequel mit schicken Lichteffekten und teils kunterbunten Kulissen und kann mit stimmiger Eindeutschung und passenden Sprechern überzeugen.

Was uns nicht gefällt

So einladend der Mond sein mag, so leer und wüst kommt er streckenweise daher. In den kargen Felsregionen kann man sich gerne verlieren, ist dabei aber umso mehr erfreuter, wenn's endlich wieder nach Helios geht. Auch so manch Nebencharakter wirkt farblos und ist alsbald wieder vergessen. Schade auch, dass The Pre-Sequel technisch nicht ganz den fast fehlerlosen Originalen gerecht wird. So einige Male trifft man auf in Objekten steckende Gegner, unsichtbare Hindernisse oder flackernde oder nicht landende Texturen.

Fazit

Borderlands: The Pre-Sequel ist nicht perfekt und mag nicht gänzlich an die beiden großen Vorgänger heranreichen. Dennoch ist es alles andere als ein halbgarer Lückenfüller, sondern durchaus eine bombige Unterhaltungsgranate, die nicht nur Borderlands-Fans ein Grinsen aufs Gesicht und einen schwitzenden Dauerfeuerfinger bescheren dürfte. Denn die Geschichte um den Aufstieg von Handsome Jack und seiner Crew, die absurden Nebenhandlungen, die geistreich-bekloppten Dialoge als auch die überzeichneten Comic-Schießereien unterhalten einfach. Das lässt einen gerne über die eine oder andere Macke hinwegsehen.

Infos zum Spiel

Titel: Borderlands - The Pre-Sequel
Genre: Ego-Shooter
Publisher: 2K Games
Hersteller: 2K Australia / Gearbox
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 40 Euro (PC) / zirka 50 Euro (Konsolen)
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Gut

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