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Alone in the Dark: Illumination - Zu viert in die Finsternis

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Vorschau zu Alone in the Dark: Illumination | Koop-Shooter | PC  

Zu viert in die Finsternis

15.12.2014, 16:06 Uhr | Michael Förtsch (jr / ams), Medienagentur plassma

Alone in the Dark: Illumination - Zu viert in die Finsternis. Alone in the Dark: Illumination Koop-Shooter von Pure FPS für PC (Quelle: Atari)

Alone in the Dark: Illumination Koop-Shooter von Pure FPS für PC (Quelle: Atari)

Tritt hier eine Survival-Horror-Ikone aus dem Schatten des Vergessens zurück ins Licht? Tatsächlich will der einstige Pleite-Publisher Atari die seit 1992 bestehende Survival-Horror-Serie "Alone in the Dark" wiederbeleben - ein Klassiker, ohne den es heute wohl weder ein "Resident Evil" noch ein "Silent Hill" geben würde. Allerdings wird das neue "Alone in the Dark: Illumination" einen anderen Weg beschreiten als seine hochgelobten Vorgänger, die mit gemächlichem Grusel, subtilem Horror und knackigen Rätsel bestachen. Statt einem reinrassigen Horror-Exkurs soll der legendäre Name hier nämlich einen Koop-Shooter schmücken. Der orientiert sich in Sachen Story und Charakteren nur lose an der Saga, will aber dennoch seine finsteren Wurzeln nicht ganz absägen.

Mach's noch einmal, Edward

Knapp sechs Jahre liegt die letzte paranormale Ermittlung des Alone in the Dark-Helden Edward Carnby zurück, der sich seit jeher gegen die dunklen Mächte erwehrte, seien es nun Geister-Cowboys oder pandimensionale Götterwesen, die einem H.P. Lovecraft- oder Clive-Barker-Roman entsprungen sein könnten. Im neuen Ableger von Atari und dem frisch gegründeten Studio Pure FPS ist all das Geschichte. Die Handlung setzt nach den Abenteuern des Privat-Detektives an. Und zwar in Lorwich, Virginia. Das kleine Städtchen abseits der großen Highways war einst ein florierendes Stückchen Land, das vom einträglichen Bergbau lebte. Doch zerstörte eine mysteriöse Flut die Stadt und damit Minenschächte, sodass nach einer Evakuierung kaum einer der einstigen Bewohner zurückkehrte. Jahre nach der Katastrophe machen Gerüchte über bizarre Kreaturen, einem beängstigenden Nebel und einer Wesenheit namens "Die Finsternis" die Runde. Jeder, der sich der Stadt nähere, kehre nie wieder zurück, heißt es.

Vier gegen die Dunkelheit

Klingt ziemlich nach dem gewohnten Alone in the Dark-Szenario? Schon. Doch sind es diesmal gleich vier Abenteurer, die dem Schicksal von Lorwich auf den Grund gehen, das sich entsprechend über vier Kampagnen hinweg entwirren soll. Spielen soll sich das dabei ganz anders als der Urahn, sondern eher wie eine Mischung aus "Dead Space" und "Left 4 Dead (dt. Version)". Denn jeder Charakter des Vierer-Teams ist steuerbar und hat seine Vorteile und speziellen Fähigkeiten.

Der sogenannte Jäger, ein Nachfahr von Carnby, schwingt schwere Waffen wie eine AK-47, M4, P90 oder gar einen Flammenwerfer, um anrückende Dämonen-Wesen zu zerlegen. Mit ihm beginnt auch der erste Akt der Geschichte. In diesem gilt es, ein Mädchen zu befreien, das von finsteren Wesen gekidnappt wurde: die Hexe, das zweite Mitglied des Teams! Sie schleudert Blitze, kann kurzzeitig die Kontrolle über Monster erlangen und trägt einen kleinen Colt im Halfter. Später folgen die junge Technikerin, die Elektrobarrieren errichten darf und eine Schrotflinte führt. Zu guter Letzt ist ein Priester dabei, der über magische Fähigkeiten verfügt und aus zwei Pistolen feuert. Nach und nach werden diese Recken über die Geschichte hinweg freigeschaltet.

Durch die Stollen ins Gruselhaus?

