Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

"Assasin's Creed: Rogue" im Test: Neues Spiel, alter Assassine

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Test Assassin's Creed: Rogue | Action-Adventure | PC, PS3, Xbox 360  

Neues Spiel, alter Assassine

29.11.2014, 11:30 Uhr | Olaf Bleich (ta / ams), Medienagentur plassma

"Assasin's Creed: Rogue" im Test: Neues Spiel, alter Assassine. Assassin's Creed: Rogue - Test zum Action-Adventure für PC, PS3 und Xbox 360 von Ubisoft (Quelle: Ubisoft)

Assassin's Creed: Rogue (Quelle: Ubisoft)

Der November ist der Monat der Assassinen: Ubisoft wirft zeitgleich die neuen Serienteile "Assassin's Creed: Unity" und "Assassin's Creed: Rogue" auf den Markt. Doch während der Current-Gen-Schleicher "Unity" aufgrund seiner vielen kleinen und großen Fehler aktuell für viel Gesprächsstoff sorgt, entpuppt sich "Rogue" im Test als solide Assassinenkost. Das Action-Abenteuer für Playstation 3, Xbox 360 und PC greift auf die bewährte Technik und Spielmechanik der Vorgänger zurück. Damit bietet es im Vergleich mit "Unity" zumindest das sauberere Spielerlebnis. Kenner der Serie ärgern sich auf der anderen Seite aber über fehlende Neuerungen und bekannte Schwachstellen. 

Assassine auf Abwegen

Shay Patric Cormac ist zu Beginn des Spiels noch treuer Anhänger der Assassinen. Im River Valley – der Heimat von Connor aus "Assassin's Creed 3" – trainiert er seine Fähigkeiten unter der Aufsicht seines Mentors Achilles. So dient der Spieler in den ersten drei Stunden brav dem Orden, ehe eine katastrophale Wendung Cormac zum Umdenken bewegt. Plötzlich wird er nicht nur von den Assassinen verfolgt, er schließt sich sogar den verfeindeten Templern an. Die Hintergrundgeschichte von "Assassin's Creed: Rogue" ist nicht sonderlich kompliziert und erfordert keinerlei Vorkenntnisse über die früheren Teile. Trotzdem freuen sich Fans über ein Wiedersehen mit Connors Vater Haythem Kenway oder Edward Kenways Quartiermeister Adéwalé. Wie schon in den Vorgängern unterbrechen gelegentliche Ausflüge in die Büros von Abstergo den Plot innerhalb der virtuellen Welt des Animus. Diese Abschnitte aus der Ich-Perspektive sind optisch und spielerisch ziemlich unspektakulär, halten aber immerhin die Story notdürftig zusammen.

An Bord der Morrigan

"Assassin's Creed: Rogue" schließt die Amerika-Trilogie – gemeinsam mit "Assassin's Creed 3" und "Black Flag" – ab. Eine spielerische Revolution sollte hier niemand erwarten, das Spiel bietet die bekannte Mischung aus Landmissionen und Seeeinsätzen. Bereits kurz nach Beginn klemmt sich Cormac zum ersten Mal hinter das Ruder der Morrigan. Das Schiff steuert sich ein bisschen wendiger als die Jackdaw aus dem Vorgänger. Nichtsdestotrotz ist die Navigation durch enge Kanäle oder vorbei an Seeminen anspruchsvoll und erfordert eine gewisse Einarbeitung. An der grundlegenden Steuerung hat sich jedoch nichts geändert, sodass erfahrene Seebären sofort auf Kaperfahrten gehen können.

Viel Spaß auf hoher See

Im Spielverlauf rüstet man die Morrigan auf oder passt ihr Aussehen mit neuen Segeln oder Galionsfiguren an. Waffen wie Mörser, Rundkugeln und schwere Kugeln sind aus dem Vorgänger bekannt. Neu ist hingegen ein Rammsporn, mit dem sich die Morrigan durch das Eis der Arktis fräst. Außerdem hängt man lästige Verfolger nun ab, indem man eine brennende Ölspur hinter sich herzieht. Die Seeeinsätze sind geprägt durch das raue Wetter des Nordatlantiks, Schneestürme und Monsterwellen tauchen deutlich häufiger auf als in "Black Flag". Auch wenn sich die Schlachten spielerisch nicht weiterentwickelt haben und man die Morrigan sehr schnell zur schwimmenden Festung ausstaffiert hat, so sind sie dennoch schön präsentiert und spielerisch anspruchsvoll. Gerade Gefechte mit mehreren schweren Fregatten sind weiterhin eine große Herausforderung.

