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Overwatch: Blizzard schickt seine Shooter-Helden ins Rennen

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Hands-on-Preview zu Overwatch | Team-Shooter | PC  

Blizzards neue Shooter-Helden

16.12.2014, 16:04 Uhr | Heinrich Lehnhardt (jr / ams), Medienagentur plassma

Overwatch: Blizzard schickt seine Shooter-Helden ins Rennen. Overwatch Team-Shooter von Blizzard für PC (Quelle: Blizzard)

Overwatch Team-Shooter von Blizzard für PC (Quelle: Blizzard)

60 Jahre in der Zukunft: Die Menschheit hat den Roboteraufstand der Omnic-Krise hinter sich. Die internationale Streitmacht "Overwatch" wird nicht mehr gebraucht und in den Ruhestand versetzt. Doch als sich eine neue Bedrohung abzeichnet, wird der Ruf nach den Superhelden wieder laut. In dieser neuen Spielwelt inszeniert Blizzard Entertainment nicht etwa ein neues Online-Rollenspiel à la "World of Warcraft" - "Overwatch" ist vielmehr ein flotter Online-Team-Shooter. Wir haben uns mit den abwechslungsreichen Spielcharakteren ein paar heiße Gefechte geliefert.

Blizzard traut sich was

Rund 25.000 Fans von Blizzard-Spielen sind ins sonnige Anaheim in Südkalifornien gereist. Zwei Tage lang gibt es auf der Blizzcon 2014 Entwicklervorträge, Spielturniere und auch Produktankündigungen. Die Eröffnungszeremonie nähert sich dem Ende, als Blizzard-Urgestein Chris Metzen rege bejubelt die Bühne betritt. Die Menge ist gespannt: Will der Vice President für Story- und Serien-Entwicklung die Besucher lediglich begrüßen - oder hat er eine Überraschung auf Lager? "Welche Art von neuer Welt würde Blizzard kreieren?" fragt Metzen kess, die Antwort liefert Overwatch an. Auf 600 PCs können die Messebesucher das nächste Blizzard-Werk gleich ausprobieren. Und sich bei der Gelegenheit etwas verwundert die Augen reiben. Overwatch ist eine Art von Spiel, die man von den Warcraft-, Starcraft- und Diablo-Schöpfern nicht unbedingt erwartet hätte.

Online-Zusammensch(l)uss

Es klingt nach einer Szene aus einem klassischen Team-Shooter wie Unreal Tournament oder Team Fortress 2: Zwei Gruppen mit jeweils sechs Spielern stehen sich in einem Level gegenüber. Eine Fraktion besetzt die Rolle des Angreifers, der innerhalb eines Zeitlimits Kontrollpunkte erobern oder ein Objekt zu einem Zielpunkt befördern muss. Das zweite Team soll eben dies verhindern und nutzt die Minute vor dem Matchbeginn, um seine Stellung zu sichern. Einige Charaktere platzieren Geschütztürme oder Minen, andere erklimmen günstige Sniper-Positionen; Heiler gucken sich aus, welche Kollegen sie begleiten wollen. Dann geht’s los: Die Tore öffnen sich, die Schlacht kann beginnen. Bei klassischer Ego-Shooter-Ansicht wird geflitzt, geschlitzt, geschützt und getrickst. Denn die Spielfiguren von Overwatch können mehr als nur ballern - jeder Held verfügt über eine Reihe raffinierter Spezialfähigkeiten.

Fähige Superhelden

Charakterklassen hat ja so ziemlich jeder dahergelaufene Online-Shooter, Overwatch treibt die Spezialisierung noch einen Schritt weiter. Pro Heldentyp gibt es neben einer speziellen Waffe auch drei exklusive Sonderfähigkeiten, die es in sich haben. Ein Dutzend Charaktere konnte man auf der Blizzcon bereits ausprobieren, "viele, viele mehr" sollen laut Chris Metzen noch dazu kommen. Blizzard macht also einen Ego-Shooter mit einer Spielfiguren-Vielfalt wie man sie sonst aus dem MOBA-Genre (steht für "Multiplayer Online Battle Arena") kennt. Die Action spielt sich soweit grundsolide, ohne dass die bisher gezeigten Karten durch sonderliche Originalität glänzen. Dafür sorgen die einfallsreichen Heldenfähigkeiten für Frische und Spielspaß.

Angriff, Verteidigung, Unterstützung

Die taktischen Möglichkeiten durch das Zusammenspiel verschiedener Verbündeter verleiht dem Spielablauf Würze. So errichtet der robuste Riesengorilla Winston mit seinem Schildprojektor eine schützende Energiekuppel, durch die Verbündete auf Gegner schießen. Symmetra kann die Kollegen wiederum mit persönlichen Minischilden ausstatten und durch ein Teleporter-Portal die Laufwege des Teams verkürzen. Auch wenn Ninja-Bogenschütze Hanzo einen Sonarpfeil abfeuert, haben alle etwas davon, denn innerhalb eines bestimmten Radius ist dann die Position von Gegnern auch durch Wände sichtbar.

Viele Helden sind mit Raketenwerfern, Schrotflinten und Scharfschützengewehren für die Offensive ausgestattet. Aber es gibt auch Charaktere, welche weniger selber ballern, dafür umso wertvollere Support-Dienste leisten. Der rezeptfreie Heilungsstrahl von Gesundheitswesen-Engel Mercy bringt verbrauchte Lebenspunkte zurück, während Roboter-Mönch Zenyatta eine Sphäre spendiert, die einen Verbündeten begleitet und konstant heilt.

Finessenreiche Fortbewegung

Damit die Spielbalance nicht aus den Fugen gerät, wird die Verwendung einiger Fähigkeiten durch Abklingzeiten reguliert. Das bedeutet zum Beispiel, dass Tracer nach Einsatz ihrer "Zeitschleife" einige Sekunden warten muss, bevor sich dieser Kniff wieder ausführen lässt. Damit springt sie zu der Position zurück, auf der sie sich drei Sekunden zuvor aufgehalten hat - und übernimmt sogar den Lebenspunktestand von vorhin. Auch sonst gibt es so einige Fähigkeiten für kreative Schlachtfeld-Fortbewegung: Hanzo klettert Wände rauf, Widowmaker wirft ihren Greifhaken und Pharah geht mit einem Raketenrucksack in die Luft. Kein Grund auf das Repertoire anderer Helden neidisch zu sein: Auch während eines laufenden Matches dürfen wir den Charakter wechseln.

Bunt statt brutal

Chris Metzen wünscht sich, "dass es möglich ist, einen Shooter zu machen, der sich nicht grausam und gemein anfühlt". Deshalb wird das neue Blizzard-Spiel mit einem heiter-bunten Grafikstil inszeniert, kein Vergleich mit der Brutalität mancher pseudo-realistischer Ballereien. Die Overwatch-Helden könnten auch einem Comic-Band entsprungen sein und haben mehr Persönlichkeit als die Klassenkämpfer aus den üblichen Shooter-Fabriken. Ob sie kostenlos im Free-to-Play-Rahmen antreten werden oder ob man das Spiel kaufen muss, das hat Blizzard noch nicht entschieden.

Aus Liebe zum Shooter

Leider ist keine Einzelspieler-Kampagne geplant, um ein besseres Gefühl für Story und Spielwelt zu bekommen. Overwatch soll sich ganz auf zwischenmenschlichen Online-Schlachten konzentriert. Dabei will Blizzard auch User jenseits der üblichen Actionspiel-Klientel anlocken: "Zugänglichkeit ist uns sehr wichtig", betont Jeffrey Kaplan, "du wirst weniger häufig sterben als in aktuellen modernen Shootern." Der Game Director von Overwatch erklärt auch, wie Blizzard darauf gekommen ist, sich dieses Genres anzunehmen: "Es gab keine Diskussionen über bestimmte Zielgruppen, die wir anvisieren wollten. Die 70 Leute in unserem Entwicklungsteam machten vielmehr das, was sie selber spielten wollten. Frank Pearce und Mike Morhaime [die Blizzard-Mitgründer, Anmerkung der Redaktion] waren selber mal Spielentwickler, und als sie sahen, wie viel Energie diese Idee im Team auslöste, meinten sie: 'Macht mal, entwickelt das woran ihr glaubt'."

Was uns gefällt

Die große Anzahl von Helden mit interessanten Fähigkeiten sorgt für Abwechslung und lädt zum Ausprobieren verschiedener Spieltaktiken ein. Der freundliche Grafikstil und die interessanten Spielfiguren wirken sehr einladend. Steuerung und Spaßfaktor in den rund 15 Minuten währenden Partien können bereits überzeugen.

Was uns nicht gefällt

"Nur" Mehrspieler-Schlachten ohne dauerhaften Fortschritt oder Einzelspieler-Kampagne - nach Blizzard-Maßstäben ist das ein wenig karg. Ob Hintergrundgeschichte und Spielwelt-Atmosphäre beim Online-Geballer ausreichend rüber kommen?.

Fazit

"Die Welt kann nie genug Helden haben" lautet ein Slogan für Overwatch. Aber hat die Welt bereits genug Team-Shooter? Blizzards Action-Debüt mangelt es nicht an etablierten Konkurrenten, allen voran Team Fortress 2. Doch der Herausforderer besitzt dank der coolen Helden und derer vielseitigen Fähigkeiten einen ganz besonderen Charme. Wir sind jedenfalls mächtig auf die für 2015 geplante Overwatch-Beta gespannt.

Infos zum Spiel:

Titel: Overwatch
Genre: Online-Team-Shooter
Publisher / Hersteller: Blizzard
Release-Termin: Noch nicht bekannt
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Sehr gut

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