Erste Spieleindrücke von "Illumination" zeigen hauptsächlich handfeste Third-Person-Ballereien und nette Kulissen, in der auf Zombie-artige Wesen geballert wird. Dabei zieht es die Helden unter anderem durch Felshöhlen, einen Bahnhof, durch Überreste verfallener Holzhäuser, Fabrikhallen, einen Friedhof und eine Wohnwagensiedlung. Nebenbei ergeben sich kleine Rätsel und triviale Aufgaben: Hier ein Tor öffnen, da einen Schalter finden. Überdies soll laut den Machern aber auch das Licht eine wichtige Rolle spielen. Denn in hell ausgeleuchteten Bereichen ist man sicher. Beispielsweise werden Leuchtfeuer entzündet, um eine Verschnaufpause einlegen zu können. Und durch das gezielte Anschalten eines Lichts lässt man Gegnerhorden von Höllenhunden, Zombiewesen und Dämonen in Flammen aufgehen. Kreativ? Nein, das gab's schon im Grusel-Klassiker "Alan Wake" für die Xbox. Es ist aber dennoch ein Element, das dem Ganzen Würze verleiht.

Allein? Nein!

Der Kniff bei "Alone in the Dark: Illumination": Statt sich wie bisher stets in der Reihe alleine gegen das Böse zu stellen, das in all den Kulissen lauert, soll das auch passenderweise zu zweit, zu dritt oder zu viert gehen! Die Spieler tun sich via Internet zusammen und kämpfen sich gemeinsam durch die Kampagne. Damit das nach dem ersten Durchlauf nicht zu langweilig wird, sollen bestimmte Areale durch Zufallselemente immer wieder neue Reize bieten: Verschlossene Türen, alternative Wege und die Position der entstellten Höllenkreaturen sollen dazu gehören. Ob all das noch tatsächlich ein "Alone in the Dark" ist? Immerhin soll das Böse, das sich hinter dem lapidaren Namen "die Finsternis" verbirgt, den Fans nicht gänzlich fremd erscheinen. Ähnlich wie das garstige lauernde Unheil in "Alone in the Dark 2" und "Alone in the Dark: The New Nightmare", wird auch die Inkarnation des Bösen, auf die sich die Entwickler von Pure hier verständigt haben, von Horror-Autor H.P. Lovecraft inspiriert sein.

Was uns gefällt

Wenn schon nicht im Spielerischen, so schließt "Illumination" zumindest in Sachen Atmosphäre und Inspiration lose an die Vorgänger an. Auch setzt das Koop-Horror-Survival-Abenteuer auf die bewährte Vier-Spieler-Gegen-Alle-Action. Bisherige Eindrücke vom eigentlichen Spielfluss zeigen grafisch gut gestaltete Kulissen, die dank knackiger Lichteffekte der Unreal Engine 4 durchaus gruselig daherkommen. Die bisher enthüllten Gegner machen in Form von Höllenhunden und Dämonenwesen ebenfalls einiges her.

Was uns nicht gefällt

Bisher schweigen die Entwickler zum Umfang der Kampagnen und geben auch keinen Aufschluss darüber, inwieweit sich die Klassen anpassen und ausbauen lassen. Ebenso ist unklar, wie packend die Story um das verlassene Städtchen ausfallen wird, das ja tatsächlich eine hübsche Kulisse bietet. Auch ob die versprochenen Rätsel über das stumpfe Öffnen von Türen hinausgehen werden, ist nicht sicher. Ebenso könnte sich ruhig in Sachen Waffenvielfalt noch einiges tun. Am meisten dürfte es jedoch Fans der einstigen Survival-Horror-Serie kränken, dass Atari und Pure lieber auf Ballerei statt Tradition setzen, um die Alone in the Dark-Reihe wieder zu reanimieren.

Fazit

Die Idee, einen legendären Namen wie Alone in the Dark gerade als Shooter mit Koop-Part durch ein vollkommen unbekanntes Studio wiederbeleben zu lassen - das wirkt wie ein riskanter Schnellschuss. Da ist Skepsis gerechtfertigt. Zwar lassen die ersten Eindrücke eine durchaus solide "Left 4 Dead"-Kopie mit interessanter Szenerie erwarten, doch könnte sich das Spiel ebenso als mittelmäßige Schießbude entpuppen. Sicher ist: So gut "Illumination" schlussendlich auch ausfallen mag, das Herz und die Essenz der bereits über 20 Jahre alten Serie fängt diese Auskopplung bestimmt nicht ein. Schade.

Infos zum Spiel

Titel: Alone in the Dark - Illumination
Genre: Koop-Shooter
Hersteller: Pure FPS
Publisher: Atari
Release-Termin: Ende 2014
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Gut

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