Guter, alter Assassine

Ähnlich konservativ wie auf See spielt sich "Rogue" an Land – Kenner der früheren Teile werden hier keinerlei Überraschungen erleben. Cormacs Waffenarsenal wurde lediglich leicht angepasst: Statt eines Blasrohrs verschießt er nun Betäubungs- und Berserkerpfeile mit einem lautlosen Luftgewehr. Mit der Flinte kann er außerdem Granaten auf seine Gegner feuern. Ansonsten gibt es allerdings keine Veränderungen. Und so präsentiert sich auch der neue "Assassin's Creed"-Charakter weiterhin als viel zu mächtig im Kampf – geübte Spieler fertigen ganze Truppenverbände mühelos ab. Das Kontersystem ist zu einfach, und die Gegner halten sich zu oft zurück. Dadurch rückt das Schleichen weiter in den Hintergrund. Das ist vielleicht auch ganz gut so, denn das ständige Hüpfen von einem Busch zum nächsten Heuhaufen fühlt sich einfach nicht mehr zeitgemäß an. Hier ist "Assassin's Creed: Unity" deutlich abwechslungsreicher und komplexer.

Alles nur geklaut

"Rogue" bedient sich schamlos an der großen "Assassin's Creed"-Kiste und verpasst es, eigene Akzente zu setzen, beispielsweise den abtrünnigen Templer in den Fokus zu rücken. Größte Neuerung sind die sogenannten Schleicher. Diese getarnten Assassinen greifen Shay in den Städten immer wieder an. Der Spieler muss die Burschen mit Hilfe der Adlersicht ausfindig machen oder mit lauten Geräuschen aus ihrer Deckung locken. Alle weiteren Inhalte von "Rogue" sind aus den früheren Teilen übernommen, funktionieren dafür prima: Gekaperte Schiffe fügt man entweder der Flotte hinzu oder schlachtet sie aus, Shay erobert im Spielverlauf Forts und plündert Lager und das Fell gejagter Tiere verarbeitet er zu neuen Ausrüstungsgegenständen. In Nordamerika baut er zudem weiterhin Städte wieder auf, um sich nebenbei noch ein bisschen Geld zu verdienen.

Technisch solide, aber unspektakulär

Ähnlich sieht es an der Technikfront aus: Taufrisch ist die "Rogue"-Grafik leider nicht mehr. Gerade die Wälder von River Valley wirken inzwischen sehr grobpixelig und unnatürlich. Die Städte können sich hingegen sehen lassen. Den eindeutig besten Eindruck hinterlassen die Seeschlachten mit ihren wechselnden Wetterbedingungen. Trotzdem: Man hat bei "Rogue" irgendwie das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben – und daher zieht sich das Spiel gerade zu Beginn spürbar, ehe die offene Spielwelt mit all ihren Möglichkeiten freigeschaltet wird. 

Was uns gefällt

Alte Besen kehren gut: Die offene Spielwelt von "Assassin's Creed: Rogue" fesselt ebenso wie im Vorgänger "Black Flag". Die zahlreichen Missionen, Sammelobjekte und Aufgaben motivieren enorm, auch wenn fast alles davon bereits bekannt ist. Des weiteren spielen sich die Seeschlachten weiterhin ungemein spektakulär. Und das Aufrüsten der Morrigan ist fast spannender als der eigentliche Hauptcharakter im Spiel.

Was uns nicht gefällt

"Assassin's Creed: Rogue" setzt keinerlei eigenen Akzente. Aus der Figur Shay Cormac als Verräter des Assassinen-Ordens wird zu wenig gemacht. Die Ubisoft-Entwickler übernehmen leider auch viele Schwächen aus den Vorgängern – allen voran die veraltete Schleichmechanik, das schwache Kampfsystem oder die unpräzise Steuerung. Kenner der früheren "Assassin's Creed"-Spiele werden sich darüber ärgern und kaum etwas Neues entdecken.

Fazit

Ein souveräner Abschluss auf der alten Konsolengeneration: "Assassin's Creed: Rogue" wird all jenen Spaß machen, die sich bereits für "Black Flag" begeistern konnten. Innovativ sind die Abenteuer von Shay Cormac nicht, dafür aber gibt es in Nordamerika viel zu entdecken und jede Menge knackige Seeschlachten zu absolvieren.

Infos zum Spiel

Titel: Assassin's Creed: Rogue
Genre: Action-Adventure
Publisher/Hersteller: Ubisoft
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 60 Euro
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Gut

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Arbeiter entdecken wahres Ungetüm

Die 400 Kilogramm schwere Anakonda konnte nur tot geborgen werden. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal